Ausgabe 
28.12.1919
 
Einzelbild herunterladen

5c

Schutzladen anzubringen und die Beruhigung

harren und abzuwarten, bis der inzwischen zu einem Orkan entfachte Sturm sich wieder gelegt habe und bis man den Heimweg ohne

nicht so leicht zurückschreckt, im Gegenteil sich sogar damit vertraut fühlt, wenn man schon

des, das einige Jahre später vollständig abbrannte, hatte der Sturm irgendwo Zu⸗

daß der Atem ausging und die Stimme versagte. Nur in den kurzen Pausen, die in der Regel auf einen heftigen Anprall

206

sollte. Da wurde etwa gegen zehn Uhr durch einen äußerst heftigen Windstoß ein im Garten stehender hoher Baum entwurzelt, dessen Zweige beim Niederfallen eines der Saalfenster eindrückten, so daß die Scheiben klirrend in den Saal sielen und der ein⸗ dringende Wind die Lichter zu löschen drohte. Durch diesen Zwischenfall ward die Gemüt⸗ lichkeit allerdings sehr gestört, doch gelang es moch, an dem zerbrochenen Fenster einen

der Gemüter wieder herzustellen. Man hielt es nun im allgemeinen für ratsam, auszu⸗

Besorgnis antreten könne. Mich hielt je⸗ doch kein Bedenken mehr zurück, ich wollte meine Frau, die nicht mit mir gehen konnte und zu Hause geblieben war, unter keinen

Umständen länger allein lassen. Hierbei

möchte ich nur beiläufig bemerken, daß man vor Gefahren, die die Elemente bringen,

über zwölf Jahre dem Steigerkorps einer freiwilligen Feuerwehr angehört hat. Zum Glück fand sich noch jemand, den ebenfalls eine starke Sehnsucht nach Hause zog und der das Wagestück mit mir bestehen wollte. In den schmalen Gängen des alten Gebäu⸗

gang gefunden und tobte darin mit solcher Gewalt, daß die Türe, die nach außen führte, nur mit Hilfe einiger Männer so lange offen gehalten werden konnte, bis wir glücklich durchgeschlüpft waren. Im Freien spürte man erst die volle Wucht des Orkans, der zuweilen einen solchen Druck ausübte, daß das Blut in den Adern zu erstarren schien,

folgten, war man vermögend, sich etwas

fortzubewegen. Ich hatte als Stütze einen

kräftigen Stock, während meine Begleitung

sich fest an meinen Rockschößen hielt; denn

ohne einen Zusammenhalt wären wir durch den Sturm auseinander gekommen und hätten uns in der finsteren Nacht so leicht nicht wieder gefunden. Durch den Garten

bot uns das viele Buschwerk noch einigen

Schutz, aber der Weg vom Garteneingang

am Engelbachschen Hause bis zum Neuen⸗ wegertor(jetzt die Gartenstraße genannt) lag etwas erhöht über dem zu beiden sich

hinziehenden flachen Wiesen⸗ und Acker⸗

gelände. Früher gewährte ein dichter Be⸗

stand von Fichtenbäumchen, die an den Böschungen des Weges angepflanzt waren, einen sehr wirksamen Schutz gegen den Wind. Dieser Baumbestand war jedoch mit Rücksicht

auf die bereits begonnene Bautätigkeit an dieser Stelle abgeholzt worden, und die sehr wenigen, zum Teil noch im Bauen begriffe⸗

nen und vereinzelt stehenden Häuser konnten

den Weg. Dabei prasselten noch fortwährend

Gegen 2 Uhr nachts ließ der Sturm scha

dem daherbrausenden Sturmwind ein nu ganz geringes Hemmnis in den Weg legen,

so daß unser weiteres Vordringen sehr er

schwert war. An der Wieseckbrücke mußten wir einen längeren Halt machen; denn% oft wir diese überschreiten wollten und un noch so fest an das Geländer anklammerten

stets wurden wir wieder zurückgeworfen. Ein

wenig Schutz fanden wir an dem Jungschen Hause(jetztzum Augustiner), das schog aufgebaut war. Dort warteten wir geduldig ab, bis wieder eine kurze Ruhepause eintrat die es uns ermöglichte, glücklich über die Brücke zu gelangen. Kaum eine Viertel stunde später wurde das halbe Dach dez Hauses, das uns Schutz gewährt hatte, durch einen Sturmwirbel samt Balken und Sparren abgehoben und bis zur Wieses geschleudert.

Beim Betreten der Stadt zeigte sich die große Verheerung, die der Sturm dort an⸗ gerichtet hatte. In den Neuenbäuen wal das Straßenpflaster mit Ziegelstücken und Mauersteinen von abgewehten Schornsteinen wie übersät. Abgerissene Kandeln, zertrüm⸗ merte Gauben und Dachfenster versperrten

weitere Ziegeln und Steine von den Dächern herab, vor denen man sich, so gut es eben ging, zu schützen suchte. Sonst war die Straße wie ausgestorben und kein lebende Wesen war zu erblicken, nur hie und de hinter Fenstern ein schwacher Lichtschimmg Den Weg von der Sonnenstraße bis z meinem Hause mußte ich allein zurücklegen doch kam ich glücklich und ungefährdet au Bei uns hatte der Sturm nur eine guß⸗ eiserne Schornsteinplatte abgehoben, welch mit einem Haufen Ziegelstücken zertrümmen im Hof lag. Dagegen war das schwere bil zerne Hoftor am Brückschen Hause auß de Angeln gehoben und von der Schloßgasf bis auf den Brand geschleudert worden bedeutend nach und gegen Morgen hatte 1 sich vollständig gelegt.

Des anderen Tages, bei schönem ute Frühlingswetter, zog die Bevölkerung auß um die entsetzliche Zerstörung zu besice die das Unwetter in der Nacht angericht hatte. Kein Gebäude war ganz unberüt geblieben, wo man hinblickte, zeigten sh Schäden. Eine Masse Schornsteine wa heruntergefegt, die Ziegeln abgedeckt, au Atzbachschen Hause am Leihgesterner N war das ganze Dach abgeweht, das Ra haustürmchen war umgekippt und hing 1 der Spitze nach unten nur noch an einen Eisenband, mit dem es an dem Dach ke festigt war. Hunderte von Bäumen mn umgestürzt und alle Telegraphenanlagen zar stört. Die Schießhalle der Schützengesel! schaft lag glatt auf dem Boden und de Fuhrwerksverkehr auf den Landstraßen an durch umgestürzte Bäume und Telegraph stangen tagelang unterbunden. Am schlimm sten hatte der Orkan in unseren Waldungen

gewüte

deren

Sandb nieder nach d vollstä samt

quer

Bucher

ringer leistet.

meine nomm zu zei einprä für se Junge lief er

Gesich

den W chen, der E Ei wetter unter

Osten

richter kein den at gewese daß,

letzung gegan, vorder

über u

es fer. je wie

suche.

schich schicht (Wies Heldit letzten

übrig geschi Phili;