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widder hamkäm mit so eme Geruch aus de
kurz gehendes Geschoß würde zwischen uns
Feindes, der solange sehr zäh standgehalten.
will mer mache de Garaus, wenn ich em
Bachgaß! Was ich mer derfor kaafe! Morje laß ich mer falle im Schoorgrawe.“ Ja, der Leopold war auch ein Gießener Junge und hatte Charakter!
(Fortsetzung folgt.)
Beim deutschen Beskidenforps.
Aus dem Kriegstagebuch des Hauptmanns d. R. a. D. Landgerichtsrat Trümpert⸗ Gießen.
(Schluß.)
Auf Bitten des Infanterieführers ließ ich mit Unterstützung der In santeristen das eine Geschütz in die vorderste Linie bringen, wo schon 6 Maschinengewehre eingebaut waren. Zwischen zwei Maschinengewehren richtete ich meine Beobachtungsstelle ein. Um ½8 Uhr begann unser Feuer; es war oft ein Höllenlärm, den mein Geschütz, die 6 Ma⸗ schinengewehre und das Handgewehrfeuer machte. Zeitweise schoß auch noch unsere schwere Artillerie über uns hinweg, aber so kurz, daß man die Empfindung hatte, die Geschosse müßten die Bäume, unter denen wir standen, berühren und ein etwas
einschlagen. Tatsächlich lagen die Schüsse meist zu kurz und gingen in die zwischen uns und der feindlichen Stellung gelegene Mulde. Ich beschoß mit gutem Erfolg in längeren Zwischenräumen die feindlichen Schützengräben. Aber immer kamen die Russen, wenn sie eine Zeitlang außerhalb des Grabens Deckung gesucht hatten, wieder zurück und feuerten, weiter. Nach Mittag kamen auch ein Geschütz der 5. und 6. Batte⸗ rie aut die Höhe, beide beteiligten sich an dem Schießen und erhöhten den Lärm. Unsere Infanterie war durch die bewaldete Mulde an die feindliche Höhe herangegangen, aber diese war zu steil, um sie im Sturm zu nehmen. So ging das Schießen bis abends 7 Uhr weiter. Ich verfeuerte mit dem einen Geschütz 200 Schuß. Dann schossen nur noch die beiderseitige Infanterie und die Maschinengewehre. Wir aßen und legten uns dann, Thüre und ich, in den kleinen Beobachtungsstand, den wir zu diesem Zweck etwas nach hinten hatten verlängern lassen, schlafen. Bis kurz nach 2 Uhr währte das Infanteriegefecht, dann verließ der Rest des
hatte, um dem Gros den ungehinderten Ab⸗ marsch zu ermöglichen, die Höhe, bzw. wurde er gefangen genommen. Gegen Abend hatte der Feind die Berghänge in Brand gesteckt, um unsere Infanterie am Vorgehen zu hindern. In der Nacht sahen die glimmenden Baumstümpfe merkwürdig aus. Um ½4 Uhr morgens erwachte ich und erhielt die Nachricht, daß der Feind abgezogen sei. Ich befahl für die Abteilung das Heranziehen der Protzen und den Vormarsch. Bis zu deren Eintreffen besichtigte ich das in der
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Mulde gelegene Lager der Russen, die sich ganz wohnlich und behaglich eingerichtet hatten. Als meine Pferde vorgekommen waren, ritt ich auf den Megelingrun und besah mir die von mir beschossene Stellung. Dort war auch eine feindliche Beobachtungs— stelle, die ich tags zuvor auf die kurze Ent⸗ fernung zufsammengeschossen hatte. Von hier aus war unsere Feuerstellung bei Virava wunderschön zu sehen: sie lag da wie auf einem Präsentierteller, und ich wunderte mich nur, daß der feindliche Beobachter sie erst nach drei Wochen entdeckt hatte.
Um 7 Uhr trat die Abteilung an, um auf einer Höhe vor Lubkow in Bereitstellung zu gehen. Im Walde traf unsere Infänterie und Kavallerie noch auf versprengte feind⸗ liche Trupps und machte zahlreiche Ge⸗ fangene. Merkwürdigerweise ist bei diesen selten ein Offizier. Diese scheinen sich immer noch rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.
Auf den sehr schlechten Wegen, die Vor⸗ spann erforderlich machten, kamen die Fahr zeuge nur sehr langsam vorwärts, Ge— schütze und Munitionswagen fielen den Hang hinunter. So wurde es 3 Uhr nachmittags, bis meine Batterie vollzählig jenseits der Ostbeskiden angelangt war.
In den feindlichen Schützengräben lagen Gewehre, Bekleidungsstücke un dgl. m. berum Ich besichtigte auch die Batteriestellung, von der aus wir im Viravatal beschossen worden waren.
Harte Tage lagen hinter uns. Schweres wurde von uns verlangt, fast dachte ich, es sei nicht ausführbar, aber es war befohlen,
und es ging. Groß ist aber auch der Erfolg.
Ungarn vom Feinde gesäubert, der Beskiden kamm von unseren Truppen überschritten und Galizien, über dessen Grenze wir heute früh kamen, erreicht.
Unsere Pferde sind kolossal ab. Es sollte heute noch gehörig weiter gehen, aber eine andere Division versperrte uns den Weg. Das ist recht gut, da haben Menschen und Tiere die Möglichkeit, sich zu erholen.
Unverständlich ist es mir, jetzt, wo ich das Gelände auch auf der galizischen Seite der Beskiden kenne, daß die Oesterreicher von den Russen sich seinerzeit den hohen Kamm haben herunterwerfen lassen. Aber das spricht für die Güte der russischen Truppen. Die Gefangenen, die ich heute sah, sind meist noch sehr jung, aber kräftig, und ihr Wider⸗ stand, selbst nachdem ihre Offiziere sie ver⸗ lassen hatten, beweist ihre Tüchtigkeit.
Uleine Mitteilungen.
Die Erwartung, daß die Festversammlung, die am vorigen Sonnkag, abends 8 Uhr, zur Erinnerung an die vierhundertjährige Wiederkehr des Reichstages zu Worms in der Johanneskirche stattfand, viele Teil- nehmer anziehen werde, hatte sich erfüllt. Schon lange vor der festgesetzten Stunde war das Gotteshaus, dessen mangelhafter


