Ausgabe 
3.12.1914
 
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TU. 28«

Ticut Lag«sz«>tu»g. Donnerstag, Sen 3. Dezember 1914,

Seit« l

Bell.: Sonntagsruhe im .Handelsgewerbe,

KelranntmachnttA.

Auf Grund des § 105 b. Abf. 2 der Gewerbeordnung und der 88 143 Abf. 1 und 145 der Ausführungsver­ordnung hierzu bringe ich hiermit zur öffentlichen Kennt­nis, .daß der erweiterte Geschäftsverkehr im Handels­gewerbe an drei Sonntagen vor Weihnachten und zwar am 6., 13. und 20. Dezember 1914 auf die Zeit von 79 Uhr vormittags und von 11 Uhr vormittags bis 8 Uhr nachmittags ausgedehnt ist.

Friedberg, den 1. Dezember 1914.

Der Bürgermeister:

Stahl.

Kekarmtmachrmg.

Die in Friedberg wohnhasten im Jahre 1895 geborenen Militärpflichtigen, iowie die Pflichtigen früherer Jahrgänge, welche bis letzt eine endgilligc Entscheidung »och nicht erhallen haben, werden aufgefordert. sich in der Zeit vom l. bis einichliestlich 1 (I. Dezember 1. Js. im hiesigen Stadthaus. Zimmer Nr. 10, II. Stock, zur Retrutierungsstammiolle anmmelden.

Auswärts Geborene des Jahrgangs 1895 haben hierbei eine standesamtliche Eeburtsnrlundc. die Leute aus früheren Jahr­gängen dagegen ihre Militärpapicre lLofungsfcheine, Musterungs­ausweis pp. vorzulege».

Friedberg, den 30. Nooeniber I91 J .

Der Bürgermeister Stahl.

Bekanntmachung.

Durch Erlast des Herrn Reichskanzlers darf nur noch eine Sorte durchgemahlenes Roggenmehl und zur Brotbereitung ein durchgemahlenes Weizenmehl herge- ftellt werden. Aus diesem Grunde können wir ab 4. Dezember nur e i n gemischtes Brot Herstellen, das nach dem Gesetz 5 Prozent Kartoffelmehl als Zusatz enthalten must. Rach einer auf dem Grohh. Kreisamt zu Fried­berg stattgehabten Besprechung beträgt der Preis dieser Sorte

Krot für 2 Kilo (iS Pfy. Weirenmelsi 0 per 27 Psd.

?ie Mlr-Ai!iil»!li nNkdbm-Failklbliiii.

Sclmhhiger Heinrich Hess

Feleion 420. Frledfierg Kaiserstr. 40.

'Brunnenbau n. Bshrnngen, 'Bunipnnlap

billigst.

Strfan Kulm, Inheiden Uniryrit.

Meihnachtsbitte.

Die lieben Kleinen unserer hiesigen Lleintinderschulc wollen wir mit linder Hand an der Kriegsnot voruberfuhren " und ihiien auch diesmal die Freude einer Ehristbescherung be­reiten. Wir bitten deshalb um gütige Zuwendung von E-ld und sonstigen, ihr Herz crjreuenden Gaben in der angenehmen Hoffnung, daß wir auch jetzt nicht vergeblich ritten.

Friedberg, am 1. Dezember 1911.

Fräulein Amalie Blum. Frau Pfarrer Kleberger.

Frau Krcisrat Freifrau Schenk zu Schweinsbcrg.

Frau Bürgermeister Stahl. Frau Kaufm. A. Weber.

WeihnachtsvMe

für die Verwundeten.

Das diesjährige WeihnachtSsest soll auch unsere» rer- wundetcn Kameraden in den hiesigen Lazaretten einen Strahl dantbarcr Liebe für ihre grasten Opfer drallsten im Dienste des Vaterlandes bringen und ihnen in der Hei­mat eine kleine Freude beschccrcn. Darum bitten wir alle Freunde derselben in Stadt und Lalid um Geschenke aller Art, besonders um praktische Gegenstände (Wollenes Unter­zeug, Hosenträger, Geldtäschchen, Briefpapier, Taschenlämp­chen, Zigarren, Tabak, Aepfel, Nüsse und derglh nlid Bücher oder um Geldspenden, die cs ermöglichen, den Weihnacht;» tisch für liniere Verwundeten zu dechen und daS Herz der dielen, die das schönste Fest der Liebe und Freude fern von ihren Lieben feiern müssen, ein wellig zu erfreuen. Gaben für bestimmte Verwundete, die etwa bem Geber uohestehcn, werden am besten verpackt und init RauienSangabe des zu Beschenkenden übersandt. Alle Gaben bitten wir an Frau Oberinspektor Koch in der Gewerbeschille spätestens biS zum 15. Dezember einzusenden oder abzngeben.

Prof. Werner. Stabsarzt Dr. Achcrt. Obcrinsp. Koch.

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Vom 2. bis 8. Dezember sind Feldpostbriefe bis zum Ge­wicht von500Gramm zulässig.

W eifonachts-Feldpostbriefe

für unsere Truppen.

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gegenüber dem neuen Bahnhot.

Weihnachtsbitte.

Rur mit Zagen und Bangigkeit wagen wir es. auch in diesem Jahr wieder init einerWcihnachtsbitte" hervorzu- Iietcn. Es ist gar keine Frage und wir wissen es selbst sehr wohl, das; in dielen ernsten und schweren Zeiten unsere Brüder im Felde in ihrer überaus harten Kainpfesarbeit für den heimischen Herd und für des Vaterlandes Bestand und Ehre das erste Recht an uns haben und daß der Für- sorge für die Verwundeten und für die Hinterbliebenen der Gefallenen vor allep Dingen unsere Hilfsbereitschaft gelten must. Außerordentlich viel ist schon geopfert wor- den und noch größere Opfer werden notwendig sein. Aber wir dürfen vielleicht darauf Hinweisen, daß über den An­forderungen des Krieges auch die Barmherzigkeits-Werke des Friedens nicht leiden dürfen. Wir wollen gewiß in diesen, Jahr keine große Weihnachtsbescherung halten und auch unsere Pfleglinge haben soviel Vaterlandsliebe und soviel Opfersinn, daß sie sich gerne bescheiden, damit den Bedürf­tigere» geholfen werden kann. Aber eine andere Bitte legt sich uns sehr nahe.- Die Anftalt selber bedarf dringend der llnterstiitzung. Die Gabe» und Kollekte» sind in den letzt- vergangenen Monaten fast ausgeblieben, die Kosten aber in allen Zweigen größer geworden. Wir schränken 'ins ein und sparen, soviel wir können, aber dock, erfüllt uns ernste Sorge, wie es weiter gehen wird, wenn wir durch- kommen sollen. So wagen wir es denn in dankbarer Er­innerung an die uns schon so oft und reichlich z» teil ge­wordene Unterstützung und im Blick auf Weihnachten, das Fest der Liebe, um eine Gabe der Barmherzigkeit zu bitten für unsere Anstalt.

Lasset uns Gutes tun und nicht müde werden!

Nikder-Ramstadt, im Dezember 1914.

Anstalt für Epileptische.

Weimar, Pfarrer.

Verein für Unterjiüdung nrnier Kinder. Bitte um Weihnachten.

Zum bevorstehenden Weihnachisseste haben sich 70 bedürftige Kinder gemeldet, welche mit einer Weihnachisunierstützung er­freut werden sollen. Da unsere Einnahmen In diesem Jahre infolge der schweren Zeiten, welche über unser Vaterland her­eingebrochen sind, gegen frühere Jahre bebeutenb zurückblieben, unsere Bedrängten zu Hause aber hierunter nicht leiben sollen, so dürfen wir auch wohl in diesem Jahre die höfliche Bitte aussprcchen, uns nach Möglichkeit mit baren Zuweisungen un» lerstützen zu wollen. Gaben werden dankend entgegengenom­men von den'Vorstandsmitgliedern:

I. Dörr. Kaufmann. W. Georg!, Apotheker. I. Heineck, Geometer 1. Kl. 8. Kleberger, Pfarrer. Th. Mörschel, Bauunternehmer. Ph. Philipps, Haupilehrer. H. Rausch, Kaufmann. W. Roßbach. Fabrikant. Dr. L. Eeyd, Rechts­anwalt. R. Walz, Professor.

Mjl Des groftr» misst« ClDclschmins Schweinezucht Äerein

Lang-Göns (Hessen.) Erstklass. Zuchttiere von oor- zügl. Abstammung stets __ vorrätig. _

Bekanntmachung.

Es ist vielfach angeregt worden, Feldpostbriefe mit Warcninhalt, die von den Truppenteilen nicht ausgeh'in» digt werden.könne», weil die Enipfänger abkommandicit verwundet, vermißt oder tot sind, nicht an den Aufgabeort zur Rückgabe an den Absender zurückzusenden, sondern den Truppenteile» zur beliebigen Verwendung zu überlassen. Ohne ausdrücklichen Wunsch des Absenders ist dies nicht inäglich. Wenn der Absender aber durch einen aus der Sendung sei es handschriftlich oder durch gedruckten Zeitcl anzubringenden Vermerk etwa folgenden In­halts:

Wem, unbestellbar, zur Vrrsügung des Truppenteils"

zum Ausdruck bringt, daß er die Preisgabe wünscht, so werde» die Postverwaltung und die Truppenteile diesem Wunsche entsprechen. Unbestellbare Sendungen, die einen solchen Vermerk nicht tragen, werden nach wie vor an den Absender zurückgeleltet werden.

K r a e t k e.

Krkannlmachnng.

Wir bringen zur allgemeinen Kenntnis, daß die Apo­theken der Stadt Friedberg künftig abwechselnd in monat­licher Ablösung während der Nachtstunden geschloffen sein werden. Es ist also nur eine der Apotheken nachts zur Verfügung der Bevölkerung. Welche Apotheke den Nacht­dienst hat, ist durch Aushangschild an beiden Apotheken er­sichtlich. Außerdem werden alle Veränderungen im Nacht­dienst durch Anzeigen der Apothekenbesitzer in den Fiicd- berger Tageszeitungen veröffentlicht werden.

Friedberg- den 24. November 1914.

Großherzogliches Kreisamt.

Lerberg.