Ausgabe 
3.6.1837
 
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heimlich Geliebte ward durch die Entziehung deiner Hülfe zum Bettler und ſchmachtet im Elende, Iſaura ſelbſt kränkelt aus Kummer. Die Räuber, welche du anzeigteſt, wurden zwar der gerechten Strafe zugeführt, aber der Wirth hinterließ zwei unmün⸗ dige Kinder, welche nun ſchuldlos in Armuth dar⸗ ben. Der Schloßherr aber, welchen du durch deinen Brief warnteſt, verſtieß ſeine Gattin, und wankt aus Kränkung dem Grabe zu. Da er⸗ grimmte Willibald auf's Heftigſte, er zerſchlug mit dem Hammer den Ring, und das ſchwarze Männ⸗ chen war auf immer verſchwunden.

Nun war es ſeine größte Mühe, das Be gangene wieder gut zu machen. Er nahm Iſauken's Geliebten wieder zu ſich, ſorgte in der Folge für eine Bedienſtung für ihn und verſöhnte die Eltern die Kinder des Wirths brachte er in eine Ver⸗ ſorgung und der alte Schloßherr ließ ſich bewe⸗ gen, die reuige Gattin wieder zu ſich zu nehmen und ſeine Tochter nach ihrem Herzenswunſche zu verehlichen.

Eine Centnerlaſt war dadurch von Willibald's Bruſt gewichen, aber ſein Herz fand ſeit Metta's Verluſt keine Ruhe mehr. Ein Jahr verſtrich und er erkrankte. Man empfahl ihm einen jungen Arzt, welcher ihn auch bald wieder herſtellte. Beide hatten ſich lieb gewonnen. Der Arzt drang in ihn, ſeinen Herzenskummer zu eröffnen. Willibald ſehnte ſich ſelbſt nach Mittheilung, und erzählte ſeine Geſchichte mit Metta.Heiliger Gott, rief der Arzt,das war meine unſchuldige Schwe⸗ ſter. Ich lag krank und verbot ihr, der Mutter es zu entdecken. Eine Operation auf Leben und Tod war an mir nothwendig, ich ſchickte ſie ſelbſt um die beſten Inſtrumente in den Fläſchchen war Gift, da der Chemiker ſich vergriffen hatte. Gottlob, daß ich nichts davon nahm. Ich üͤberſtand die Operation glücklich und kann nun wieder anderen Menſchen dienen. Meine arme Schweſter hat aber ſeit deinem Verluſte keine ruhige Lebens⸗ ſtunde mehr. Willibalds Gefühle laſſen ſich nicht ſchildern, er eilte mit dem Freunde zu Metta, und bald umſchlang ein unauflösliches Band ihre Herzen.

Der Menſch ſoll ſelbſt das meiden, was auch nur böſen Schein an ſich trägt, denn er iſt zu ſchwach, alle Folgen voraus zu ſehen und zu großen Uebeln würde allen es gereichen, wenn wir über verborgene Dinge den Schleier lüften könnten. Willibald's edler Charakter machte zwar das be⸗ gangene Unrecht wieder gut, aber man traue ſeiner eigenen Kraft nie zu viel, welche oft nicht mächtig genug iſt, uns vor Abgründen zu ſchützen.

Bekanntmachungen von Behoͤrden. N νπ.

Gläubiger⸗- Aufforderung. Heinrich Süß von Beienheim be⸗

422)

abſichtigt mit Familie nach Polen auszuwandern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Mo naten bei großherzogl. Landgericht dahier anzumel⸗ den, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt wer⸗ den wird. Friedberg den gten Mai 1837. Der großherzoglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Gläubiger-Aufforderung. (434) Peter Fiſcher von Okarben beab ſichtigt mit Familie nach Nordamerika auszuwan⸗ dern. Rechtsanſprüche an denſelben ſind binnen drei Monaten bei großh. Landgericht Großkarben anzu⸗ melden, gegenfalls die Entlaſſungsurkunde ertheilt werden wird. Friedberg den öten Mai 1837. Der großherzeglich heſſiſche Kreisrath des Kreiſes Friedberg. Küchler. Arbeit⸗Verſteigerung. (455) Donnerstag den Sten Junk d. J., Vormit⸗ tags 11 Uhr, ſoll die nöthige Reparatur am Kirch⸗ thurme dahier, ſowie die Pflaſterung von 150 Klafter der Ortsſtraſe in Ziegenberg an den We⸗ nigſtnehmenden verſteigert werden. Ueberſchlage ſind

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Herren Bürgermelſter werden es gefälligſt bekannt machen laſſen. Langenhain den 30ſten Mai 1837. Der großh. Bürgermeiſter Huth. Bekanntmachung. (456) Donnerstag den 8. Juni d. J., Vormit⸗ tags 10 Uhr, ſoll im hieſigen Salzamts ⸗Lokal ein anderweiter Termin wegen Ankauf von Brodfrucht abgehalten werden, welches den Liebhabern dazu hierdurch zur Nachricht dient. Nauheim den 29. Mai 1837. Kurfürſtliches Salzamt. Wille. Meinhard. Weiß. Rieß. Ankauf eines Faſſelochſen. (457) Es wird ein 2 bis Z3jähriger Faſſelochs von einerlei Farbe zum Ankauf geſucht. Diejenigen, welche ſich zu dieſer Lieferung entſchließen wollen, haben ſich durch frankirte Briefe an den Unterzeich⸗ neten zu wenden. Oberwöllſtadt den 25. Mai 1837. 12 Der großh. heſſ. Buͤrgermeiſter Feuerbach. Holzlieferung. (438) Mittwoch den 14. Juni laufenden Jahres, des Vormittags um 9 Uhr, ſoll in meiner Woh⸗ nung dahier die Lieferung von 400 Stecken Buchen Scheidholz, welche für die Marienſchloſſer Anſtalt