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Vatler in die frohe Ewigkeit voraus⸗ gegangen sind.

Seiner Krankheit betrefsend; so hat selbige

in einer äußersten Verhärtung der Leber bestanden, welche schon vor gar vielen Jahren ihren Anfang genommen und durch die harte Drückung des Magens seit ohngefähr einviertel Jahr gar empfindliche Krampf⸗ und Magenschmerzen verurfacht, welche auf keine Weiße haben können gehoben werden, sondern die Kräfte sind dadurch gäntzlich verzehrt worden, biß daß endlich die Gelb⸗ sucht und eine innerliche Entzündung darzu⸗ geschlagen, woran er vorgestern den Sten dieses Nachmitlags kurz vor 3 Uhr mit starkem Gebeth und Glauben unter in⸗ 9 Fleelen dero Anwesenden, zu

Gott seinen unsterblichen Geist, seinen ge⸗ treuen Heiland und Erlöser, dem er sich in seiner langwierigen und schmertzhaften Krankheit gedultig und gelassen ergeben, zu getreuen Händen überliefert, nachdem er sein Leben gebracht hat auf 46 Jahre 6 Monathe und etliche Wochen. Der Herr erfreue ihn in den Wohnungen des Frie⸗ dens, und sey der Verlassenen Vatter, Ver⸗ sorger und Beschützer, wie Er verheißen hat.

*

Die hier eingeklammerten Zusätze rühren von dem Herausgeber her. Die Sprache dieses Lebenslaufs ist sehr ungelenk, die vielfach eingestreuten lateinischen Ausdrücke machen das Schriftstück für viele unver⸗

ständlich. Als es abgefaßt wurde, waren

die deutsche junge

Lessing und Klopstock, die Sprache gereingt haben, noch Männer.

Uleine Mitteilungen.

Vor 10 Jahren wurde von einem Herrn Ernst Edler von der Planitz in 5 Bänden ein Werk herausgegeben über den angeb⸗ lichen Brief eines ägyptischen Arztes Benan der ein Jugendfreund Jeu gewesen sei und ausführliche Wil angen über sein Leben gemacht habe. Das Buch fand in der Wissen⸗ schaft keine Beachtung. Nun hat der Ver⸗ fasser angeblich auf einer Papyrusrolle einen neuen Hinweis gefunden, der die Echtheit des Benanbriefes erhärtet. Seltsamerweise sind die Originale beider Apokryphen bisher nicht veröffentlicht worden, ja, der Benan⸗

brief soll verloren gegangen sein. Nun hat

der Professor der Theologie an der Uni⸗ versität Berlin, D. Schmidt, den angeb⸗ lichen Brief unter die Lupe genommen und hat seinen Quellen nachgeforscht. Professor Schmidt ist es nicht zweifelhaft, daß, aus welchen Gründen immer, der Brief gefälscht und sein Verfasser kein Aegypter, sondern, Herr von der Planitz ist. *

Die allgemeine Teuerung und Steigerung der Unkosten macht sich auch bei der Bibel⸗ verbreitung sehr bemerkbar. Während 1907, noch 2 623 216 Bibeln und Bibelteile in

Deutschland verbreitet werden konnten, ist diese Zahl, wie der neueste 107. Jahres- bericht der würtlembergischen Bibelanstalt feststellt. 1918 um fast 1 Million auf 1697 264 gesunken. Welches Bild werden erst die Zahlen von 1919 und 1929 geben!

Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 16. Januar, 2. n. Epiphanias.

In der Stadtkirche. Vormittags Uhr: Pfarrer Becker. Vormit ags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfarrer Becker. Abends 5 Uhr: Pfarr⸗ assistent Ramge. Montag den 17. Ja⸗ nuar, abends 8 Uhr: Vereinigung der kon⸗ firmierten männlichen Jugend der Mat⸗ thäusgemeinde. Dienstag den 18. Ja⸗ nuar, nachmittags 4 Uhr: Frauenmissions⸗ verein. Donnerstag den 29. Januar: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Matthäusgemeinde.

In der Johanneskirche. Vorm. Uhr: Pfarrer Aus seld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johan esgemeinde: Pfarrer Aus eld. Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Abends ½8 Uhr: Ver⸗ einigung der konfirmierten männlichen Ju⸗ gend der Johannesgeme nde Montag den 17. Januar. abends 1/8 Uhr: Vereini⸗ gung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde.

5 Evang. Arbeiter verein.

Sonntag den 16. Januar vorm. 11 Uhr:

Besichtigung des Säuglingsheims. Zusam⸗ menkunft an der Stadtkirche. Rege Beteili⸗ gung auch der Frauen erwünscht. Die Geistliche Musikaufführung findet Sonntag den 30. Januar, abends 8 Uhr, in der Stadtkirche statt. Mitwirkende: Fran Land⸗ gerichtsrat Schudt(Alt), Frau L Scholz (Melodramen), Herr Organist Görlach (Orgel), die Herren Egly, Gernhardt, Her⸗ tel, Junker, Währum(Streichquin et) sowie unsere Gesangsabteilung. Karten zu 1 Mk. bei den Mitgliedern Bingel Bit ner, Heß und Scholz sowie in der Musikalienhand⸗ lung Challier Man sichere sich recht zeitig Karten! Wartburg⸗ Verein.

Sonntag den 16. Januar, abends 8 Uhr im Markussaal. Kirchstraße 9: Familien⸗ abend. Musi alische Darbietungen: Vortrag des Herrn Pfarrer Schorlemer-Lich über: Ungarn, Land, Leute, Sitten und Ge⸗ bräuche. Eintritt für Mitglieder und deren Angehörige frei. Freunde und Gönner sind herzlich eingeladen besonders die Eltern unserer jüngeren Mitglieder(Der Saal ist geheizt.) Der für den 30. Januar vor⸗ gesehene LichtbildervortragDas Bergische Land wird wegen der Musi'auf führung des Ev. Arbeitervereins am gleichen Tage auf den 6. Februar verlegt.

Rerantwortsich: pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universitäts- Buch und Steindruckerel R. Lange, Gießen.