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hat: „Ja den Staub mit allen Feinden Deutschlands!
Amen."
Der Kaiser ging dann an den Tischen entlang und zeichnete viele Offiziere und Mannschaften durch Ansprachen aus.
Eine Whimchlsfeirr au -cr iMfront.
Ein Kriegsberichterstatter schreibt: Einer erhebenden und
rührenden Weihnachtsfeier an der südwestlichen Vogesenkamp- sesfront wohnte ich bei. Im grotzen Saale einer Mädchenschule war ein Lichterbaum sür die Mannschaften ausgestellt, die sich unter dem Gesang rührender Kinderweihnochlslicder •tm ihn versammelte». Jedem einzelnen war ein Weihnachts- leller mit Nüssen. Pfefferkuchen und kleinen Geschenken ausgebaut, wobei die von den Offizieren cingeholten Wünsche der Beschenkten nach Möglichkeit und weitgehend berücksichtigt werden konnten. Dann wurden die Pakete von Hause und Liebesgahcnsendungen unter dem Baume ausgepackt, und wohl keiner der kriegserprobten Landsturmmänner konnte in Gedanken an Weib und Kinder Tränen der Rührung zurückhal- tcn. In einer schlichten Rede betonte ein Kriegsfreiwilliger, daß es ein hehrer Trost in diesen Kriegsweihnachten sei, Got- lcs Allmächtigen Willen zu sühle», datz das ganze deutsche Volk eine grotze Familie geworden sei, so daß die kämpfenden Väter drautzen und die vcrlrffencn Lieben daheim nicht cin- >am, sondern von des ganzen Volkes Liebe und Fürsorge umgeben seien. Wir kämpfen am Weihnachtstage, um unseren Kindern einen ewigen Weihno chtsfricdcn zu erstreiten.
Einen tiefen Eindruck machte es, als ein Teil der seiern- den Krieger mitten aus dem Lichterfcst plötzlich zur Kampfes- sront abberusen wurden und fich im Lichterglanz, die Siegcs- ireude in den Augen, sichtlich gerührt von den Kameraden -rabschiedeten.
Noch eine Ansprache desKaisers.
Einem ihr zur Verfügung gestellten Briefe eines Offiziers nom östlichen Kriegsschauplätze entnimmt die „Kreuzzeitung folgende Mitteilung:
„Bor einigen Tage» hat uns Seine Majestät der Kaiser besichtigt. Ich gebe den genauen Wortlaut seiner Ansprache hier wieder: „Liebe Kameraden! Ich bin hierhergekommen aus Frankreich, um Euch den Erutz Eurer Kameraden aus dem Westen zu bringen und Euch meinen Königlichen Dank zu sagen sür die Tapferkeit, mit der Ihr getreu Eurem Fahneneide die llebermacht der Russen bisher siegreich geschlagen habt. Alles dieses habt Ihr mit Gottes Hilfe getan und Er möge Euch weiter helfen. Euren andern Kameraden in den Schützengräben bringt meinen Königlichen Erutz, aber dem Feinde die Kugel und das Bajonett, und das eine sage Ich Euch: „Geschlagen wird der Feind unter allen Umständen!"
Lowicz eingenommen.
Datz Lowicz, einer der wichtigste» Eisenbahnknotenpunkte im nördlichen Polen, dessen hohe Bedeutung selbst von russischer militärischer Seite längst in einem Bericht ganz besonders hcrvorgehoben worden ist, von unfern heldenmütigen Truppen, die unter dem Befehl des Generalleutnants v. Morgen kämpfen, eingenommen worden ist, haben die deutschen Tagesberichte nicht ausdrücklich verzeichnet. Wir wissen, wie knapp die Berichte von unserer Ostarmee lauten und datz sich hinter den kurzen Sätzen wichtige Erfolge verbergen. Einem russischen Bulletin war hne weiteres zu entnehmen, datz Lswirz in deutschem Besitz- sein mutzte, Uebcr die Besetzung dieser Stadt gibt folgender Feldpostbrief eines im Osten kiimp- senden Offiziers einen anschaulichen Bericht: „So sind wir denn nach lttägigen schweren Kämpfen in den Besitz von Lowicz gekomnien. Die Stadt, die die Russen zur Festung ausgebaut hatten, wurde von ihnen als Schliisfelpunkt ihrer ganzen Bzuraslcllung harinäckig verteidigt. Rach ununterbrochenen Anstrengungen und Kämpfen unserer Truppen, und nach- ' m wir Schnellbrücken über den Bzurakanal geworfen hatten, ,nntcn wir endlich in die durch unsere Artillerie und belon- ders die österreichisch-ungarischen Motorbattericn ziemlich mitgenommene Stadt einrücken. Am Abend kamen wir auf dem grotzcn Platz an, wo die Reserve des Korps stand und Wachtfeuer angezündct hatie. Es war ein wunderschönes Kriegsbild, Aber als dann, nachdem unser Kommandierender, General v. Morgen, eingeritten und am Postgebäude abgestiegen war und alles auf ihn zuktürztr, um ihn zu dem Erfolge seiner heldenmütigen Truppen zu beglückwünschen, nun plötzlich die Mannschasten den Choral von Lcuthen anstimmten — das war einer der ergreifendsten Augenblicke dieses ganzen Krieges."
Der vttungMe rnah fJarßof; in die llortlrr.
London, 25. Dez. (Nichtamtlich).
In dem Bericht der englhchen Admiralität über de» Angriff auf die deutsche Rordseciüftr heitzt es: Drei englische Flieger kamen aus Tauchbooten, die ihnen Beistand leisteten, zurück. Ihre Flugzeuge waren gesunken. Ern Flieger wird ocrmitzt. Sein Flugzeug wurde 12 Kilometer von Helgoland als Wrack gesehen. Sein Los ist unbekannt.
Noch eine Beute der „Leipzig".
Kurz vor der Seeschlacht bei den Falklandsinseln war cs dem deutschen Kreuzer „Leipzig" gelungen, noch ein englisches Kohlcnschisf, den „Drummicr" von Swansea nach Valparaiso unterwegs, in den Grund zu bohren. Die Bemannung des Schisses wurde jetzt von dem deutschen Dampser „Seydlitz" im Hajen von Port San Antonia Oeste gelandet.
<raiislißlcht Mkriaytli in Kamerun.
Rotterdam, 2ö. Dez. Rach hier vorliegenden amtlichen Meldungen aus Kamarun haben französische Abteilungen eine schwere Niederlage durch die deutschen Truppen erlitten. Die Franzosen wurden von den Deutschen plötzlich
»!««« Tageszeitung. Dlensra». Mn z». wezemoer isx«
überfallen und mutzten stch fchleunigst zurückziehen, nachdem sie drei Offtziere und 14 Mann verloren hatten. Ebenso erlitten die Engländer am 5. Dezember eine Schlappe bei dem Dorfe Laum, 38 Kilometer nördlich von Mujuka, sic verloren einen Offizier und 28 Mann. Infolge des deutschen unverhofften Widerstandes ist der Jnvasionsplan insofern abgcändert worden, als die englischen Ctreitkräste jetzt von Bonowert aus an der Eisenbahnlinie nordwärts marschieren,
Deutschlands neue Kämpfer.
Die „Times" berechnen, datz Deutschland noch vier Millionen ungeübter Männer verfügbar habe, die jetzt ausgcbil- dct würden. Sie würden zwar nicht so gut fein wie die jetzigen Fcldtruppen: aber der militärische Geist werde die Schwierigkeiten überwinden. In Deutschland bestehe kein Wassenmangcl. Deutschland habe vielmehr Gewehre sür den österreichischen Landsturm abgeben können. Wahrscheinlich werde Deutschland im Frühjahre sehr kräftige Anstrengungen machen, um den Sieg zu erringen. Es fei um fo nötiger, datz die Verbündeten alle Kräfte einsetztcn, da nicht nur mit der deutschen, sondern auch mit der Macht Oesterreich-Ungarn zu rechnen sei.
Der österreichische Generalstab _ = meldet : ======«
Wien, 28. Dez. Amtlich wird verlautbart: 28, Dezbr,, mittags: Wörtlich des Dullapasies wichen unsere Truppen den Angriffen der Rüsten i» Stellungen näher am Karpathenkomme aus. Zwischen Bialla und Dunajee im Raume nordöstlich Zakliczyn wurden sehr heftige Angriffe des Feindes abgc- wicfen. Sonst hat sich auf dem nordöstlicheä Kriegsschauplatz nichts Wesentliches Ereignet.' Im Süden herrscht, von einige» Ercnzplänkeleien abgesehen, oolliommenc Ruhe, Die Serben sprengten wieder die Scmlincr Brücke,
Der Stellvertreter des Chcss des Ecneralstabs: v, H ö f e r , Feldmarschalleutnant,
Das Ausweisen der (OrHrrrriilur.
Der militärische Sachverständig: der „B, Z, a, M," schreibt: Wenn auch bas Zurückgehen der österreichisch-ungarischen Heeresgruppe in südlicher Richtung an und für sich unerwünscht ist, fo liegt doch kein Grund zu Bcforgnisten vor, Znächst mutz darauf gerechnet werden, datz die Oestcrreicher sofort die notwendigen Gegenmatzregeln eingeleitet haben, um wieder einen Umschwung der Lage herbeizuführen. Bis diese wirksam werden, können sie aber in dem schwierigen und schwer zu durchschreitenden Karpathengelände das Vordringen des Gegners erfolg» reich aufhalten. Es ist auch zu berücksichtigen, datz die eigentliche Entscheidung nicht in Galizien, sondern in Westpolcn fallen wird. Ist dort der Gegner entscheidend geschlagen und Ziim Zurückgehen in das Landesinnerc gezwungen, so wird da- dnrch auch gleichzeitig das Schicksal von Galizien entschieden. Aus diesen Gründen sind die Nachrichten über das erfolgreiche Vorschreiten der Berbündeten am Bzura- und Rawka-Adsckmilt bedeutungsvoller und wichtige: als das Zurückgehen der österreichisch-ungarischen Truppen in Galizien.
Das Drot fiir's tro-imende Jahr aeiilhert.
Budapest, 21 . Dez. Az Gr(t veröffentlicht die Unterredung eines Mitarbeiters mit dem Ackerbauminister Baron Ghyllanyi. Der Minister legte dar, datz aus den cin- gelauscncn Berichten mit ziemlicher Gewißheit festgcstellt werden könne, daß die landwirtschaftliche Lage des Landes günstig und sür das kommende Jahr das Brot gesichert sei. Die mit Getreide bebaute Fläche sei Heuer größer als im Vorjahre: insbesondere sei Weizen mehr angebaut worden. Die Wittcrungsverhüitnisse seien bisher anßc-rordent- lich günstig gewesen, auch die Vorbereitungsarbeitcn >ür den Frühjahrsanbau seien befriedigend. Bezüglich der Pferdezucht seien alle Vorkehrungen zur Aufrechterhaltung des PierdebestandeS getroffen. Tie Regierung traf mit den, Kriegsministerium die Vereinbarung, daß die ausgcinusicr- ten und verwundeten Pferde in Zukunft nicht versteigert, sondern der Regierung zwecks Verkaufes zu billigen Preisen an die kleinen Landwirte zur Verfügung gestellt werden-
Der Krieg im Orient.
Die Kümpfe im Kaukasus. Koustantinopel, 27, Dez. Der „Tanin" saßt die bisherigen Operationen auf dem kaukasischen Kriegsschauplatz zusammen. Das leitende Blatt hebt hervor, daß die ottomanische Armee ihr Hauptgewicht gegen den russischen rechten Flügel eiusetztc. Bei ihrem Vormarsch im Tale des Id, :velck>cs die einzige Passage zwischen de:» Arar und dem Gebirge von Lasistan bildet, stieß sie ans den Feind zwischen Id und Oldi. Es kam zu einem hartnäckigen Kampf, der mit der Niederlage der Russen abschloß- Der „Tanin" bebt das äußerst schwierige Terrain sowie die Ungunst der Jahreszeit hervor, was de» türkischen Sieg doppelt einschätzcn läßt. Die türkisck>c Flankenbewegung bat sofort die Gesamtlage des russischen rechten Flügels beeinflußt, der seine im Tale des Arat besetzten Stellungen räumte, Der „Tanin" glaubt sicher annehmen zu können, daß die russische Armee auch das Tal des Mnrad Tschai ansgeben muß und damit der letzte kleine Rest ottomanischen Gebietes, der von den Russen besetzt ist, gesäubert wird. Das Blatt ineint, die Stadt Olti werde in den nächsten Tagen durch die türkischen Streitkräste besetzt weiden können.
Erfolge brr Türken an der rusiisch-persischen Grenze. Konstantinopek, 28. Dez. Die Türken suchen ihre jüngsten Erfolge bei Olti nach Möglichkeit auSzunuhen. Wie vermutet wird, rücke» sie vor und bedrohen von Olti aus die Verbindungslinien der aus der Straße von Kars stebender. Truppen. Wie hierher berichtet wird, entwickeln sich die
Dinge an der russisch-pcrstschen Grenze befriedigend. Die persischen Stämme hoffen, binnen sechs Wochen alle Vor- bereitungen getroffen zu haben, die ihr Eingreifen in den Kampf an der Seite des Türkenheeres ermöglichen.
Der türkischst Flottenersolg. Berlin, 28. Dez. Die „Vossische Zeitung" meldet: lieber den gestern genieldeten türkische» Sieg im Schwarzen Meer wird weiter noch bekannt: Die „Hnmidie" beschoß am 24. Dezember Votum mit Erfolg. „Midilli" begegnete der russischen Flotte am 24. Dezember in der Nähe von Amasta. Sie beschoß das russischst Linienschiff „Rostislaw" mit Erfolg und versenkte die beiden Minenleger „Lieg" und „Athos." Als dann am 25. Dezember das türkische Schiff „Sultan Jawus Se- lim" sich näherte, zog sich die russische Flotte schleunigst nach Sewastopol zurück. Offenbar hatte die russische Flotte die Absicht, die türkischen Küstengewässer an dem Ansgang des Bosporus mit Minen zu verseuchen.
Konstantinopcl, 28, Dez. (Nichtamtlich.) Nach glaubwürdigen Mitteilungen hat das Seegefecht, von dem die amtliche Mitteilung sprach, bei Zunguldak ftattgefunden. Es heißt, daß die Russen durch die Versenkung von Schiffen den Zugang zum Hasen von Zunguldak, der Kohlenstatio» ist, versperren wollten, aber dank der Tapferkeit der osma- nischcn Flotte gelang der Versuch nicht. Man ist hier voll Bewunderung über die Tapferkeit und Geschicklichkeit der Offiziere und Mannschaften der osmanischen Kriegsschiffe, die allein imstande war, den Kampf mit einer so zahlreich:,:: russischen Flotte auszunehmen und die Minenleger „Oleg" und „Athos", zwei große, der russischen Freiwilligcnflotte angehörige Schiffe, zum Sinken bringen konnten. Die amtliche Mitteilung rief in ganz Stambul große Freude hervor, zumal sie nach den falschen Gerüchten kam, die in diesen Togen absichllich verbreitet waren, um die Bevölkerung zu entmutigen.
Der Heilige Krieg. Konstantinopel, 27. Dez. „Jk- dam" bringt einen Artikel folgenden Inhalts: Eine ver
trauenswürdige Person, die kürzlich aus Anatolien zurück- gekehrt ist, versichert, daß die Verkündigung des Heiligen Krieges unbeschreibliche Begeisterung unter der muselmanischen Bevölkerung hervorgerufen hat. Die Bevölkerung ist zu allen Opfern bereit, da sie Wohl weiß, daß es sich um Leben oder Tod der Türkei handelt.
Konstantinopel, 27. Dez. (W. T. B.) Die Zeitungen in Beirut teilen bei Besprechung der Zeremonie, die jüngst in der Omajjad-Moschee in Damaskus ftattgefunden hat, den Wortlaut der Ansprache mit, welche von dem Oberkom- mandlerenden gehalten worden ist. Wir haben, so betonte er, uns fest entschlossen, dieses Land zurückzuerobern und unsere Brüder zu retten. Wenn unsere Bestimmung uns dafür Vorbehalten hat, auf dem Felde der Ehre zu fallen, dann sollt ibr andern über unsere hingcstrcckten Leiber nach Kairo marschieren. Ich hege große Hoffnungen, daß der Sieg unser sein wird. — Bei derselben Zeremonie hielt der deutsche Konsul eine Ansprache, in der er die Bedeutung der türkisch-deutschen Freundschaft hervorhob und mitteilte, daß Kaiser Wilhelm eine Lampe für die Moschee gestiftet habe.
Ein verstärktes Geschwader vor den Dardanellen. Basel,
28. Dez. (W. T. B. Nichtamtlich.) Wie die „Baseler Nachrichten" melden, ist das Verbündete Geschwader vor den Dardanellen neuerdings verstärkt worden und besteht jetzt aus vierzig Winkeln, darunter 15 Dreadnoughts und anderen Schlachtschiffen. Es wird ein entscheidender Angriff erwartet. — Das französische Schlachtschiff „Waldeck-Rous- seau" ist, mit dem Kommandierenden General an Bord, in Saloniki eingetrossen.
Vom albanischen Hexenkessel.
Die Besetzung von Valona «nv die Großmächte. Wien,
28. Dez. Aus diplomatischen Kreisen wird erklärt, datz die Landung von italienischen Matrosen in Balona ebenso wie die Ende Oktober vorgenommene Entsendung von Kriegsschissen »ach Valona und die Errichtung einer Sanitäts- und Hilss- staticn im Einvernehmen mit den übrigen Mächten, insbejon- dcre Oesterreich-Ungarns erfolgt sei. Italien komme als einzige neutrale Macht in Betracht, Es handle sich bei der Landung mehr um eine polizeiliche als um eine militärische Aktion,
Albanien in Ausruhr, Der „Corriere dclla Sera" erfährt aus Bari, datz die aufständische Bevölkerung in Tirana alle Häuser und den sonstigen Grundbesitz Esilld Paschas in Brand gesteckt habe, Esiad war aus diesen Schlag vorbereitet: er habe deshalb gegen die Türkei, nachdem diese den Heiligen Krieg erklärt hatte, Stellung genommen Trotzdem Esiad den Ausnahmezustand oerlündele, wurde die Bevölkerung aber nicht cingeschüchtert, und jetzt ist der Aufstand allgemein. Durazzo ist -.sclicrt. Die Bevölkerung bcschlotz, Esiad Pascha zu tüten und gegen die Hauptstadt zu ziehen. Man glaubt, Esiad werde nicht lange Widerstand leisten können. Auf den albanischen Bergen lodern riesige Flammen,
Der portugies. Durcheinander.
Berlin, 28, Dez, (W, B Nichtamtlich). Ueber die Vorgänge in der portugiesischen Kammer meldet man aus Madrid vom 18. Dezember: Nachdem da, neue Ministerium die Erklärung über sein Regierungsprogramm betreffend Teilnahme an dem europäischen Krieg bezw. Verleidigung des portugiesischen Gebietes und Erfüllung der Bertragspslichtcn gegen England abgegeben hatte, gab die Mehrheit der Partei- sührer beider Kammern ihr:r Missbilligung Ausdruck. Angeblich beabsichtigt die Regierung, eine geheime Sitzung beider Kammern herbeizuführen, um darin zu dieser Niederlage Stellung zu nehmen. Man befürchtet, eine Teilnahme Portugal» an dem Kriege werde neue politische Konflikte herbeisühren. (Rach der Reuter-Meldung vom 24. Dezember sollte das Abge-


