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der Stelle, wo sich jetzt noch das Stück Grenzmauer zwischen dem Engelbachschen und dem Nattmannschen Haus befindet. Die Gartenstraße ist an die Stelle der alten Chaussee getreten, welche an dem erwähnten Tore als solche ihr Ende hatte und sich hinter ihm nach rechts als Fahrweg für die 5 1 links als Fußweg für die Besucher des Lokals fortsetzte. Die Bergstraße ist der ausgebaute alte Fahrweg längs der Nord⸗ seite des Gartens bis zum Schiffenberger
Weg. (Fortsetzung folgt.) Etappe Langen.
Erinnerungen aus den Jahren 1813 bis 1815 von Karl Friedrich Maurer,
mitgeteilt von Dr. Karl Esselborn.
Der Verfasser der folgenden Erinnerungen, Friedrich Maurer, war am 2. Fe⸗ bruar 1781 zu Ingweiler geboren als Sohn des dortigen Amtsschaffners Johann Ludwig Maurer. Seine Jugend verlebte er in Pir⸗ masens, wohin sein Vater Ende des Jahres 1781 versetzt worden war. Ende des Jahres 1793 kam er nach Darmstadt besuchte dort noch zwei Jahre lang das Gymnasium und trat am 6. Juli 1796 in das erste Leib⸗ grenadierbataillon ein, das eine Woche später seinen Marsch nach Triest antrat und Ende des folgenden Jahres wieder nach Darm⸗ stadt zurückkehrte. Im Mai 1803 wurde er zum Leutnant ernannt und bald darauf zu der neu gebildeten Brigade Groß- und Erb⸗ prinz, dem späteren vierten Infanterieregi⸗ ment, damals in Arnsberg, Brion und Werl stationiert, versetzt. Als Brigadeadjutant machte er den Krieg von 1806/1807 gegen Preußen mit. Nach dem Kriege kam das erste Bataillon nach Darmstadt, das zweite nach Butzbach und das Füsilierbataillon und der Stab nach Friedberg in Garnison. Im August 1808 wurde das Regiment für Spa⸗ nien mobil gemacht. Dort kämpfte Maurer, bis er in der Nacht vom 6. zum 7. April
1812 bei dem Sturm der Engländer auf die
Festuno Badajoz an der linken Hand schwer verwundet und gefangen genommen wurde. Bis Mitte Juni 1813 war er in englischer Kriegsgefangenschaft in Montgomery, dann wurde er als kriegsuntauglich nach Hause entlassen.
Bald nach seiner Rückkehr in die Heimat legte er die Prüfung für den Verwaltungs⸗ dienst ab, und am 2. Oktober 1813 wurde er als Nachfolger des Hofkammerrats Johann Valentin Heim zum Rentamtmann des Amtes Kelsterbach mit dem Wohnsitze Langen ernannt. Noch ehe seine Anstellung definitiv geworden war, hatte er sich im Sommer
1813 mit der am 8. Februar 1793 geborenen Marianne Hollenhorst, der Tochter des Zuchthausinspektors Norbert Hollenhorst in. Arnsberg, mit der er sich während seines dortigen Aufenthaltes verlobt hatte, ver- heiratet Bereits am 14. Dezember 1814
starb sie an den Folgen eines unglücklichen Wochenbetts. Im November 1815 schloß er zu Langen eine zweite Ehe mit Luise Schenk zu Schweinsberg(geb. 15. Februar 1792), der Tochter des Freiherrn Schenk zu Schweinsberg auf Hermannstein. Bis 1821 bekleidete er die Rentamtmannsstelle in Langen, dann wurde er zum Rat bei der neu errichteten Rechnungskammer in Darm⸗ stadt ernannt. Im Jahre 1856 trat er als Geh. Oberrechnungsrat in den Ruhestand. Am 18. Juni 1833 zum zweitenmal Witwer geworden, verheiratete er sich zwei Jahre darauf zum drittenmal mit der kinderlosen Witwe des Amtskellers Pohl(gest. 1830), Johanna geb. Machenhauer(geb. 14. März 1796), deren Vater Amtmann in Drei⸗ eichenhain gewesen und kurz zuvor(5. Mai 1835) zu Offenbach gestorben war. Auch sie überlebte er um ein Jahr und starb am 20. Juni 1868.
In den Jahren 1852 bis 1865 zeichnete Maurer in drei Foliobänden„Erinnerun— gen aus meinem Leben“ auf. Der zweite Band behandelt die spanische Kriegszeit und die Zeit der englischen Gefangenschaft, die beiden andern enthalten die Zeit vorher und nachher. In dem ersten Teile sind besonders wertvoll die anschaulichen Schil— derungen von Pirmasens zur Zeit des Land grafen Ludwigs IX., während der zweite Band eine überaus wichtige Quelle für die hessische Kriegsgeschichte, insbesondere die SGeschichte des vierten Regiments bildet. Die Pirmasenser Erinnerungen wurden im Jahre 1916 in Band 28 bis 30 der hessi schen Volksbücher(Pirmasens und Buchs weiler) und größere Abschnitte aus dem zweiten Bande im Jahre 1912 in den„Bil dern aus den Aufzeichnungen Karl Friedrich Maurers über den spanischen Feldzug und seine englische Gefangenschaft“(Vom Rhein. 11. Jahrg. S. 67— 78, 88—94; 12. Jahrg. S. 1—7, 14 f., auch als Sonderdruck er schienen) veröffentlicht. 0
Die folgenden Mitteilungen stellen eine etwas gekürzte Bearbeitung des Anfangs des im Jahre 1856 begonnenen dritten Bandes dar, der bis jetzt noch nicht der Benutzung zugänglich gewesen ist, während von den beiden ersten Bänden sich un— wesentlich gekürzte Abschriften im Staats- archiv zu Darmstadt befinden. Die etwas breit angelegten Schilderungen Maurers geben ein plastisches Bild von all den Truppenmassen, die in den Jahren 1813 bis 1815 durch Maurers Amtssitz Langen hindurchgekommen sind, und sind sowohl kulturgeschichtlich wie ortsgeschichtlich von Bedeutung. Deshalb verdient auch der Eigen— tümer der Erinnerungen, Maurers Enkel, Herr Landgerichtsrat Dr. Gustav Maurer in Darmstadt, den Dank der hessischen Ge schichtsfreunde für die bereitwillige Erlaub— nis der vorliegenden Veröffentlichung.
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