Ausgabe 
9.12.1914
 
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Ne. 289

JJtne Tageszeitnng. Mittwoch, den 9. Dezenrber i»i».

Seite»

Di, Kilmpse i» Serbien.

Wir«, 8. De,. Bow südlichen Kriegsschauplatz wird »am 8. Dezember amtlich gemeldet: Di« Umgruppierung «rsalgl programmätzig. Einzelne versuche des Gegners, dieselbe I» stö, ren, wurden abgewiesen. Hierbei erlitt der Feind empsindliche Verluste. Unsere Ossensioe südlich Belgrad schreitet günstig vor­wärts. Hier wurden 14 Dffijicte und 400 Mann gefangen.

Die Kämpfe in den Karpathen. Budapest. 8. Dezbr. (W. B. Nichtamtlich). Halbamtlich wird gemeldet: Der in den Komitaten Saros »nd Zemplin eingedrnngene Feind be­findet sich, von unseren Truppen bedrängt, überall aus dem Rüäzugc. Unsere Truppen sind an mehreren Stellen bereits auf galizifches Gebiet vorgedruugen. Non dem ungarischen Ge­biete befinden sich nunmehr nur eine oder zwei Gemeinden in den Händen des Feindes. Das Erscheinen einer kleineren feindlichen Kolonne in Tornya (Komitat Marmaros), ist über­haupt von keinerlei Bedeutung.

Aus dem türkischen Hauptquartier liegt heute keine Mel­dung vor. Private Nachrichten besagen, daß die kaukasischen Stämme nicht nur die Türke» als Befreier begrüben, sondern auch aktiv an den Kämpfen gegen ihre seitherigen Unterdrücker teilnchmen. Batum, die bedeutendste russische Hafenstadt stehe vor dem Fall.

Ankunft des Feldmarschalls v. d. Goltz. K o n st a n t i n o- xel, 8. Dez. (W. B. Nichtamtlich). Zu der heute bevor­stehenden Ankunft des Eeneralfeldmarschalls v. d. Goltz, der von Kaiser Wilhelm dem Sultan als Gcncraladjutant beige- gebcn worden ist, bringen die Blätter Begrüßungsartikel und b- r, datz Freiherr v. d. Goltz, desien Wahl eine Kundgeb-

uu. r gegenseitigen freundschaftlichen Gesinnungen zwischen

den beiden Herrschern sei, mit herzlichen Gefühlen empfange» wird, zumal er Jahre hindurch seine Kräfte dem Fortschritt »nd der Hebung des osmanischcn Heeres gewidmet habe.

Die Lage Aegyptens. Ueber die Zustände in Aegypten meldet die TurinerStampa" aus Kairo: Die Engländer wenden ihre ganze Aufmerksamkeit der Bekämpfung einer et­waigen Erhebung der Araber in Aegypten zu und schenken dem Anrücken der Türken aus den Suezkanal sehr geringe Beach­tung. Deutsche und österreichische Staatsangehörige befinden lich nicht mehr in Aegypten. Sogar die bettlägerig Kranken feindlicher Nationalität haben abrciscn müssen. Die einheimi­schen Truppen wurden mit ihren Gewehren, aber ohne Muni- tlon nach dem Sudan verschickt. Bei Kairo liegen etwa 1b bis 20 000 Mann englischer Territorialtruppen. Das wäre viel zu wenig, um eine etwaige Erhebung der 00 000 Araber und Ber­ber tn Kairo niedcrzuhalten. Der Suezkanal wird von Kopten aus dem Sudan, Indern, Ausiraliern »nd englischen Territo­rialtruppen bewacht. Einen schweren Fehler hat die englische Negierung begangen, indem sie dem Khcdiven damals die Nückkehr »ach Aegypten verweigerte, als er sic nachsuchte. Wenn er nun ägyptischen Boden am Suczkanal an der Spitze eines siegreichen türkischen Heeres beträte, würde sein Erscheinen ex­plosivartig auf die künstlich niedergehaltenc Volksleidenschaft in Aegypten wirken, der dann nichts mehr würde widerstehen können.

Die Bedrängnis der Franzosen in Marokko. Basel, 8. Dez. Wie von spanischer diplomatischer Seite miigcteilt wird, soll Frankreich die Absicht haben, zwei Armeekorps nach Ma­rokko zu entsenden. (Die französische Sache steht in Marokko zweifellos erheblich schlechter, als es die französischen Mcldun- gcn zugeben, aber datz cs der französischen Regierung möglich sei. in dem genannten Umfang Truppcnsenduugen nach Aln- -:oklo vorzunchmen, ist unwahischernlich. D. Red.)

Vom Balkan.

Rumänie» und Bulgarien. K o n st a » t i n o p c l. 8. Dez. In hiesigen politischen Kreisen wird erzählt, dag Rumänien, i' dem Drucke Rußlands, das die rumänische Regierung zu

-r Entscheidung drängen wolle, zu entgehen, mit Bulga- r..a zu einer direkte» Verständigung zu komme» suche. Der rumänische Gesandte in Sofia soll in den letzten Tagen wie­derholt lange Besprechungen mit dem Ministerpräsidenten Ra- dcslawow gehabt haben, »ach denen ein außerordentlicher Mi- nisterrat stattgesundcn hat. Hier ist mau über diese Wenoung der Dinge sehr bcsriedigt.

Fürst Nikita sucht Geld. London, 8. Dez. (W. B. Nicht­amtlich). Reuter meldet aus Petersburg: Der König von Moniencgro telegraphierte an die Bürsenzeitung, daß nunmehr die dritte montenegrinische Armee aus dem Schlachtsrlde gesal- leu sei. Trotzdem wollten die Montenegriner die Verteidigung ihres Landes fortsetzcn und des Feindes Land angreisen. Der König sägt hinzu, daß die Mittel erschöpft seien und die Mon­tenegriner für Beistand mit Geld und Material äußerst dank­bar wären.

Fehlgcschlagcuc russische Hvssnuiigcn. Kopenhagen, 8. Dez. Der bekannte Politiker Professor Miljnkow schreibt in der Petersburger ZeitungRjetsch":

Nach einigen Togen optimistischer Erwartungen herrscht hinsichtlich der Balkanvcrhandluugen wiederum Enttäusch­ring. Die alten unüberwindlichen Gegensätze zwischen den Baikaninächten seien wieder herborgetrcten. Doch trage nicht Bulgarien die Hauptschuld, sondern Griechenland und Serbien. Rumänien könnte, wenn cs wollte, Klarheit schaf- len. Der rrrssische Standpunkt, daß die höchste Instanz bei einer Teilung der Balkaniere die Großmächte selbst sein müßten, sei der einzig richtige, denn die Bolkanstaaten selbst wurden nie zu einer Einigung konimerr.

Der ganze Artikel des vorzüglich unterrichteten Miljn- kotv, der übrigens Führer derKadetten" und Cbefredak- tc»r de?Rjetsch" ist, verrät die tiefste Enftänschuu - über die fehsgeschlagenen nissischen Hoffnungen,

England Mt) Frankreich tntschuldigrn sich bei -er Zchwch.

Auf die Vorstellung hm. welche der Bundesrat bei der britischen und französischen Regierung wegen des Ueber- fliegens des schweizerischen Gebiets durch die englischen Flugzeuge erhob, hat der französische Botschafter eine Er­klärung des französischen Ministers des Acnßern abgegeben, dahingehend, daß derselbe den Vorfall, sofern er erwiesen sei, lebhaft und aufrichtig bedauere. Dieser Vorfall könne gewiß nur einer Unachtsamkeit zugeschriebcn werden. Im übrigen lege die französische Regierung mehr als je Gewicht auf die schweizerische Neutralität; sie wolle, daß diese durch ihre Truppen beobachtet werde, einerlei, ob es sich um das eigentliche Gebiet der Eidgenossenschaft oder den darüber liegenden Lustraum handle.

Die britische Regierung hat heute durch ihren Gesand­ten dem Bnndcsrat eine Note überreichen lassen, in welcher sic ausführt, daß die Flieger, welche an dem Angriff auf die Zeppelinwerft tcilnahmen, bestimmte Weisung hatten, schweizerisches Gebiet nicht zu überfliegen. Wenn sie cs dennoch getan hätten, sei das ans Unachtsamkeit und ans die Schwierigkeiten, in großer Höhe die wirkliche Lage eines Luftfahrzeuges festzusiellcn, zurückzuführen. Auf Grund der ihr von schweizerischer Seite unterbreiteten Beweise für das Ueberfliegen schweizerischen Gebietes halte die britische Regierung darauf, dein Vundcsrat zu versichern, daß dies entgegen ihren Absichten geschehen sei, und spreche ihm des­wegen ihr lebhaftes Bedauern ans. Die britische Regier- lulg wünscht im Anschluß daran festzustellen, daß aus den ihren Fliegern erteilten Instruktionen und dem dem ®un- dcsratc wegen ihrer Nichtbeachtung pnsgcsprochenen Be­dauern keine allgemeinen Schlüsse auf die ihrerseitige An- erkcnnung eines nicht unbestritten geltenden Völkerrecht- lachen Grundsatzes betreffend die Gebietshoheit über den Luftraum gezogen werden können.

Der Bundesrat hat den beiden Negierungen für ihre Erklärung gedankt und die Gelegenheit benutzt, der brist- schen Regierung neuerdings mitznteilen, daß mit Rücksicht darauf, daß keine völkerrechtliche Beschränkungen d. Gebiats- hohcit über den Luftramn bestehe, er die letztere in vollem Umfange geltend machen müsse und schon bei Gelegenheit der Mobilisation der Truppen eine entsprechende Weisung zum Schutze derselben erlassen habe.

Die Stimmung in Spanien.

Die allgemeine Stimmung ist unverändert freundlich für Dentschlnnd. Die Presse bespricht hauptsächlich die eng­lischen Schiffsverlnste und das völlige Versagen der eng­lischen Flotte. Sie schildert ferner die wirtschaftliche Lage Deutschlands als günstig. Die ZeitungDebats" schreibt: Die Unabhängigkeit der wirtschaftlichen Lage Deutschlands ist heute größer als semals. Sic ist begründet in der eige­nen Erzeugungskraft und der Festigkeit des inneren Han­dels, wogegen die Beschränkung des Außenhandels wenig in Erscheinung tritt.

Die Anssichte» für die Heimkehr dentsck>«r Wehrpflich­tiger sind gleich Null. Die Franzosen und Engländer unter- snchen peinlichst die neutralen Schiffe.

Roolevclt gegen Japan.

Ncuyork, 8. Dez. Der frühere Präsident Theodor Roosevelt richtet imNewyork Herold" folgenden tempera­mentvollen Aufruf an seine Landsleute: Wenn wir uns Ehina als Vorblid nehmen sollen, dann tun wir vollständig recht daran, nnZ nicht zum Kriege vorzubereitcn. Will aber deswegen irgend ein Amerikaner sich China als Vorbild nehmen? Wenn wir Ainerikaner auf demselben Stand­punkt verharren wie jetzt die Chinesen, so geschieht cs uns ganz recht, wenn einst die Japanesen über uns befehlen soll­ten. Ich schreibe aber diesen Artikel in der Ucberzeugung. daß das Blut unserer Väter in uns weiterlebt. Ich hasse selbstverständlich jeden ungerechten Krieg, und ich bedaure ganz bejonders die Notwendigkeit,daß man auch jetzt noch Krieg führen muß; aber ich bin auch der festen Meinung, daß wir uns verzweifelt gegen jeden ffemden Eingriff in unser Land wehren müssen. Die einzige Versicherung, die wir Anicrikancr für unsere Freiheit als Nation zu nehmen, gezwungen sind, ist unsere Kriegsbereiffchaft, dainit wir im­stande sind, jeden Angriff fofort zuriickzuschlage». Wenn wir so lange warten, bis wir angegriffen werden, ist es zu spät. Ich bin für eine Kriegsbereitschaft, die unsere Küsten schützt, wie auch den Panainaknnal, Hawai »nd Alaska, kurz unser gesamtes Land, und die nns in die Lage setzt, uns gegen jeden feindlichen Angriff zu verteidigen.

Knlisarnien »nd die Japaner. Aus Tolio wird gemeldet: Das Organ des Ministeriums des Auswärtigen kündigt an, cs würden neue Gesetzcntwürs« des Staates Kalifornien gegen den Erwerb von Landbesitz durch Japaner publiziert. Die ja­panischen Diplomaten seien dadurch sehr beunruhigt.

Aus Frankreich.

Der Katzenjammer in Paris beginnt wieder. Aus Paris wird indirekt gemeldet: Hier beginnt in der Bevölkerung aller Schichten sich großer Mißmut bemerkbar zu mache». Die Gründe hierfür liegen vor allem in dem Versagen des russi­sche» Bundesgenossen. Rach dem stürmische» Vordringen der Deutschen aus der Westsront hatten alle Militärsachleute dem besorgten Publikum erklärt: Wenn wir uns nur zwei Mo­nate durchhalten können, bis di« Russen vor KUstrin liegen, ist unsere Sache gerettet. Jetzt Pnd über vier Monate verslosien »nd es scheint, al, ob die Russen nicht einmal stch selbst, ge­schweige denn anderen Helsen könnten. Sogar dle Pariser Presse zollt notgedrungen Hindenbnrg tbren Beifall Der

»Temps" veröffentlicht beisptelrweise eine Kritik de. Generali Lacrotx über die Strategie Hindenburgs, die geradezu eine Berherrlichung darstellt. Hindenburg wird der öfteren 'Napo­leon zur Sette gestellt. Die kühle Ruhe, mit der er den Vor­marsch auf Lodz vorbereitet und durchgcsührt hat, wird als bewundernswert gepriesen und als Beispiel hingestellt. Lacroi; erblickt die Rettung der Rußen nur in ihrer riesigen Ueber- macht.

Wie inan die össeniliche Meinung in Frank­reich einieist.

Paris, 4. Dez. Die hiesigen Blätter wissen über London zu berichten, daß der Chef des deutschen General- stabes von Moltke nicht krank sei, sondern er sei Gefangener auf Schloß Homburg. Er habe nämlich sein Kommando verlassen, weil er beim Rückzug ans der Wesffront mit dem deuffchcn Kronprinzen tiefgehende Differenzen gehabt habe.

Paris, 4. Dez. DerEclair" weiß zu erzählen, daß einer reisenden russischen Mutter auf der Fahrt durch Deutschland verboten worden sei, den Zug mit ihrem schwer kianken Kind zu verlassen. Als es dann starb, habe man das tote Kind der Mutter aus den Armen gerissen und zur Türe hinausgcworfen.

Paris, 4. Dez. DieHavas" will vonPerson- nalites suisses dignes", die aus Deutschland znrllckkehrte, er­fahren haben, daß von Regiernngswegen verboten worden sei, für die im Felde Gefallenen Trauerkleider zu tragen. Die Behörden machen, so weiß dieHavas" zu berichten, die größten Ansttengungen, um der Demoralisation des Volkes zu begegnen.

Ans Rußland.

Infolge der Verhaftungen der russischen sozialdemokratischen Mitglieder der Dumafraktion, unter denen sich auch deren Vor­sitzender Petrowski befindet, haben nach einer Nachricht aus Finnland die Sozialdemokraten diese Aussehen erregenden Verhaftungen mit einem Demonstrationsstteik beantwortet. Revolten sind ausgebrochen, und, wie gewöhnlich, waren di» Arbeiter der Puttlowwerke an der Spitze, die Aiwaswcrk« schloßen sich ihnen auch an. Studenten hielten Zusammen­künfte ab und nahmen eine Resolution zu diesen Verhaftungen an. Die Folge -war, daß die Polizei in die Universität ein- drang und verschiedene Verhaftungen vornahm. Auch im Kau­kasus sollen Unruhen ausgcbrochen sein, und in anderen Teilen des Reiches, besonders in Polen, haben neue Judenverfolgun­gen stattgesunden.

Der Suezkanal.

Durch die Kriegserklärung der Türkei an den Dreivec- band wird besonders stark in den Vordergrund des Inte­resses gerückt der Suczkanal, der seit 186!) in einer Länge vcn 160 Kilometern das Mittelländische Meer mit dem Roten Meere verbindet.

Seit dem grauen Altertum bereits hat niail hier eine dauernde Verbindung der beiden Meere angebahnt und teil­weise auch erreicht. Schon im 14. Jahrhundert v. Ehr. bc- stand hier einDurchstich", der aber wieder versandete. Gegen 600 begann der Bau eines neuen Kanals, der aber erst von Darius (521486) vollendet wurde. Zu Kleo- pattas Zeit wieder versandet, wurde der Kanal von Trajan und nochmals in» 7. Jahrhundert n. Ehr. vom Kalifen Omar wiederhergestcllt, doch schon nach 100 Jahren war er wieder unbrauchbar. Spätere Versuche, den Durchstich frei zu innchen, scheiterten, und auch die Pläne Napoleons (1708) führten zu keinem Erfolg. Erst die Gelündeuntersnchungen des Oesterreichers Ncgrelli (18471855) brachten eine Staatenkommission für den Bau zusammen. Nach Negrel- lis Tode baute in lOjährigcr Riesenarbeit F. v. Lesseps den Kanal für eine eigens gebildete Gescllschast mit einem Ans- wand von rund 400 Millionen Mark. Ani 10. Novenibcr 1860 wurde der Suezkanal unter großen Feierlichkeiten ein­geweiht.

England hatte dem Kanalban ursprünglich nur unter- geordnete Beachtung geschenkt, da die Jngcnicnrc den Ban für nndnrchführbar hielten. Als jedoch das Unternehmen Erfolg hatte, verstand es England, die Mehrheit der Aktien an sich zu bringen und Frankreich, das bisher das Risiko ge­tragen hatte, zu verdrängen. Es brachte die im Besitze der ägyptischen Regierung befindlichen Anteilscheine an sich und bekam damit die Snezkanalgescllschaft in die Hand. Spä- tcr hat cs dann, alle Verträge nicht achtend, Aegypten konfis­ziert und damit auch den Kanal unter feine politische und militärische Kontrolle gebracht.

Die Gesamteinnahinen der Suczkanalgesellschaft belie­fen sich im Jahre 1013 aus 129,025,940 Franken. An dem Verkehr durch den Kanal, nach beiden Richtungen, beteiligten sich im Berichtsjahre 5085 Schiffe mit einem Nettogehalt von 20,033,884 Tonnen. Die bedeutendsten Ladungei waren die Kohlensendungen Großbritanniens, der raffi­nierte Zucker ans den Häsen des Adriatischen Meeres, Pe- tiolemn russischer und amerikanischer Herkunft, Phosphate aus Algier und Tunis, insbesondere aber di'? nach Indien und dem fernen Osten exportierten Stahlwaren, Maschinen und Eisenbahnmeterial. Im Personenverkehr fuhren 1913 über Port-Said und Suez insgesamt 282,233 Passa­giere. Die durchschnittliche Durchfahrtsdaner eines Schiffes betrug 14 Stunden 18 Minuten, >ind der Gesamtanfenthalt im Kanal dauerte 16 Stunden 19 Minuten.

Zur Benutzung des Kanals find grundsätzlich alle Völ­ker berechtigt, England hat jedoch, wie gesagt, den Kanal unter seine Kontrolle zu bringen gewußt. Nach der Kriegs­erklärung der Türkei wird aber nun der Krieg auch in die­ser Frage ein cntstbeidendes Wort initsprechen.