Ausgabe 
3.12.1914
 
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England», falls ein Krieg ausbräche: frei könne Großbritannien sich entschließen, ob e» an einem europäischen Kriege tellneh, inen wolle odee nicht. All» war e» keine Bündnispflicht, kein

Zn'ang, auch keine Bedrohung des eigenen Landes, die die eng, tischen Staatsmänner veranlaßlc, den Krieg entstehen zn lassen und dann selbst in ihn elneutretcn?! Dann bleibt nur übrig, das, das Londoner Kabinett diesen Weltkrieg, diesen «»gehen- ren Weltkrieg kommen ließ, weil ihm die Gelegenheit gekom­men schien, mit Hilfe der politischen Entente-Genoffen den Le­bensnerv seines

größten europäischen Koiikueeeuten aus dem Weltmärkte zu zerstören! So trägt England mit Rußland zusammen über Rußland habe ich mich am 4. August ausgesprochen -- vor Gott und der Menschheit die Verantwortung für diese Ka­tastrophe, die über Europa, die über dle Menschheit herangcbro- chen ist!

Die Verletzung der belgischen Neutralität bezeichnet sod-inn der Reichskanzler als eine Marke, Unzweideutig sei inzwischen sestgestelll, daß sich Belgien mit England verbunden habe. Nicht um der belgischen Neutralität willen, die es selbst mit unter­graben hat, hat uns England den Krieg erklärt, sondern weil es glaubte, zusammen mit zwei großen Militärmächten des Fest­landes unser Herr werden zu können! (Wiederdo!- tes lebhaftes Sehr richtig!) Schon seit dem 2. August, seit sei­nem Versprechen der Kriegsfolge an Frankreich, war England nicht mehr neutral, sondern tatsächlich im Kriegszustand mit uns: die Motivierung seiner Kriegserklärung vom 4, August mit der Verletzung der belgischen Neutralität war nichts als ein Schaustück, geeignet, das eigene Land und das neutrale Ausland über die wahren Beweggründe zum Kriege irrezusüh- ren! (Sehr richtig!) Jetzt, wo der bis in alle Einzelheiten ausgearbeitete englisch belgische Kriegsplan enthüllt ist, ist die Politik der englischen Staatsmänner für alle Zeiten vor der Weltgeschichte gekennzeichnet! (Sehr richtig!) Die englische Diplomatie selbst hat ja auch »och ein übriges dazu getan: Aus ihren Rus entreißt uns Japan das heldenmütige Kiautschou und verletzt dabei die chinesische Neutralität, (Sehr richtig!) Ist England gegen diesen Neutralitätsbruch eingeschritten? (Sehr richtig! Sehr gut!) Hat es da seine peinliche Fürsorge für die neutrale» Staaten gezeigt? (Sehr gut!)

In Frankreich habe der Reoanchegedanke alle vernünftige Erwägungen erstickt, Vereinbarungen mit Rußland seien we­gen des obwaltenden Deutschenhasses unmöglich gewesen, Eng­land habe am freiesten dagestanden, aber sein alter Grundsatz die jeweilig stärkste Macht im Kontinent zu bekämpfen, habe zum Kriege gedrängt. In Deutschland gelte der Satz, die Welt sei weit, es sei Raum für alle Völker vorhanden, in sriedltchem Wettkampse die Kräste zu messen, England dagegen sei .inzig von dem Gedanken beseelt, Deutschlandmllsse nieder- gehalten werden. Und als nun der Krieg ausgebrochen ist, läßt England jede» Schein fallen und laut und voll verkün­det es: England will kämpjen, bis Deutschland ntedergerunZen ist, wirtschastlich und militärisch! Panslawistischer Deutschenhaß stimmt jubeln» zu) Frankreich hofft mit der ganzen Kraft ei­ner alten soldatischen Ration die Scharte von 1878 auszuwetze». Daraus haben wir an unsere Feinde nur die eine Antwort: Deutschland läßt sich nicht vernichten! zLebhastes, wiederholt sich erneuerndes Sehr richtig!) Wie un­sere militärische, so hat sich auch die finanzielle Kraft Deutsch­lands glänzend bewährt, sich rückhaltlos in den Dienst des Va­terlandes gestellt. Das wirtschaftliche Leben wird ausrechter- tzalten: die Zahl der Arbeitslosen ist verhältnismäßig gering: die Organisationskraft und Organisationskunst Deutschlands sucht in immer neuen Formen Uebeln vorzubeugen, Schäden aus­zugleichen, Kein Mann, keine Frau entzieht sich der freiwilli­ge» Milarbeit, keine Werbetrommel braucht gerührt zu wer­den, (Sehr richtig- und Heiterkeit). Und alles zu dem ein­zige» und großen Zweck, für das Land der Väter, für die Hoff- nung der Kinder und Enkel alles hinzugeben an Gut und Blut, Wenn dieser Geist, diese sittliche Größe des Volkes, wie sie die Weltgeschichte »och nie gekannt hat, wenn der vielfach be­währte Heldenmut unseres Volkes in Waffen gegenüber einer Welt von Feinden von unseren Gegnern alsMilitarismus" geschmäht wird, wenn sie unsHunnen" undBarbaren" jches- te», wenn sie eine Flut von Lügen über uns auf dem Erden­rund verbreiten ich glaube wahrlich, wir können stolz genug sei», uns darum nicht zu grämen! (Lebhafter Beifall). Dieser wunderbare Geist, der die Herzen des deutschen Volkes durch- gliiht ln nie gesehener Einigkeit, in der unbedingten Hingabe des einen an den anderen er wird und muß siegreich blei­ben, Und wenn ein ruhmvoller, wenn ein glücklicher Frieden erkämpft sein wird, dann wollen wir diesen Geist Hochhalten als dar heilige Vermächtnis dieser furchtbaren und großen Zelt, (Bravo).

Der Reichskanzler gab weiter seiner Freude Ausdruck, über He Einigkeit in deutschen Landen, es gäbe keine Parteien mehr. Zwar würden auch die Parteien nach Beendigung des Krieges wiederkehren, allein in künftigen Parteikämpfen werde es nur Deutsche geben.

Meine Herren! Ich schließe meine kurzen Ausführungen, Die Zeit ist nicht für Worte, Nicht über alle Fragen, die das Volk und die auch uns >m tiefsten bewegen, kann ich sprechen. Nur noch eins: In Treue und mit Dank gedenken wir der Söhne Deutschlands, die auf den Schlachtfeldern in Osten und Westen, auf hoher See, an den Gestaden des Stillen Ozeans und in unseren Kolonien für die Ehre des Vaterlandes :hr Leben gelassen haben. Vor ihrem jetzt verstummten Helden- mund einigen wir uns in dem Gelöbnis, auszuharren bis zum letzten Hauch, damit Kinder und Enkel in einem stärkeren Deutschland frei und gesichert gegen fremde Drohung und Ge­walt an der Größe des Reiches weiterbauen können. (Großer Beifall). Und dieses Gelöbnis soll hinausschallen zu unseren Söhnen und Brüdern, die weiterkämpfen gegen den Feind, zu deni Herzblut Deutschlands, das in zahl- und namenlosem Hel­dentum auswallt, für das wir bereit sind, alles herzugeben, was wir haben hinausschallen auch zu unseren Landsleuten im Ausland, den draußen für uns Sorgenden, den von der Heim­fahrt Abgeschnittenen und Gefährdeten, den widerrechtlich Ge­fangenen und Mißhandelten, Wir halten durch, bis wir die Sicherheit haben, daß keiner mehr wagen wird, unseren Frieden

«W r»^,,ett, U,. Donnerstag, »en I. Dezember 1»1»

zu stören, einen Frieden, in dem wir deutsches Wesen and deutsche Kraft entfalten und entwickeln wollen als freies Volk! (Ungeheurer jubelnder Beifall im ganzen Hause und aus den Tribünen Stürmisches Händeklatschen, das sich immer wieder erneut. Die Beifallskundgebungen dauern minutenlang).

Abg. Hanse (Sv,.):

Die fozjpldemokratifche Fraktion stehe auch heute »och auf dem Standpunkt ihrer Erklärung vom 1. August über den Krieg, dessen tiefere Ursachen ökonomische Gegensätze bilden. Noch seien die Grenzen unseres Landes von feind­lichen Truppen bedroht: daher müsse das deutsche Volk auch heute noch seine ganze Kraft für den Schutz des Landes einsetzen.

Dir Sozialdrmokratjr billigr dröhalb dir grsordrrtr,, neuen Kredite.

In dankbarer Erinnerung gedenken wir aller derer, die Leben und Gesundheit für das Wohl des Vaterlandes hingegeben haben. Wie am 4. August stehen wir auch heute noch in Uebereinstimmung mit der Internationale auf dem Standpunkt, daß ein jedes Volk ein unvergäng­liches Recht auf Integrität und Unabhängigkeit hat. Diese bei fremden Nationen anzutasten hieße den Keim zu neuen Kriegen legen. Wir fordern, daß dem Kriege, sobald da? Ziel erreicht ist und der Gegner zum Frieden geneigt ist, ein Ende gemacht wird durch einen Frieden, der geeignet ist, zur Freundschaft mit den anderen Völkern zu fuhren. Wir verlangen, daß für alle Angehörigen und Hinterbliebe­nen der Kriegsteilnehmer in ausreichendster Weile gesorgt wird und daß den Arbeitslosen und den wirtschaftlich in Bedrängnis Geratenen Arbeitsgelegenheit und Hilie z» teil wird. Ferner muß dafür Sorge getroffen werden, daß das Volk hinreichend mit Nahrung und Gebrauchsgegenstände» versorgt wird,

Abg. Dr. Spahn (Z.):

Namens sämilicher übrigen Parteien des Hohen Hau­ses (Lebhafter Beifall!) habe ich folgende Erklärung nbzu- geben: Auch wir haben zahlreiche Wiinsckze der Gesetzgebung zu unterbreiten. Wir sind fest eutschlosseu, die soziale Fiic- serge für alle Kriegsteilnehmer »nd für die durch den Krie§ Geschädigten.sorgsam auszubauen, (Beifall!) Dank­bar gedenken wir auch derer, die durch den Feind schwere Wunden erlitten haben (Beifall!) Aber heute konnnt es darauf nicht an: heute gilt es der Rücksicht auf Pas Wohl des deutschen Vaterlandes alles andere hintanznstellenl (Beifall!) In dem uns freventlich ansgedrnngenen Kriege wollen wir dnrchhalte». bis ein Sieg errungen ist, der den u n g e h e n r e n Opfern entspricht (Lebhafter Bei­fall!) und der uns

daurrndru Schutz für alle Zeitc» gewährleistet! Zu unseren braven Soldaten in Heer und Flotte, die Schulter an Schulter mit den verbündeten Trup­pen kämpfen, haben wir dankersü!>es Vertrauen, daß der Kanipf bis zu diesem Ziele geführt wird. (Lebhafter Bei. fall »nd Händeklatschen.)

Der Nachtragsetat wird hierauf in zwe iter Lesung ohne Debatte im Einzelnen angenommen. Auf Antrag des Abg. Dr. Spahn (Z.) tritt das Hans dann sc fort in die dritte Lesung ein und nimmt unter lebhaftem Beifall und Händeklatschen den gesamten Nachtragsetat dcbattelos gegen die einzige Stimme des Abg, Liebknecht an.

Auf Antrag Spahns tritt das Haus auch sofort in die Beratung de? inzwischen eingegangenen Antrages auf Vertagung des Reichstages bis zum 3. März ein, Der Antrag wird e i n st i m in i g a n g e n o m m e n, Abg. Gros Westarp (fünf.):

Es liegt eine Reibe von Petitionen vor, die sich mit dcn Maßnahmen zur Linderung der Kriegsnot befaisen. Darunter verdienen in erster Linie die besondere Berücksich­tigung, die darauf hinzielen, Hilfe für die elsaß-lothringische i')>d ostpreußischen Flüchtlinge zn sch iften, daniit sie bald ihre alte Heimat in altem Glanz und neuer Blute erstehen schen. Ich beantrage, alle eingegangenen Petitionen dem Herrn Reichskanzler zu übergeben,

Ter Antrag Westarp wird ebenfalls, einstinnnig ange­nommen.

Der Präsident Kämpf gab »ochnials dem ein- wütigen Gedanken des denischen Volkes Ausdruck, den ans- gezwungenen Krieg sortzulctzen bis zum Ende, das wir un- gesetzt hätten. Das drutschc Volk kan» nicht trsirgt werde», so lange es einig ist.

Reichskanzler ü. Brthmnu» Hollwrg verliest hierauf die aus dem Hauptguartier datierte kaiser- liche Verordnung, durch die dcc Reichstag bis zum 3, März 1912 vertagt wird,

Präsident Tr. Kämpf erbittet und erhalt die Ermächtigung, den Parlamenten der mit uns treu verbundenen Länder Oesterreich Ungarns und des ottomanisckicm Reiches namens des Reichstages eine Sympathiekundgebung zngehen zu lassen und die Tages­ordnung für die nächste Sitzung, die man ja noch nicht ge­nau kenne, felbst sestzustelleu. Er schließt die Tagung mit einem Hoch aus den Kaiser, in der da? Haus dreimal be­geistert einstimmte.

vom Felde b,r Ehre.

Der Oberleutnant der Landwehr-Kavallerie, Alfred ö, Helm oll. früher in Fauerbach, jetzt in Birkeneck (Ober- Bayern) ist mit dem Eifernen Kreuz ausgezeichnet worden.

Dem Veterinärarzt Dr, Koch voni 8. Fußart.-Regt-, dom Sohn unseres trefflichen Ober-Inspektors Koch, wurde das E i I e r n e Kreuz verliehen, Pie gleiche Ebrung

Seite 8.

wurde Herrn Zahlmeister F u e t> t c r vom 3. Bat. des 163.

Jns.-ReatS. zuteil.

Ans der Heimat.

* Fricdbcrg, 3, Dez. Bei der Ergänzuugswahl zur

Handelskammer wurden gestern die Kausleute Max Krämer und Franz Weber neugewähli. *

* Obrr-Erlenbach, 2. Dez. Lehrer Blank von liier steht

z, Zt, »»irr den Waffen, feine Familie befindet sich bei deii Estern, Tie Gelegenheit hielten einige junge Burschen non tuet geeignet z» einem Einbruch in die leerstehende Wohn- niig und entwendeten eine Anzahl Flaschen Wein. Wacht- meisierRoth von hier gelang es. die Diebe zu ermitteln lind Nird ihnen wohl das Geiicht klar machen, daß das Eigen­tum eines deutlchen Soldaten nicht vogelfrei ist, Letzten Sonniag wurde auch hier mit Ausführung des Erlasses über die militärische Borbereitnng der Jugend begonnen. Auf Einladung batten sich 36 Jünglinge eiiigesunden, die sich bereit erklärten, iiiiter Leiliing deS Wachtmeisters Roll, sich die erste Ausbildung int Kriegshandwerk aiiziieignen. Auch 12 Mitglieder des Turnvereins, die in der Nersamm- Inng nicht anwesend waren, werden sich an den llebiing:» beteilige».

* Blrichrnbach, 3. Dez, Gestern Abend wurde unser Dorf durch die Ortsschelle »nd das Fciierwehrsignnl alar- niiert. Ein kleiner Bürger von 2'<- Jahre ans dem benach- barten Rahrbach, war am Nachmittag aus der Suche nach seiner Mutter, welche ln unserem Wald mit Eichel» lesen beschäftigt war, in den Wald gelaufen und sich hierbei ver­irrt. Da hier unglücklicherweise zufällig alle Petroleum- lampen streiken, so mußte man (nmtlidK Fahrrad-Laternen mobil machen. Nach einer halben Stunde fand man den klcinen Burschen in besten Zustande mitten im Walde träumend unter einer Eiche sitzend vor.

Franksort a, M,, 3, Dez, 188« Rinder standen auf dem letzten Viehmarkt zum Verkauf, eine Zahl, die seit Jahr und Tag nicht-ausgetriebeii, ln einer Höhe, wie sie in früheren Jahren überhaupt »ach nicht beobachtet worden ist. Ein Zei­chen, daß die Landwirte infolge der Fultermittelfrage Ihr Vieh abstoßen. Der gesamte Austrieb an Rinber wurde bei lebhaftem Handel in guter Ware nahezu geräumt Natürlich fiele» die Preise für vollfleischige, ausgemüstete Ochse» höch­sten Schlachtwertes bis zu 8 Mark pra Zentner Schlachtge­wicht, ebenso die Bullenpreise., während die Kühe sich aus der vorwöchigen Höhe hielte». Die mittleren Mast- und besten Saugkälber gingen pro Pfund Schlachtgewicht 34 Psennig zurück, sowie geringe Mast- und gute Saugkälber, Schweine standen 2388 Stück zum Verkauf, Ebenfalls ein starkes Ange­bot, das nicht völlig abgesetzt werden konnte. Sie machten wieder einen Preissprung rückwärts durchschnittlich um 2 Psg. pro Psd, Schlachtgewicht, bei gedrücktem Geschäft, Hossentttch merkt der Konsument endlich auch die starken Zufuhren an den Fleischpreisen, die er zahlt. Sie sind immer noch nach Lage der Verböltnisfe recht hohe,

' F, C, Frankfurt n. M 29. Nov. Die fünf Söhne des Verstorbenen Oberstleutnants z, D von Both, Ritter des Eisernen Kreuzes, der lange Jahre in Frankfurt a. M. im 81. Infanterie-Regiment als Chef der 7, Koiiip,, sodann als Major und Koiiiincmdeiir des 2, Bat. gestaiiden, wurden für ihr tapferes Vövhalten mit deiii Eisernen Kreuz dekoriert »nd zwar: Haiipttnaiin der Res, und Führer eines Gards- Ersatz-Bat, Heinrich v, Both, OberregicrnngSrat in Posen, Major Friedrich v, Both, Abteilungs-Kommandeur im Feldartillerie-Regt, Nr. 20, Stabsarzt int Landwehr-Jnf,- Regt, Nr,'83 Dr. med. Hans v, Both, Leutnant der Reserve int Grenadier-Regt. Nr. 89, Ulrich v. Both, Regicrungs- baumeister in Berlin lind Oberleutnant im Grenadier-Regt. Nr. 89, K»no v, Both, Major Friedrich v, Both erhielt auch das Eiserne Kreuz erster Klasse, Mit dem Eiserne» Kreuz ausgezeichnet wiirde der 16jährige Pfadfinder Kurt Fie- low, Sohn eines Postschaffners aus Kottbus der sich bei Kriegsausbruch einem Kurhejsischeii Jnfanterie-Regiiiient angeschlossen zahlreiche Gefechte und Schlachten auf franzö- sischeiii Boden milgGnacht und mehreren Soldaten und zwei Offizieren das Leben gerettet,

* Franksurt o. M., 3. Dez, Französisches Sanitötsperso- nas, 8 Aerztc und Sanitäter, passierten von Halle kommend in Begleitung eines Infanterie-Detachements die hiesige Sta­tion in der Richtung »ach Basel, um über die Schweiz wieder nach Frankreich zu gelangen: ebenso kamen von Köln mehrere sranzöslsche Role-Kreuz Schwestern hier an, die denselben Weg nahmen,

Hessen-Rasiau.

* Vom Mai», 3. Dez, Der 88jährige Landwirt Balthasar Schenk in Gnötzheim, der älteste Einwohner des Ortes und der weiteren Umgegend, ist verstorben, Ter Verstorben« leistete seine Mlitärdienstzeit vom Jahre 1838 bis 1844 bei dem 15. bayerischen Infanterie-Regiment in Landau In der Pfalz ab.

Aus Rheinhesicn

* Mainz-Lastet, 3. Dez, Die hiesigen Bäckermeister be­schlossen infolge der hohe» Mchlpreise vom 1, Dezember ab die Dreingabe", das ist bei Abnahme von zehn Brödchen elf 3trf. zu geben, wegsollen zu lassen, sowie nur eine Sorte Brot zu backe».

Frankfurter Wetterbericht.

Voraussage: Trüb, regnerisch, mild, südwestliche Winde,

Kirchliche Anzeigen.

Gottesdienst in dee Stadtkirche.

Freitag, 4. Dezember, abends 8 1 / t Uhr: Kriegsbittan- dacht, Herr Pfarrer D i« h l.

Verantwortlich sur den politifchen und lokalen Teil: Otto H i r f ch e l> Friedberg; für den Anzeigenteil: K. Schmidt, Friedberg. Druck und Verlag derNeuen Tageszeitung" «, G,, Fricdber, i. H.