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des Flugs herausgeflogen ist, ohne daß das Geschoß platzt) durchschlug zwei aneinander stehenden Pferden den Hals, so daß sie soforl tot waren. Menschen kamen zum Glück nicht zu Schaden. Ich ließ meine Pferde hinter der Höhe zurück und ging in der Nacht in Begleitung von Nebel und Thüre mit zwei Geschützen und einem Muni⸗ tionswagen gleich weiter auf die Beskiden⸗ höhe. Der Weg wurde immer steiler und schlechter; vor jedes Fahrzeug wazen acht Pferde gespannt. Ich ging mit Thüre etwas vor, da die Pferde öfter verschnaufen muß⸗ ten. Um Uhr waren wir beide oben, wo die beiden Geschütze in einer Waldlich⸗ tung in Deckung gehen soll ten. Ringsherum lag unsere schlasende Infanterie. Wir legten uns in einen russischen Unterstand und dach⸗ ten, noch etwas schlafen zu können. Aber schon nach einer Viertelstunde war das erste Geschütz da. Die Nacht war sternenhell ge⸗ wesen, aber der Mond schien nicht, und in dem dichten Wald konnten wir oft keine zwei Schritte weit sehen. Bald kam auch das zweite Geschütz an. Die Luftentfernung von unserer alten zur jetzigen Stellung betrug Kilometer, aber letztere liegt 400 Meter höher. Zu dem Marsch hier herauf hatten die Geschütze, wenn ich den Aufenthalt abrechne, 3 bis Stunden gebraucht. Ich ließ die Geschütze sich eingraben. Inzwischen begann es hell zu werden. Ein Tag brach an, der sehr schwer werden mußte. Ich legte mich noch etwas um, konnte aber nicht schlafen. Dann sprach ich mit dem Infanterieführer, Oberstleutnant Stempel bom Res.⸗Inf.⸗Rgt. 118, zu dessen Unterstützung ich vorgeschickt war. Seine vorderste Ink anterielinie lag noch höher wie meine Geschützstellung, am Waldrand auf 850 m dem feindlichen, etwas höher gelegenen Schützengraben auf dem Megelingrun gegenüber. Am Nach⸗ mittag des vorhergehenden Tages hatte sich unsere Infanterie, was ich von meiner Be⸗ obachtungsstelle aus verolgt hatte, vor⸗ sichtig bis hier auf die bewaldeten Höhen vorgearbeitet. Wir besanden uns jetzt auf über 700 m Höhe, während Virava auf 300 m Höhe liegt. Ich war also mit meinen Geschützen um 400 m, senkrecht gemessen, hinaufgeklettert. (Schluß folgt.)

Mleine Mitteilungen.

Wir verweisen unsere Gemeindeglieder noch einmal auf den Familienabend, der Sonntag den 10. April, abends 8 Uhr, in der Jo⸗ hanneskirche zur Erinnerung an den Reichs⸗ tag zu Worms stattsindet. Das Programm ist unterKirchliche Anzeigen in dieser Nummer veröffentlicht. Wegen der großen Bedeutung die der Reichstag zu Worms sür die Geschichte der evangelischen Kirche hat, richten wir an alle Gemeindeglieder die Aufforderung, sich recht zahlreich an dieser Veranstaltung zu beteiligen.

Kirchliche Anzeigen. Sonntag den 10. April. Misericord. Domini.

In der Stadtkirche. Vormittags Uhr: Pfarrer Becker. Vormittags A ee Kinderkirche für die Markusgemeinde: Pfarrer Becker. Montag den 11. April, abends 8 Uhr: Helferversammlung der Markusgemeinde. Mittwoch den 13. April, abends 8 Uhr, im Matthäussaal: Luther⸗ feier der Männer- und Frauenvereinigung der Matthäusgemeinde. Vortrag des Herrn Professor D. Schian überDer Wormser Reichstag und wir. Musikalische Darbie⸗ tungen. Sonntag den 10. April, abends 8 Uhr: Vereinigung der kon irmierten männ⸗ lichen Jugend der Matthäusgemeinde.

Zn der Johanneskirche. Vorm. 9 Uhr: Pfarrassistent Müller. Vormitlags 11 Uhr: Kindertirche sür die Johannesgemeinde: Piarrer Ausfeld. Abends 8 Uhr: Fa⸗ milienabend zur Feier der 400jährigen Wiederkehr des Reichstages zu Worms. Orgelvorträge des Herrn Organisten Habicht, Mitwirkung des Kirchengesangvereins, Vor⸗ trag des Herrn Geh. Kirchenrats Prof. D. Dr. Krüger. Donnerstag den 14. April, abends 8 Uhr, im Johannessaal: Vortrags- abend. Jugendvereinigung der Lulas⸗ gemeinde im Lukassaal: Montag den 11. April, abends 8: weibl. Abteilung, Diens⸗ tag den 12. April, abends 8: männl. Ab⸗ teilung.

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Evangelischer Arbeiterverein.

Sonntag den 10. April, abends 8 Uhr: Teilnahme an der Lutherfeier in der Jo⸗ hanneslirche. Montag den 18. April: Teilnahme an der Lutherfeier; s. Wartburg⸗

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Wartburg⸗ Verein.

Sonntag den 10. April: Tagestour mit Abkochen. Abmarsch 7 Uhr Ludwigsplatz; Führer: Engels und Pfaff. Abends 8 Uhr: Teilnahme an der Lutherfeier in der Jo⸗ hannesklirche. Montag den 18. April in der Turnhalle an Oswaldsgarten, in Ver⸗ bindung mit dem Ev. Bund. Ev. Arbeiter⸗ verein. Gustav⸗Adol Verein: Lutherfeier. Musikalische Darbietungen. Auffü rung des SchauspielsLuther in Oppenheim, Rezi⸗ tationen von Frau Mendels ohn-Bartholdy, Gesangsvorträge Frau Diehl. Karten zu 2 Mark an den Vereinsabenden.

Sonntag den 17. April: Gemeinsamer Gottesdienst in der Johanneslirche, unter Mitwirkung des großen Streichorchesters (Freunde und Mitglieder des Vereins).

Verantwortlich: Pfarrer Bechto Isheimer. Druck und Verlag der Brühl'schen Universstäts⸗Buch⸗ und Steindruckerei R. Lange, Gießen.