Ausgabe 
28.12.1914
 
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9t«u( Tageszeitung. SPlontag. Nb 28. Dezember Uli

Seile 2

men anliefen. Die groben Kreuzer konnten sich im Hafen hin- ler dem Landrücken vollständig verbergen. Am 8. Dezember irüh erschien das deutsche Geschwader, offenbar in der Absicht, die Falklandsinseln zu überrumpeln und Fort Stanley al» Kohlenstatio» zu besetzen. Als die deutschen Schiffe nur die venig starken feindlichen Schiffe sahen, machten sie zum Gefecht Ilar. Es kam zum Kampf. Plötzlich erschienen in dem engen staseneingang die beiden englischen Panzerkreuzer. Admiral n)ras von Spee merkte jetzt, datz er in eine Falle geraten und , ab seinen Schissen das Signal, sich zu zerstreuen. Es war .doch zu spät. Der Kampf entwickelte sich in der bereits ge- hilderten Weife. Die Deutschen, namentlich dieScharnhorst" chosien ausgezeichnet.Eneisenau" rrndScharnhorst" seuer- !en dis zum Augenblick des Unlergaugs. Inzwischen kämpste . ieGlasgow" mit derLeipzig', die mehr ausrichten konnte als die anderen deutschen Schiffe. Als dieLeipzig" in Feuer gehüllt, im Begriffe war unterzugehen, stellte dieGlasgow" as Feuer ein, fuhr dicht an das sinkende deutsche Schiss heran and lieh Boote herab. Als jedoch die ersten britischen Boote Ausfuhren, die Besatzung derLeipzig" zu rette», schost die ..Leipzig" noch einmal. Der Schutz explodierte aus dem Deck derGlasgow". Daraus feuerte dieGlasgow" die letzte Breitseite aus dieLeipzig", die diese zum Sinken brachte. Die britischen Offiziere bedauern, das, von derLeipzig", offenbar ii der Hitze des Kampfes, dieser letzte Schutz abgegeben wurde. Sie glauben, datz es sich um einen bedauerliche» Zufall handle. Die übrigen britischen Schisse holten dieNürnberg" ein und orderten sie zur Uebergabe aus. Da sie sich weigerte, wurde ie in Brand geschossen. Ihr Untergang rettete die Schiffe .Dresden" undPrinz Eitel Friedrich", weil die englischen Schisse die Bersolgung einstellten und die Ueberlebenden der rutschen Schisse aufnahmen.

Deutsche Tapserkeit.

Aus Depeschen, die dieFranks. Ztg." veröffentlicht, geht .vor, datzScharnhorst" undEneisenau" mit Todesverach- >.uiig gegenInvincible" kämpfte», der mit 305 Milliin eter- reschützen weit überlegen war. NamentlichScharnhorst", der ie goldene Schietzmedaille besatz, zeigte sich seines Rufes wür- ng, indem seine Schüsse gut trafen: nur erwiesen sich seine Geschosse gegenüber der stärkeren englischen Panzerung zu chroach. Aus beiden deutschen Schiffen brach Feuer aus. Ein Geschütz nach dem anderen mutzte schweigen, weil die ganze Bedienungsmannschast gefallen war. Aber kein Angebot der Uebergabe erfolgte. Die Engländer boten a», das Feuer ein- ', »stellen und die Mannschasr zu retten. Gras Spee erwiderte, er gebe mit den noch gebrauchsfähigen Geschützen die letzte» Schüsie ab. Schlietzlich neigten sich die beiden Schisse und gin­gen unter. Zuletzt verschwand Spces Admiralsflagge auf dem Scharnhorst". DieLeipzig" ging im Kampfe gegen dieGlas­gow" unter. Ein Offizier und 21 Mann seiner Besatzung .'jufbcti gerettet. Im ganze» wurden 150 deutsche Matrosen aufgesischt, darunter der Kapitän derGneisenau". Viele von ihnen sind schwer verwundet.

jtlrniidif llifgft über brr nmlildini fiüHf.

London, 24. Dez. kW. B. Nichtamtlich). Ein deutsche« Flugzeug kreuzte heute früh über Dover und warf eine Bombe ab, die in einen Garten fiel und explodierte, aber kei­nen Schaden anlichtete. Das Wetter war unsichtig und das Flugzeug nur einige Sekunden sichtbar. Es kehrte fosort über das Meer zurück.

Amsterdam, 28. Dez. Reuter meldet aus London. Das Kriegsministerium berichtet, datz heute um halb 12 Uhr feind, liche Aeroplane über Shernetz gesehen wurden. Britische Flie­ger verfolgten die Aeroplane. und beschossen sie. Nachdem die Gegner dreimal getrossen waren, trieben sie nach der Nordsee zu.

Englildjt Mgtr in brr llortlce.

Langeoog, 27. Dez. Am zweiten Weihnochtsfeiertag rrschienen über dem Dorfe der »nbeschützten Nordseeinsel Lan- eeoog während des Vormittags-Gottesdienstes vier englische

eger. die zwei Bomben warfen und wahrscheinlich auch ,.i)üsse abgaben, ohne jedoch Schaden anzurichten. Die Bevol- ierung bewahrte ihre Ruhe.

Berlin, 27. Dez. fAmtlich). Die LondonerDaily Mail" meldet unter dem 23. Dezember aus Dünkirchen, datz Flieger der Verbündete» eine neue Zeppelinhille mit 12 Bom­ben bewarfen und in Brand gesetzt hätten. Es ist richtig, datz während der letzten Zeit Bombe» von feindlichen Fliegern ab- aeworjen worden sind. Eine Zeppelinhalle haben sie jedoch nicht beschädigt

Ein Gefecht nm Ornttfefius;.

Kapstadt, 27. Dez. iW. B. Nichtamtlich). Reuter. Zwischen einem englischen Kommando und einer deutschen Pa­trouille von 00 Mann kam es am Noriufer des Oranjeflusies in der Gegend von Carnavan am Mittwoch zu einem Eesecht. Die Engländer verloren zwei Tete und eine» Verwundeten, die Deutsche» einen Tote» und zwei Verwundete.

ii Der österreichische Generalstab -------- _ meldet:

Wien. 24. Dez. (Nichtamtlich). Amtlich wird verlaut- hart: 24. Dezember, mittags. Im obere» Nagy Ager-Tale bet Oekoraszö steht der Kanips. Im Latoreza-Tale wiesen unsere Truppen gestern mehrere Angrisse unter grotzen Verlusten für die Russen ab »nd zersprengten ein feindliches Bataillon bei Also Vereczke. In> oberen llng-Tale gewinnt unser Angriss allmählich Raum gegen den Ujzoker Patz. Am 21. wurden im Gebiete dieses Karpathentales 050 Russen gefangen genommen. Die Kämpfe an der bekannte» galizischen Front dauern sort. An der unteren Nida machten unsere Truppe» in einem Gesecht am 22. Dezember über 2000 Gefangene. Im Raume von To inaszow und an der Rawka Bzvralinie wird weiter gekämpft. Vom 11. bis zum 20. Dezember wurden von »ns insgesamt

12 000 Russen gefangen genommen. Im Innern der Monar­chie befinden sich jetzt bereit» 200 000 krtegsgesangene Feinde.

Der Stellvertreter de» Chef» de» Eeneralstabs: v. H ö f e <, Feldinarschalleutnant.

Wien, 25. Dez. Amtlich wird verlautbart: Auf dem nordöstlichen Kriegsschauplatz wurde gestern an einem grotzen Teile der Front wcitergekämpft. Unsere Kräfte im Ragy- Ag- unid Latorcza-Gebiete uvesen mehrere Angriffe unter schweren Verlusten des Feindes ab. Rächst des Uzfoker-Pasies nahmen wir eine Grenzhöhe. I» Galizien wurde der Geg­ner gegen Liska zurückgedrängt. Zwischen Wislok und Biala hingegen setzte er seine Angrisse den ganze» Tag und mit be­sonderer Intensität sort. Am Dunajee und an unserer »nver- änderter Front in Russisch-Polen fanden teils Artilleriekämpse statt, teils herrschte Ruhe. Auf dem Balkankriegsschauplatz hat sich nichts ereignet. Im Norden wie im Süden gedenken un­sere braven Truppen dankbar der Heimat, die so reiche Weih- naehtsgaben sandte. Datz sich auch die Fürsorge des Deutschen Reiches an diesem Werke mit grotzen Spenden beteiligte, wurde als neuer Beweis der innigen Zusammengehörigkeit der ver­bündeten Heere warm empsundo».

Wien, 20. Dez. Anitlich wird verlautbart: Gestern »ahme» unsere Truppen nach vieriägigen heldenmütigen Kämp­fen den Uszokerpatz. In Galizien führten die Rüsten ihre vor einigen Tagen begonirene Ossevsive mit starken Kräften fort und gelangten wieder in den Besitz des Beckens von Krosno und Jaslo. Die Lage am unteren Dunjee und an der Nida ist unverändert . Südlich Tomaszow gewann unser Angriss ost­wärts Raum. Auf dem Balkankriegsschauplatz herrscht seit 10 Tagen Ruhe. Rur an der Save und an der Drina kommt es zuweilen zu unbedeutenden Plänleleien. Die Festung Beleea wies am 2>. Dezember» einen schwachen Angriss der Montene­griner ab.

Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabs: von H ö s e r , Feldmarschalieutnant.

Wien, 27. Doz. (W. T. B. Nichtamtlich.) Amtlich wird verlautbart: 27. Dezember mittags. Die Lage in den Karpathen ist unverändert. Vor der zwischen Rynianow und Tuchow eingesetzten russischen Offensive wurden unsere Truppen in dem galizischen Karpaihenvorlande etwas zu­rückgenommen. Feindliche Angriffe am unteren Dunajec und an der unteren Nida scheiterten. Die Kämpfe in der Gegend von Tomaszow dauern fort.

Ans dem Balkan-Kriegsschauplatz hält die Ruhe an. Das Territorium der Monarchie ist hier mit Ausnahme ganz unbedentender Grenzstrecken Bosniens, der Herzegowina und Sud-Dalmatiens vom Feinde frei. Der schmale Land- streisen Spizza-Budua wurde von den Montenegrinern schon bei Beginn des Krieges besetzt. Ihr Angriff auf den Boc- che di Cattaro scheiterte vollständig. Schon vor längerer Zeit mutzten ihre Angriffe und die auf die Grenzhöhen ge­brachten französisckzen Geschütze, von unserer Forts- und Schisssartillerie niedergekämpft, das Feuer einstellen. Ebenso ergebnislos verlief bekanntermatzen die wiederholte Beschietzung einzelner Küstenwerke durch die französische Flottenabteilung. Der Kriegshasen ist somit fest in unse­ren Händen. Oestlich von Trebinje entwickeln sich schwäckg:- re montenegrinische Abteilungen auf herzegowinischem Grenzgebiet. Endlich stehen östlich der Drinastrecke Foca- Visegrad serbische Kräfte, die von dort auch während unserer Offensive nicht gewichen waren.

Der Stellvertreter des Chefs des Eeneralstabs: von H ö f e r, Feldmarschalleutnant.

pic Kämpfe in den Karpaihen.

Budapest, 24. Dez. Unser erfolgreiches Vordringen in den Karpathen dauert an. Nun befindet sich auch die nördlichste Gemeinde des Unger Komitats Kiesvölgy in unserem Besitz. Auch Tiha und Havasköz wurden zurück- genommen, wobei wir zahlreiche Gefangene machten. Im Unger Komitat befinden sich die Russen derzeit nur noch in der Umgebung von Uszok, werden jedoch von unseren Truppen hart bedrängt. In Fenyvösvölgy, das, wie be­reits gemeldet, von unseren Truppen erstürmt wurde, herrscht ziemliche Verwüstung; mehrere Häuser wurden von den flüchtenden Russen in Band gesteckt, andere, von denen nngenonnnen wurde, datz unsere Offiziere dort Unterkunft suchen würden, wurden mit Dynamit unterminiert, doch wurde dieser Schurkenstreich noch rechtzeitig entdeckt.

I» der Umgebung von Majdanka im Marmaroser Ko­mitat hält der vor einigen Tagen begonnene Kampf noch immer an. Die Russen verteidigten diese Position in über­aus zäher Weise, weil mit dem Verlust des Torompaer Passes sofort die ganze Position der Russen auf der galizi­schen Seite unhaltbar wird. Die Russen haben schon bis­her hier große Verluste an Menschen und Geschützen erlitten. Ein längere? Behaupten dieser Position durch die russischen Kiäfte gilt als völlig ausgeschlossen. Unsere Truppen be- siirdeu sich in völlig gedeckten, den Feind souverän beh.-rr- säenden Stellungen.

Die DilSlir der liinf Monate.

Budapest, 24. Dez. Gras Julius Audrassy veröffent­licht im Magyar Hirlap unter der Ueberschrift: Die Bilanz der fünf Monate des Krieges, einen Artikel, in dem es lin­ker anderem heißt: Deutschland ist ein einheitlicher Granit­fels voller Begeisterung und Selbstbewutztfein. Jeder Drntfche fühlt, datz der Vergangenheit ähnliche Erfolge wie- der mir mit einer grenzenlosen Kraftanspannung erreicht werde» können, und dieses berechtigte Selbstvertrauen, diese Kraftanspannung wird bis zum Ende ausharren, mag der Kamps noch so schwer sein und noch so lange währen. Die kampfbereite, zum Kriege organisierte, durch und durch ein­heitliche, aus höchster Stufe der Kultur stehende, über große materielle Mittet verfügende und körperlich kerngesunde

grobe deutsche Rasse bildet die unerschöpfliche Kraftquelle ihrer Armee, wie sie keine andere Macht anfweisen iann. Die Ursache der deutschfeindlichen Koalition war die Furcht vor der beutfJjcn Kraft. Jetzt aber werden unsere Feinde unter der Wucht der deutschen Hiebe fühle», datz fr lf! wirklich vorhanden war, aber es wäre leichter aewc -»i, diesem erobernngslustigen Volk anszukommen, als c n siegen.

Die iuirHdjflftlidjf sage in MmeiL

SO i e n, 25. Dez. Die Blätter heben in ihren W.'ck.' nachtsartikeln mit Befriedigung hervor, datz die Volkswirst-bast der Monorchie trotz des Krieges unerschütterliche Widerstands kraft zeige. Unter anderen äutzerl stch der Dizegouverneur der Postsporkasien Leth, daß die Postsparkasse während des Krie »es in vollem Matze die a» sie gestellten Anforderungen erfüllt hat. Leth weist sodann nochmals auf den glänzenden Erfolg der Kriegsanleihe hin und drückt die bestimmte Meinung ans, datz sich überall hoffnungsvolle Ansätze für den Wiederaufbau der Volkswirischast zeigen, datz die Voraussetzungen für eine kräftige Kapitalsbildung gegeben sind und datz die Gelegenheit zu Arbeit und Verdienst wieder reichlicher wird. So schwer die Opfer sind, die der einzelne dem Staate brachte, die ffie« samtwirtschaft wird neugestaltet und für die Slufgaben der künftigen Epochen gewappnet aus der gegenwärtigen Krise bervorqehen.

Das türkische Hauptquartier ;] - meldet --

(£in entscheidender Sieg im Kaukasus. Konstantinopel. 24. Dez. Das Hauptquartier meldet: Auf der kaukasischen Front trugen unsere Truppen zwilchen Olti und Ud einen entscheiden­den iSeg davon. Die Schlacht dauert mit neuen Ersolgen für uns noch fort. Bis letzt erbeuteten wir sechs Geschütze und über 1000 Gefangene, darunter einen Obersten, und eine Menge Munition und Kriegsmaterial Ein englischer Kreuzer ver­suchte gestern in Akaba einzudringen, wurde aber gezwungen, sich unter dem Feuer unserer Geschütze sofort wieder zurückzu­ziehen Das Feuer des Kreuzers richtete keinen Schaden an.

Konstantinopel, 27. Dez. Amtlicher Bericht. An der kaukasischen Front setzt unsere Slrmee ihr siegreiches Vor dringen fort.

Türkische Erfolge zue See. Konstantinopel, 27. De,. Amt- licher Bericht. Die amtlichen russischen Berichte aus Sewasto­pol teilen mit, datz dieHamrdie" vor Sewastopol torpediert und schwer beschädigt worden sei, sodatz sie zwar Konsiaiitino- pel noch erreichen konnte, aber für lange Zell nutzer Eesecht gesetzt worden sei. Hier ist die Antwort auf diese Lügen: In diesen Tagen fuhr unsere Flotte mit Einschiutz derHamidie" durch das Schwarze Meer und kehrte unversehrt zurück. Eines unserer Kriegsschiffe begegnete am 24. einer russischen Flotte, die aus 17 Einheiten zusammengesetzt war, nämlich 5 'iinien- schlssen, 2 Kreuzern, 10 Torpedobooten und 3 Minenlegern, das heitzt: ein türkisches Schiff gegen 17 feindliche. Dieses türkische Schiss griff in der Nacht diese Flotte an, beschoß mit Erfolg das LinienschiffRostislaw" und versenkte die beiven MinenlegerOkeg" undAthos". Zwei Offiziere und ireitzig Seesoldaten wurden gerettet und zu Gefangenen gemacht. Zu derselben Zeit beschoß ein anderer Teil unserer Flotte erfolg­reich Datum. Am Vormittag des 25. Dezember suchten zwei von unseren Schiffen die oben genannte Flotte zum Kamps, zu zwingen, die es aber vorzog, nach Sewastopol z» fliehe»

Die Operationen im Kaukasus. Konstantinopel, 23. Dez. Das offizielle Bulletin des türkischen Hauptquartiers begnügt sich heute mit der Meldung, daß von den Kriegs­schauplätzen nichts nenneswerteS Neues vorliege. Berichte vom Kaukasus aber heben einmütig die günstige Lage der türkischen Armee hervor. DaS anrerikanische Konsulat in Trapezunt wollte schon vorgestern wissen, datz Battim ge­fallen sei, doch ist diese Meldung vorerst noch ohne Bestätig­ung geblieben. Jedenfalls aber wagen sich die russischen Patrouillen nicht mehr auS dem Bannkreis des Stadtge­bietes von Vatiim heraus, aus Furcht vor den auf 15,000 Mann geschätzte» Banden, mit denen die Bevölkerung sym­pathisiert. Die Einnahme Batums wird kaum mehr lange auf sich warten lassen. Der Verkehr auf der Bahnlinie Ba- tum-Tislis ist größtenteils bereits unterbrochen.

Der Feldzug in Syrien. Konstantinopel, 26, Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Arabische Blätter veröffentlichen folgen­den von dem Kommandanten der gegen Aegypten bestimm­ten syrischen Anuee erlassenen Armeebefehl, in dem es heißt: Krieger I Hinter euch befindet sich die ungeheure Wüste, vor euch der feige Feind, hinter ihm das reiche Land Aegypten, das ungeduldig auf unsere Ankunft harrt. Wenn ihr zurückwetcht, wird der Tod das Ende sein. Vor euch liegt das Paradies. Laut ägyptischen Blättern wird die Regierung den Bürgermeister von Kalat ul Nal auf der Halbinsel Sinai zum Kaimakham von El Arisch ernennen.

Konstantinopel, 26. Dez. (W. B. Nichtamtlich.) Nach sicheren Meldungen aus Kerkuk, Wilajet Mossul, ist der Ab- grordnrte dieses Bezirkes, Mehmed Ali, an der Spitze einer beträchtlichen Zahl von Reitern, die sich als Freiwillige mel­deten, in der Richtung nach Bagdad abgegangen.

Siegeszuversicht des rechtmässige» Khediv». Der Khe- div Abbas Hilmi, der sich gegenwärtig in Wien aufhnlt, spricht sich sehr zuversichtlich über die Lage in Aegypten aus. lieber seine souveränen Reckste werde die Friedenskonferenz einst zu sprechen wissen. In seiner Heimat genieße er und seine Familie die volle Liebe seines ihm stets am Herzen lie- gendeu Volkes. Dazu kommt die unerschütterliche Liebe zu dem erhabenen Kälivat. Die Verfolgungen, denen die ganze Intelligenz Aegyptens ja sogar seine nächsten Famrlienmit- glieder, arisgesetzt seien, werden seinem lieben Volke die Richtlinien zeigen. Er werde stch seiner Vorfahren würdig erweisen, Iverde für feine Selbständigke it kämpfen^tzivd. sicher