irchen⸗ den ame⸗ ruch ge⸗ Staaten vocatiae) ellschaften der von ten, Kir⸗ pv. volle eben wird recht(us die stif⸗ religiösen er Blauf⸗ durch die durch die ubnis des deigentum veräußert en. Auch nlung ge⸗ en.
tegel muß schnet wer⸗ Rechte die iltusdiene er geschlossen eligionsge⸗ cht, neben 0 konfessio⸗ licher Lei⸗ in einigen ichen Mit⸗ gatsschulen erer Reli⸗ die Bibel Rolle, und Gebet er⸗
de, daß der anisationen g scheidet, bst gegen⸗ ellung ein⸗ erikanischen Thristentum
aber wohl int. Das in, daß in inzelstaaten eutung bet in irgend⸗ Selbstver⸗ sungen von den Karo⸗ e sind Per⸗ ottes glau⸗ her Aemter ch die Tat⸗ gres sses mit dere staat⸗ sind. Auch Anordnung In de Heeres, der t ist öffent⸗
liche Vorsorge für Religionspflege getroffen. So ist das ganze staatliche Leben durch⸗ drungen von einem positiren Wollwollen gegenüber der Religion, aber unter strenger Scheidung der kirchlichen und staatlichen Einrichtungen.
Di se in den Vereinigten Staaten 90 efun⸗ dene Lösung des großen Problems Staat und Kirche ist vielfach als auch für uns vorbildlich hingestellt worden. Dem stehen aber vor allem folgende Bedenken entgegen. In den Vereinigten Staaten handelte es sich um eine überaus große Anzahl von größeren und kleineren Religionsgemein⸗ schaften, die schlechterdings nicht anders als unter dem Vereinsrecht zu organisieren waren. Wir aber haben die geschichtlich gewordenen großen einheitlichen Kirch en⸗ körper. Eine Nachahmung des amerikani⸗ schen Vorbildes würde eine Zersplitterung der bisherigen Volkskirchen zur notwendigen Folge haben, was weder im Interesse des Staates noch des deutschen Protestantismus liegen kann. Dem stände auch die grundsätz⸗ liche Verschiedenheit des deutschen und des amerikanischen Sbaatsgedanlens entgegen.
Geschichten und 1 7775 aus Alt⸗Gießen.
Die ei e
Soweit uns bekannt ist, hat man im Lauf der Geschichte den Turm der Stadt⸗ kirche dreimal einer gründlichen Ausbesse⸗ rung unterzogen, 1699, 1840 und 1912. Jedesmal hat man den mächtigen Turm⸗ knauf eröffnet und darin, wohl verpackt in einer Kassette, neben allerlei Drucksachen und Münzen eine Urkunde niedergelegt, die
— 31
Urkunde.
8
über die jeweiligen Zustände in der Stadt
Gießen Kunde gibt. Alle diese haben wir in unserem Gemeindeblatte, Jahr⸗
Urkunden
blättern ete.— Diese Sache überbrachte den 4 Juni a. c. dem hiesigen Kirchenrath Dr. Engel zur Einsicht, ebenso den Herrn Geheimen Kirchenrath Professor Dr. Dief⸗ fenbach und dem Herrn Prov. Kreisrath Knorr. Zur männiglicher Warnung für spätere Zeit bemerke ich, daß der Stadt⸗ vorstand es höchst übel mir aufnahm, Sol⸗ ches ihm erst später als obigen Herrn gezeigt zu haben. Mein Mitarbeiter war Philipp 5 Schwalb Schieferdeckermeister da⸗ hier.
Ich— Johann Heinrich Friedrich Moritz Rothauge bin geboren zu Nieder-Wildungen im Fürstenthum Waldeck den 13 ten Juni 1802 trat hier nach 7 jähriger Wanderung bei Wittwe Pimper in Arbeit, etablierte später mein eigenes Geschäft und verheu⸗ rathete mich 1836 mit Elisabethe Schneider, geboren den 29 ten April 1811, der zweiten Tochter des hiesigen Bürgers, Wirths und Ki fermeisters Ludwig Schneider und seiner Ehefrau. geborenen Pfnorr. In welcher glücklichen Ehe ich bes jetzt 2 Kinder zeugte,(Auguste geboren 1837) Elise ge⸗ boren 1839). Meine von mir Helbst. auf⸗ geführte Wohnung liegt in der Wolkengasse der Wohnung des Herrn Geheim⸗ ath und Syndicus, Professor Dr. Aegidius von Loehr. Ein von mir erbautes Hinter⸗ haus, 815 mit Schiefersteinen bekleidet, vulgo Schloß Schadeck, wird bewohnt von Albert Diefenbach, stud. theol. cath. und Ehristian Ritzel, stud. med. aus Friedberg.
Dieser Monat Juni 1840 ist bemerkens⸗ werth durch den Tod des Königs Friedrich Wilhelm III von Preußen, und die Ver⸗ lobung seines Enkels Cäsarewitsch, Groß⸗ fürst und Trohnfolger von Rußland und unserer Prinzess ssin Maria von He sen Darm⸗ stadt. Ferner durch einen Mordversuch auf
die Königin 1 ria von England,— durch
gang 1912, zum Abdruck gebracht. Als die
Reparatur im Jahre 1840 vollzogen wurde, hat sich der mit der Arbeit beauftragte Dachdeckermeister Rothauge nicht das Ver⸗ 1 1 5 versagen können, eine Urkunde mit⸗ einzuschmuggeln, die über ihn selbst und seine Mitarbeiter Auskunft gibt. Rothauge hat selbst dieses Schriststück verfaßt. Es ist
dies ein Vorkommnis, das nicht ohne Humor
ist. Natürlich hat man bei der Ausbesse⸗ rung des Jahres 1912, als man die„in⸗ offizielle“ Urkunde entdeckte, diese nicht ver⸗ nichtet, Jondern sie wieder an 2 50 Ort 9 0 Das Schriftstück hat folgenden In⸗ halt: Gießen den 19 te Juni 1840.
Unterzeichneter nahm bei einer im Monat Juni dieses Jahres vorgenommenen Repa⸗ ratur des Daches am hiesigen Kirchturm das Kreuz. und den Knopf auf demselben herunter. Im letzteren fand ich ein Docu⸗ ment vom Jahr 1699.(über die damalige d
eparatur) nebst Münzen aus dieser Zeit und der vermoderten Ueberesten von Wochen⸗
die Thronbesteigung Friedrich Wilhelms IV von Preußen, durch die Fortdauer des spa⸗ nischen Erbfolgekrieges, sowie durch die Sä⸗ culare Feier der Erfindung des Buchdruckes, die allenthalben feierlich begangen wurde, besonders in der Vaterstadt Guttenbergs, Mainz— auch dauerte das feindliche Ver⸗ hältnis zwischen den Türken und den Vicen⸗ König von Aegypten noch fort. Auch werden den Herbst dieses Jahres die ihren Voll⸗ endung nahenden katholische Kirche dahier und das neue Universitätsgebäude einge⸗ weitht werden.
Ueber die Victualien⸗Preise berichtet bei⸗ ligendes Wochenblatt.—
Dieses zur Kunde u. Urkunde. Geschrieben Gießen den 20 te Juni 1840. Der Schieferdeckermeister Moritz Rothauge.
Und Eberhardt Philipp Schwalb
Schieferdeckermeister dahier.
Letzterer, Philipp Schwalb, dessen Ehefrau, eine e Balser, alt 40 Jahr erzeugte in glücklicher Ehe 5 Kin⸗ der, wovon noch zwei am Leben sind.
9 1


