Ausgabe 
31.12.1914
 
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Ter Kampf wurde alsdann abgebrochen. Die Gesamtver-

luste der Italiener betrugen 40 Tote, darunter, wie gemel­det, Bruno Garibaldi, und 150 Verwundete.

Eine dreiste Unwahrheit.

(W. T. B. Amtlich.) DieNorddeutsche Allgemeine ;(tg." schreibt unter dem Titel:Eine dreiste Unwahrheit":

Tic LondonerMorningpost" hat sich, wie wir einem ru- manischen Blatte entnehmen, von ihrem Mitarbeiter aus Ungarn schreiben lassen, es werde ernstlich daran gearbei- tct, den ungarischen Thron dem Prinzen Eitel Friedrich von Preußen zu übertragen. Diese Ausstreuung soll hetze­rischen Zwecken dienen, und in deutschfeindlichem Sinne auf die ungarische, wie auch auf die rumänische Presse wir­ken. Deshalb stellen wir fest, daß die Behauptung der Morningpost" eine dreiste Unwahrheit ist.

Die Ittllhlacht bei dtn Mllllids-Ilijeln.

London, 30. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Der gestrige Daily Telegraph" berichtet nach einem Telegramm der New York Times" ans Buenos Aires vom 17. Dezember: Der Kommandant des kleinen KreuzersDresden" gab dem deutschen Konsul in Punta Arenas folgende Schilderung des Kampfes bei den Falklandsinseln: Das deutsche Ge­

schwader verließ den Stillen Ozean und ging um das Kap Horn nach den Falklandsinseln. Ehe cs dort ankam, sandte Admiral Graf v. Spce einen Kreuzer voraus, um festzu- stellen, ob englische Schiffe anwesend seien. Der Kreuzer berichtete die Anwesenheit zweier englischer Kreuzer. Der . niral traf sofort die Vorbereitrnrgen zum Kampfe. Als !uns den Inseln näherten sahen wir nicht zwei, sondern 's Kreuzer, aber der Admiral hielt an seinem Entschluß Noch später bemerkten wir zwei Schlachtkreuzer der ?ii Klasse am Bnchtcingange. Die Wctterbedingungcn wa- i! ausgezeichnet. Der Admiral beschloß mit derScharn- hc.it" und derGneisenau" den Kampf aufznnehmen und . fahl den drei anderen Schiffen sich zu zerstreuen. Das englische Geschwader wurde hierauf von derScharnhorst" und derGneisenau" angegriffen, während dieLeipzig", Nürnberg" undDresden" verfuchten, außer Schußweite zr gelangen. Tie englischen Schiffe führten 34.3 Ctm.-Ge- schübe, die beiden deutschen Panzerkreuzer nur 21 Etm.» Geschüde. Der Kommandant derDresden" entnahm eng­lischen Radiogrammen den Untergang derScharnhorst" undGneisenau", wußte aber nichts über das Schicksal der .Leipzig" undNürnberg".

Der österreichische Generalstab i . .. - meldet:

Wien, 30. Dez. (SB. B. Nichtamtlich.) Amtlich wird cerlautbart: 3». Dezember mittags: Zn Len Karpathen zrif- ien unsere Truppen nördlich des Uzsoker Paffes an und nah- men mehrere Höhen. Nördlich des Lupkower Paffes brachte ein Gegenangriff die Vorrückung der Ruffcn zum Stehen. Wet- tcr westlich ging der Feind mit schwächeren Kräften an einzelne Uebergänge heran. Nördlich Gorlice, nordöstlich Zalliczyn und an der unteren Nida brachen die russischen Angriffe unter schweren Verlusten zusamm-n. Im Raume östlich und und südöstlich Tomaszow machten die Verbündetem Fortschritte. Auf dem Balkankriegsschauplatz herrschte an der serbischen Grenze Ruhe. Nächtliche Angrisse Ser Montenegriner auf Gut bei Slvtovac und auf Lastva bei Trebinje wurden ahgewiesen.

Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabs: von H ö s c r , Feldmarschalleutnant.

Die Kriegslage in Galizien.

Der Kriegsberichterstatter der WienerReuen Freien Presse", Roda Roda, erfahrt über die militärisch! Lage solgeu- Nach denEchos" bei Lodz einerseits, bei Bochnia und imanowa andererseits, mußte dos erste Bestreben der Russen j:un, sich der deutschen und österreichisch-ungarischen Umklamme- rung zu entziehen. Bor allem hieß cs, die gefährliche konvexe Front in eine mehr gradlinige umzusormsn. Indem der russische Generalissimus der schwer bedrohten südlichen Flanke mit großen Verstärkungen zu Hilje kam, schasste er ihr die nächste und ärgste Bedrohung von, Leibe. Wir aber waren da­durch genötigt, dem russischen Stoße schrittweise fechtend auszu- losichcn und aus den Kamm der Karpathen zurückzugchen. Da­mit erlangten die Ruffcn auch de» Vorteil, daß sie die mllhe- uud verlustreiche, zwei Monate dauernde Einschließung Przc- mysls einstweilen noch Nicht auszugcben brauchten, dem aber der Nachteil gcgenüberstcht, daß sie eine» großen Teil ihrer Kräfte fern von dem Hauptkamptseldc in Russisch-Polen ses!- lcgten.

RnWche Wcihnachtsgrüße.

Wien, 30.'Dez. (W. B. Nichtamtlich). Eine rusiischc 45 iteric übermittelte der Festung Przemqsl solgende Weih- « chtswünsche" Wir wünschen Ihnen und all den tapferen 3 , leidigem der Festung von ganzem Herzen ein ruhiges und f^ hliches Wcihnachtsfest, Freude und Friede auf Erden und dl > Menschen ein Wohlgefallen. Gott gebe die Erfüllung al­ter Ihrer Wünsche. Dies ist der ausrichtigste Wunsch der Os­si,-irre und Mannschaften der sünsten Batterie der Tten Artil- teliebrigade-

(Hii österreichisches Rotönch.

Wien, 30. Dez. (W. B. Nichtamtlich). Das in den nächsten Tagen erscheinend« österreichisch-ungarische Rotbuch ist den Blätter» zufolge bereits seit längerer Zeit vorbereltct tnd befindet sich schon im Druck. Es wird jene Aktenstücke ent- ho.lten, die sich aus die umni<c!bare Vorgeschichte des Welt­krieges beziehen. Die bevorstehende Publikation ist zwar an­scheinend die letzte in der Reihe der amtlichen Publikationen,

Neue Tageszeitung. Donnerstag, den 31. De^mbee 1314

allein tatsächlich war Oesterreich-Ungarn di« erste Macht, welch« ,

durch Verössenllichung von Dokumenten da» Recht und di« I Pflicht seiner Selbstverteidigung vor aller Welt klar !

wie dies in der vor Beginn de» Krieges verössentlichten. an die serbische Regierung gerichteten österreichisch-ungarffchen Note und nachfolgendem aide-memoire geschehen ist. Das Rotbuch kann selbswerständlich nicht die eigentlichen, ursprünglichen Gründe des Weltkonfliktes darstellen, weil man hierzu ein« Sammlung von Sitten vieler, vieler Jahre veröffentlichen und weit in die Vergangenheit zurückgreifen müßte. Durch die Veröffentlichung des französischen Eelbbuches und des engli­schen Blaubuchcs ist aber die Notwendigkeit entstanden, zu die­sen Darstellungen Stellung zu nehmen und gegenüber den mehr­fachen Täuschungsvcrjuchen der englischen und französischen Di­plomatie mehrfache Richtigstellungen für die internationale Oesscntlicheit vorzunehmen. In diesen Erwiderungen aus das Gelb- und Blaubuch wird das österreichisch-ungarische Rothuch des deutsche SBeißbuch ergänzen und in der Feststellung der Wahrheit unterstützen. DasFremdenblatt" sagt: Das Rot­buch wird gewiß den Beweis erbringen, daß nicht Deutschland und Oesterreich-Ungarn es waren, die aus der notwendig:» Slhwehr nnferer Monarchie gegen die serbische Vcrbrecherpolitik die Ursache zum Weltkrieg geschaffen haben.

Die Rationalpoleu M» Rußland

Berlin, 30. Dez. Den Mitteilungen des polnischen Preßbureaus, das sich feit einiger Zeit in Berlin befindet, ent­nehmen wir folgendes: Das jetzt in Wien (1. Bezirk Reutor- gasie 0) amtierende oberste polnische Rationalkomitee ist in eine neue Phase seiner Tätigkeit getreten. Es hat sich itt der polnischen Nationalorganisation verbunden, die seit dem Aus­bruche des Krieges auf dein Gebiete Russisch-Polens hervocra- gcnde Dienste gegen das rusiifche Regime geleistet hat. Als Repräsentanten der Rationalorganisation sind dem obersten Ra- tionalkomitce Uniperfitätsprofessor Dr. Tokarz und Dr. Sokol- nicki bcigetreten. Diese Vereinigung der aktivsten polnischen Politiker, die bis jetzt getrennt in Galizien und in Russisch-Po­len gearbeitet haben, verleiht dem Strome der antirussischen Bewegung mehr Wucht und Einheitlichkeit. Ein Resultat von größter Tragweite Ist schon jetzt zu verzeichnen: das Militär- dcpnrtement des polnischen Ratioualkomitecs, das Legionäre unwirbt und organisiert, verlegt seinen Sitz aus Fabian!» lOesterr. Schlesien) nach Rusiijch.Polen. Es ist das erste Mal daß auf dem Gebiets Kongreß-Polens eine national-polnische Militärverwaltung öffentlich ünd offiziell im Einvernehmen mit Regierungen von zwei mächtigen Staaten polnische Streitkräfte gegen den russischen Erbfeind organisiert. Diese Tatsache wird nicht verfehlen, aus hie Eeinüter der Bevölke­rung den tiefsten Eindruck auszuüben.

Die fröinolfn gebrn brn ilfiM

t\m ilntfrlffbootfö i«.

Paris, 30. Dez. (SB. B. Nichtamtlich). Amtlich wird gemeldet: Das französische Unterseeboot Curie, welches von

der Flotte abgesondert wurde, um allein militärische Operatio­nen gegen die vor Pola ankernden österreichisch-ungarischen Kriegsschisse auszuführen, ist zur festgesetzten Frist nicht zu der Flotte zurückgekehrt. Es kann deshalb den Nachrichten der ansländischen Presie Glauben beigemesien werden, denen zu­folge das Unterseeboot versenkt und die Besatzung gefangen ge­nommen worden ist.

Der Krieg im Orient.

Das Ende der russischen Herrschaft auf dem Schwarzen Meere.Ikdam" hebt die Wichtigkeit der gestrigen Berichte des Hauptquartiers hervor und sagt: Werden angesichts solcher bedeutender Tatsachen die Philipescus und Take Jonescus und andere Mitglieder der angebliche» nationalen Liga in Rumä­nien noch immer von der rusiijchcn Cecherrschast sprechen kön­nen? Werden die Rusiophilen in Bulgarien noch behaupten können, daß Warna und Burgas einer Gefahr ausgesetzt sind? Die Kiicgscrcignisie seit Beginn des Feldzuges beweisen, daß das angebliche Ucbergewicht Rußlands im Schwarzen Meere ans Null herabgesunken ist.

Der englische Khcdio in Acht und Baun. Konstantinopel, 30. Dez. (W. B. Nichtamtlich). Eine amtliche Mitteilung gibt bl-kannt, daß gegen Husiein Kemal, den Sohn des ehemaligen Khedivcn Ismail Pascha, Fetwas erlasicn seien, weil er ver­sucht hat, die Souveränität der Türkei über die Provinz Slcgyptcn, die einen integrierenden Teil des osmanischcn Rei­ches bildet, zu verletzen, und durch fluchwürdige Handlungs­weise die llnlerwersung der Provinz unter die Herrschaft Eng­lands in die Wege geleitet hat. Eine amtliche Mitt-ckung kündigt gleichzeitig an, daß beschlosien wurde, Husiein Kcma! seines Ranges und seiner Ehrenzeichen für verlustig zu crlkä- rcn und ihn vor das Kriegsgericht des vierten, für Slcgyptcn zuständigen Slrmeckorps zu stellen. Dem Kommandanten die­ses Korps ging bereits ein entsprechender Befehl zu. Die in der amtlichen Mitteilung erwähnten Fetwas, drei a» der Zahl, wurden von der Agcnce Ottomane in türkischer Sprache veröf­fentlicht. Das erste Fetwa besagt: Wenn ein Muselmane sich England anschließt, da» sich im Krieg: gegen das islamitische Kalifat befindet, und versucht, Begvpten. das einen integrieren­den Teil des Reiches bildet, au» den Staaten des Kalisats her- auszureißen und unter die Herrschaft Englands zu bringen, wenn er sich ferner zum Sultan ausruscn läßt unter dem Schutz der englischen Regierung, beging er dann das Verbrechen des Sicrrats gegen Gott, den Propheten und die islamitische Ge­meinschaft? Antwort: Ja, Das Fetwa ist unterzeichnet:

Hairi, Scheich ul Islam. Das zweite und dritte Fetwa erklä­ren, daß, wenn dieser Muselmane in der Auflehnung verharrt and dem Kalifen nicht gehorcht, er die schlimmsten Strafen der anderen Welt verdient und getötet werden kann Der Eindruck in Aegypten.

Konstantinopel. 30. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Die angekündigten schwerwiegenden Maßregeln gegen Hussein Kemal machen einen großen Eindruck, da sie in der Ge-

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schichte des Islams selten sind. Durch den Beschluß der Re­gierung werden Kemal der Generalsrang

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avgtsprochen. Die in den Fetwas verhängten Strafen konimen einer Proskription bczw, einer Exkommunikation gleich.

Silit ammknilililie |Iotr grgrn Lilglairb.

Washington. 30. Tez. (Meldung des Reuterschen Bu- reaus.) Die Negierung hat England eine Note gesandt, in der sie aus baldiger Verbesserung der Behandlung des ame­rikanischen Handels durch die britische Flotte besteht und warnend darauf hinweist, daß eine große Empfindlichkeit in Amerika "durch das ungerechtfertigte Eingreifen" in den legitimen amerikanischen Handel erzeugt worden sei. Die Regierung sehe sich genötigt, endgültige Mitteilungen über Englands Haltung zu erbiten, um Maßregeln zuiu Schutze des Rechts der amerikanischen Bürger zu ergreifen. Die Skate führt zahlreiche bcsoudcre Fälle von Anhaltung .iiid Beschlagnahme der Ladungen an und erklärt, die Dorstell- ungen seien in freundschaftlichem Geiste gemacht, aber die Vereinigten Staaten erachteten cs für das beste, eine offene Sprache zu führen. Tie Note ist für alle Ententemächte bc- stimmt. In der Note wird gesagt, daß, obwohl die Er- Porteure sich nach den Wünschen der britischen Regierung richteten, keine Verbesserung der Lage der neutralen Schiff- fahrt in, Vergleich mit dem Beginn des Krieges eingctre- tcn sei. Die Note spricht die Hoffnung aus, daß England einsehen werde, welche ernste Bedeutung die fortdauernde Einmischung für die neutrale Schiffahrt habe. Die Note legt Wert daraus, daß Nahrungsmittel bedingte Kontre- bcndc seien, da sie sowohl für die bürgerliche Bevölkerung wie für die Armeen bestimmt seien. Ueber das Anhalten von Schiften auf See sagt die Regierung, daß sie das Durchsuchungsrecht kriegführender Staaten anerkenne, aber der Beweis für die Bestimmung der Ladung für eine feind­liche Nation müsse während der Durchsuchung geführt wer­den. Die Regierung protestiert gegen das Ausbringen neu­traler Schiffe nur auf den Verpacht hin. Die Note betont, daß cs die Pflicht der kriegführenden Mächte sei. den neu­tralen Handel zu beschützen und beschuldigt England, die skandinavischen Kupferladungen anders zu behandeln als die amerikanischen. Die anierikanischen Ladungen nach Italien würden angehalten, während die für Skandinavien bestimmten unbelästigt bleiben. Der holländische Ge- sandte besuchte das Staatsdepartement »nd empfing dort eine Abschrift der amerikanischen Note an England. Der Gesandte sagte, Holland habe England dasselbe erklärt. Tie Vorstellungen Hollands erhielten durch die Forderung der Vereinigten Staaten mehr Gewicht.

Amerikanische Schadcnsansprüche. Washington, 30. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Der Präsident erklärte mit Bezug auf die an England gerichtete amerikanische Note, iit der auf besserer Behandlung des amerikanischen Handels bestanden wird, daß England schließlich einen hohen Schaden­ersatz für die ungesetzliche Feschaltung amerikanischer Schiffsfrachten werde zahlen müssen.

Die Wirkung in England. Der Korrespondent der Morning Post" führt aus, daß eine wirkliche Gefahr drohe und nicht eine eingebildete, weil Amerika, nachdem es Eng- land hcrausgefordert habe, nicht mehr zurückwcichcn könne. Wilson sei fdion wegen seiner Schlappheit und Unterwllr- figkeit England gegenüber ernstlich kritisiert worden, und jetzt sei er in der Lage, die gegen ihn erhobenen Beschuldig- ungen zu entkräften, aber nur, indem er sich der Gefahr einer Reibung zwischen England und der Union aussche. Wilson könne auf die volle Unterstützung seiner Partei rechnen. Die Demokraten seien infolge ihrer Traditio:, von dem Nutzen und von der Notwendigkeit einer kräftigen äußeren Politik überzeugt und die Republikaner müßten von selbst mitgchen, weil die Ehre des Landes auf dem Spiele steht.

Bulgariens Wünsche.

Sofia, 30. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Die offiziöse Narodui Prava" erklärt: Die Befreiung Mazedoniens und die Angliederung an Bulgarien ist seit jeher die Ausgabe der bulgarischen Politik gewesen, die von der ausschlieh- l'chen Sorge uni die Verwirklichung der nationalen Ein­heit geleitet ist, wofür wir jüngst ilngeheure Opfer gebrachst haben. Mazedonien, das im Grunde bulgarisches Land ist und bleibt, trotz aller gegenseitigen Behauptungen, liegt den Bulgaren besonders am Herzen. Es ist lehr natürlich, daß die Beziehungen Bulgariens zu den anderen Staaten in erster Linie durch die Frage bestimmt werden, ob diese unsere nationalen Gefühle, die heutzutage stärker als je sind, durchkreuzen oder zu unterstützen wünschen.

Botha der Lohn eines Mörders.

DasBert. Tagebl." gibt einen Artikel der großen Madrioer ZeitungEt Eorreo Efpanol" wieder, der sich unter dein TitelDer Sohn eines Mörders" mit dem Burengeneral Botha besaßt. Darin heißt eL: Aus den To- Irmenten geht hervor, daß Botha aus Eatalonien flammt. Sein Vater, ein gewisser Vota, aus der Provinz Leriüa ge­bürtig, beging un Jahre 1800 einen Mord. Er floh nach Australien, um seinen Richtern zu entgehe», siedelte daraus nach Pretoria über, wo er sich naturalisieren ließ und sich Botha nannte. Der Geflohene verheiratete sich mit einer Eingeborenen. Aus dieser Ehe entsproß der jetzige Pr:- mier Louis Botha, a>ls dessen Taufsck>ein hcrvorgeht. daß er der Sohn des alten Bota-Pujg. gebürtig aus Lcrida lst. Louis Botha hat niemals ein Hehl daraus gemacht, daß sein Vater ein Spanier war. Verschwiegen hat er nur das Vor- brechen seines Vaters. Botha, dessen Patriotismus nicht