Ausgabe 
2.12.1914
 
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Kt. 281

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Seit« 3.

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In unserer gestrigen Notiz war insofern ein Irrtum ent­halten, daß die Sozialdemokraten nicht, wie wir bemerkten, zwei, sondern nur eines von den drei Mandaten in Mainz beansprucht haben.

Ans der Heimat.

Friedberg, 2. Dez. Die Taubstummen von Friedberg und Umgegend werden daraus ausmerksam gemacht, das, näch­sten Sonntag (2, Advent) in der Friedberger Burgkirche um 2 Uhr Taubstummengottcsdienst, verbunden mit der Feier des hl, Abendmahls, stattsindet, Prediger: Professor D, Dr, Diehl.

* c. Friedbirg, 2. Dez, Musikalisch« Adoentsseier in der Stadtkirche, Am nächsten Sonntag Mittag um 4 Uhr wird der evangelische Kirchcngcsangvercin i» der Stadtkirche eine musi­kalische Feier veranstalten, die die religiösen Gedanken der gegenwärtigen Adventezeit zum Inhalt hat. Die Orgel, die Solis einer Sopranstimmc und die Chöre des Kirchengejang- vercins und der Lhorschule werden zusammen wirken zur Dar­stellung der Advcntserwartung: Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn! Fräulein Hedwig Bangert von Bug­bach wird neben zwei gemütvollen Gesängen die unvergleichlich schöne ArieEr weidet seine Herde" aus Händels Mesfias znm Bortrag bringen. Der Wechselgelang zwischen Chor und Ge­meindeMacht hoch die Tür, die Tore macht weit" wird die Feier dramatisch zu Ende fuhren. Möge die Feier zu einer B o l k s s e i c r werden, an der sich unsere evangelische Ge­meinde aus allen Kreisen so zahlreich beteiligt, das, man daran merkt: Unsere Gemeinde hat Lust und Wohlgesallen an solchen herzerhebcndcn, die Kricgsunruhcn einmal aus eine Stunde bauenden Veranstaltungen und sie weih das ihr mit Fleiß und Liebe Dargebotene auch geziemend zu würdigen,

Frirdberg, 2. Dez, (Cf t b ö I.) In der letzten Zeit sind wiederholt Klugen darüber erhoben worden, das, in einzelnen Orten im Kleinhandel Erdölpreise gefordert wer­den. die zu den Preisen, welche die LieferungSgesellschaft.'N stellen, im Mißverhältnis stehen. Zu einer Preiserhöhung, wie sie vielfach vorgenomnren wurde, liegt nach Lage der derzeitigen Großhandelspreise, die den durchschnittlich n Preisstand vor dem Kriege im allgemeinen nicht überschrit­ten haben, kein Anlaß vor, Andererseits ist die Ein­fuhr von Erdöl nach Deutschland gegen Friedenszeiten we­sentlich erschwert, sodaß die großen Liesernngsgesellschasten bei Abgabe von Erdöl an die Kleinhändler zurückhaltend fein müssen. Die Versorgung Deutschlands mit Erdöl ist nicht so reichlich, uin davon absehen zu können, auf eine Einschränkung des Verbrauchs hinzuwirken. Die Bevölke­rung muß also weit haushälterischer als seither mit dem Erdöl umgehen: sie wird auch gut daran tu», sich an die Verwendung von Spiritus zu Bcleuchtungszwecken zu ge­wöhnen, zumal angesichts der durch die verminderte Zu­fuhr bedingten Zurückhaltung der Lieferungsgescllschaft'n die Kleinhändler den Wünschen ihrer Kundschaft nach Lie- ferung von Erdöl nicht in jedem einzelnen Falle selbst beim besten Willen zur Zeit genügen können. Sie werden viel­fach genötigt sein, beim Verkauf des Erdöls eine Kürzung der sonst ihren Kunden abgegebenen Mengen cintretcn zu lasse». Hierbei wird cs für die Kleinhändler, die ihre Kundschaft kenne», leicht inöglich sein, zu verhindern, daß einzelne Käufer sich auf Kosten der Allgemeinheit einen Vorrat an Erdöl anschaffcn. Daß eine solche unberechtigte Aufspeichernng erfolgt, muß insbesondere auch bei dem sogenannten Kannenbetrieb verhütet werden. Sollte die Knappheit an Erdöl z» unberechtigten Preissteigerungen, zn denen, wie erwähnt, nach Lage der derzeitigen Großhan­delspreise keine Veranlassung vorliegt, benutzt werden, so wird wohl die Festsetzung von Höchstpreisen laicht umgangen werden können,

* Rieder-Mörlen, 1. Dez, Heule bestattete» wir einen Betcranen von 82 Zähren zur letzte» Ruh«, «r hatte bereits die Kämpfe des Jahres 1848 mitgemacht. Als Mitglied des hiesigen KriegerocreinsHajsia" wurde ihm das letzte Geleite mit den üblichen Ehrenbezchungen gegeben. Die Ehrensalven wurden von verwundete» Soldaten abgegeben,

» V Reichelsheim i. d, Wetter«», 2. Dez. Am Donnerstag Abend wurden wir durch eine erhebende vaterländische Feier bereichert. Die Zungwehre» von Beienheim, Dorn-Asienheim, Wcckcshcim, ja sogar aus Melbach hatten sich, zum Teil untcr Trommclllang, im GasthosZur Post" dahier eingcsunden. Mit einer kurzen Ucbung der hiesigen Zungwehr durch Herrn llnterojsizier Walther und eine herzliche Begrüßung durch Herrn Pfarrer Bügel mit einem Hoch auf Kaiser. Fürst und Vaterland wurde die Feier crvjsnct, welcher auch 22Feld­graue" des hiesigen Eenesungslazaretts beiwohnten, Herr Re­gierungsrat Herberg sprach leine Freude und Dank über das Gesehene aus, wonach die Bildung von Zungwehre» >n den rerschiedcncn Orten gelungen sei. Mit markigen Strichen führte er uns dann den Ernst und die Große der Zeit vor die Augen, erinnerte an die Treue zu Fürst und Vaterland, di- als -in Heiligtum di- Herzen der Deutschen erfülle, Herr Ober­lehrer Dreher verbaild die geschilderte Gegenwart mit der Ber gangenheit und zeigte uns in seinem tiesgehenden, meisterhaf­ten Vortrag überDie Vorgeschichte des Weltkriegs 1814" rie rrnzelnen verschlungenen Wege und Fäden, die das ränkespie­lende treulose England schon jahrelang gegen Deutschland an wandte. All dle finsteren teuslijchen Gewalten, die sich da zum Untergang Deutschlands verbanden, wurden einzeln dargestellt. Das ganze Bild wirkte sichtlich auf dle dankbaren Zuhörer, Hierauf wurden wir in das gewaltige Ringen dieses Krieges selbst durch Herrn Oberleutnant Quade, Ritter des Eisernen Kreuzes, vorzüglich eingeführt. Trotz seiner Verwundung, die Noch nach Schonung verlangt, hat er als ein echter Offizier sein Bestes auch an diesem Abend in den Dienst de» Vaterland«» gestellt. Zn seiner lebendigen Schilderung führte er uns von dem Tage de» Kriegszustandes an bis zn dem für uns Hesse« 4, schweren Tage von Mouzon, dem seine Rückkehr in di« Hei­

mat folgte. Leuchtend hot sich an» alle» die deutsch« «rund-

lichkelt, unerschrockene Tapferkeit, da» zielbewußte Vorgehen heraus, und man fühlte den Pulsschlag der inneren Ver-

trauens und der Kameradschastlichkeit der Offiziere und Mann­schaften zu einander. E» darf hier gesagt werden, daß wir dem deutschen Offizier, dem wir hier lauschen dursten, für sein Opfer an diesem Abend noch besonder, dankbar sind. Möch. ten sich um Heer und Volk für alle Zukunft die engsten Bande schließen! Herr Regierungsaffeffor Malter, der aussührende Leiter im Kreise Friedberg, mahnt« die Iungwchren zu treuem Aushalten, zeigte ihnen mit herzlichen Worten die hohen Ziele, die ihnen vorschweben mußte», und erledigte dann den geschäftlichen Teil seines Kommens, wonach unter anderem die Ort« Beienheim, Dornaffenheim, Reichelsheim und Weckes, heim eine Zungwchrlompagnie bilden würden. Allen 4 Her­ren wurde reichster Beifall gespendet, welchem noch in einem Schlußwort Herr Pfarrer Vogel deutlich Ausdruck verlieh, dem man allseitig freudig bcistimmte. Man trennte sich, nachdem Herr Regierungsrat Herberg mit trefflichen Worten unseres kämpfenden Heeres und der Marine gedacht hatte. Alles in allem: Es war eine Feier, wie wir sie selten erlebt haben. Vor unserer Seele stand leuchtend der große Gedanke: Danke Gott, daß du ein Deutscher bist! Deutsche Worte und deutsche Lieder hatten» uns wieder deutlich zum Bewußtsein gebracht.

Aus Neichelshrim i. d, W. schreibt man uns:

Wie ich ans der Zeitung ersehe, sind im Landkreis Hanau und Wiesbaden, die Kartolscln beschlagnahmt wor­den. Jckz kann mir kein Urteil über die dortigen Verhält­nisse erlauben, würde die Maßnahme aber lebhabt bebau­et n, wenn die Verhältnisse so liegen wie bei uns. Von hiesiger Station sind in diesem Herbst schon weit über 100 Waggon abgegangen, ohne die vielen Stückgutscndungen, und wenigstens 90% wurden von hiesigen Landwirten ver­laden. Wir bedürfen keiner Ermahnung durch die Land- wirtsck>aftskanimcr: wir Bauern müssen verkausen, um

Geld zu bekomnien. ^sollte es niasttreibende Landwirte geben, die mit deni Verkauf etwas zzirückhalten, so haben sie recht- denn 100 Kg. Kartoffeln zu 6,50 Mk, sind billiger als 100 Kg, Kleie zu 16 Mk. lieber die Klage des geringen Weizenangebots wäre eigentlich kein Wort zu verlieren; denn wäre mehr geerntet worden, so käme auch mehr auf den Markt. Ich habe Felder gesehen, welche nicht mehr wie 3 Ctr. pro Morgen brachten. Sie hatten im Herbste unter Mäusefraß gelitten und ini Frühjahr konnte sich der Weizen infolge der Kälte nicht bestocken. Händler, welche hier ver­kehren, können als Zeugen austreten, daß im Verhältnis der Erträge, in keincni Herbst mehr verladen wurde, als in diesem.

Hesien-Nasiau.

* x Wilhelmsdors, l. Dezember, Aus dem Wege von Nie- dcrlauken ist der aus der Kreisabdeckerei beschäftigte Kutscher Ludwig Paulq verunglückt, indem er, wahrscheinlich im Schlafe, vom Wagen siel, wobei der letztere über ihn wegging. Der schwer Berletzte wurde andern Tags tot ausgefunde»,

* x, Usingen, 1. Dezember. Aus dem letzten Echweine- markt standen 27 größere Tiere und 188 Ferkel zum Verlaus, Handel und Umsatz von wenig Belang, Preise wie seither. Der nächste Markt ist Kram-, Rindvieh- und Schweinemarkt und findet am 8. Dezember statt,

* Untcrliederbach, 2. Dez Die Ledersabrik Höchst A G, in Unterliederbach hat im letzten Jahre einen Reingewinn von 37 888 Mark erzielt, aus welchem auf das Grundkapital von 688 808 Mark wieder 5 Prozent Dividende zur Bcrteilung kom men. Das Unternehmen, welches im Berichtsjahre mit sehr ungünstigen Vcrhältnisien zu lämpscn hatte, ist neuerdings wesentlich günstiger gestellt. Es hat den überwiegenden Teil seines großen Lagers zu guten Preisen absetzen können und hasst, auch seine weiteren Vorräte zu solchen unterzobringe». Der Geschäftsgang ist zur Zeit ein sehr lebhafter,

* F. Ci. Wiesbaden, 29. Nov. Der Landesheinpt- nmnu in Hessen gibt bekannt: Nachdem der Kriegszustand erklärt worden, sind auch für die Provinz Hessen-Nass.m die Strasbcslimmnngcn der §§ 8 und 9 des Gesetzes über den Belagernngsznstand vom 4, Juni 1851 in Kraft getreten, 8 8 des Gesetzes lautet: Wer in einem in Belagerungszu­stand erklärten Orte der vorsätzlichen Brandstiftung sich schuldig macht, wird mit dem Tode bestraft. Sind mil- dcrnde llmstände vorhanden, so kann statt der Todesstrafe ans zehn- bis zwanzigjährige Zuchthansstrasc erkannt wer­den.

* F, E, Wiesbaden, 29, Nov. Weil fein Bruder :n> Felde gefallen ist beging der 18 Jahre alte Hoiisbmsche Karl SchutzenhauS hier Selbstmord durch Erschießen,

* F, (S. Vom Kriegsgefangenenlager in Niederzwehren. Im größten Kriegsgefangenenlager der Provinz Hesse» Nassau in Niederzwehren wurden aus Grirnd einer Auord iiuug S. M. des Kaisers, die dahiugeht, drß die in der französischen Armee als Soldaten dienenden katholischen Priester die gleiche Behandlung genießen sollen wi - Offi­ziere, die dort befindlichen Geistlichen nunmehr sestgcsiellt. Es sind deren sieben, Sir werden nach Münden überführt werden,

' F. C. Kirchhain, 29, Noo, Tie Leiche des seit Juli d, I, beim Boden im Wohrasluß ertrunkenen Sohnes des Gerichtsvollziehers Runge von hier, die damals durch das Hochwasser fortgeschwemmt wurde, ist gestern in der Ohm bei Anzefghr gelandet worden.

Slarkcnbnrg,

» j-ormitabt, 2. Dez. Die Leichen des ln Belgien schon za Beginn des Krieges gefallene» Rechtsamvaltes Dr, Bopp und des Kaufinanns Bogel sollten durch zwei hiesig« «erzte dieser Tage nach der Heimat überftihrt werden, damit sie in heimat­licher Erd« bestattet werbe» könnten. Die Herren, welche zu Beginn ber Woche adgereift sind, mußten aber unoerrlchteler Dinge wieder zurückkehre« und sind am Sonntag vormittag wieder hier eingetrosien. Rach ihren Angaben find die fterb- liifc.» Ueberrede der beide« »ns cinem kleine» belgischen

Friedhof« bestattet. Die oorgenommenen Ausgrabungen er­gaben als Resultat, baß die Zdentität der Leichen unzwelsel- hast seftsteht, daß aber die Art der Berwundungen und beson­ders die vorgeschrittene Verwesung es nicht angebracht erschie­nen läßt, sie von ihrem jetzigen Ruheplatz zu beieitigen. Auf dem Friedhofe wurde noch eine kleine Eedächtnisseicr veran staltet und die entsprechende Ausschmückung der Begräbnis statt» veranlaßt.

* Darmstadt, 2. Dez, Die Kartaffelnot macht sich trotz dir behördlichen Maßnahmen bis jetzt immer »och t» zahlreichen Familien geltend, da nur verhältnismäßig Ile Partien uui den Markt kommen und nur ein kleiner Teil der bisherig e Licscranten im Stande ist, zu liefern, Verstand!:!, wird dies« Tatsache allerdings durch den Umstand, daß die Per pslegiingslommijsionen von Kasernen, Lazaretten und Ctzei'i.ge nenlager» selbst 28 bis 88 Pjennige, mehr, wie der beiwidii ". festgesetzte Höchstpreis zahlen sollen, wie UNS mitgeteiit ,e d und dabei die Kartosseln noch abholen lasie».

* S. E. Groß-Gerau, 29. Nov. Seit einigen l , ist von hier spurlos verschwunden die Frau des MV ,er Meisters Hirsch. Man befürchtet, daß die Frau fui' ein Leid angetan.

AuS Rheinhelfkn.

* F. E. Mainz, 29. Nov. Der Inhaber des Gut > berg-Kajino. Restaurateur Sauerweian, wurde voa ler Herzogin von Braunschweig und Lüneburg diirch Neber- reichung einer goldenen Busennadel ausgezeichnet, wegen seiner hervorragenden bernflickien Leistungen während des Anfenthaltes der Herzogin ans Schloß Bad Homburg v. d. Höhe.

* F. G. Mainz, 29. Nov. Der Floßverkehr auf dem Main war tut Monat Oktober ds. Js. ein ganz beträcht­licher. Nicht weniger wie 160 Flöße trassierten die Floß- rinne bei Kostheim.

Diingemittelschnnridcl.

Man schreibt uns:

Es ist wahrscheinlich, daß der Landwirtschaft jetzt noch mehr als im Friede» von gewissenlosen Agenten mehr oder weniger wertlos« Düngemittel angedotcn werden. Daher ist verschärste Aufmerksamkeit und kritische Sichtung der Zeitungsanzeigen mehr den» je geboten.

Bor allen Dinge» müssen die Landwirte, um nicht Ldcr« vorteilt zu werden, ihre Düngemittel nur aus dem Vereins. Wege bestellen ober dieselbe» von reellen Firmen, die Garantie leisten und unter Kontrolle amtlicher Versuchsstationen stehen, kaufen.

Es mag an dieser Stelle besonders gewarnt sein vor sol- genden wertlosen Düngemitteln, di« neben anberen in den letz­ten Zähren häufig angebotc» wurden und auch jetzt wieder ver- ttieben werden:

1. Frankfurter oder Easseler Poudrett« oder Fäkalguano.

2. Prima tierisches Dungmehl oder animalischer Dünger.

3. Animalischer Sttckstossdünger,

4. Ammoniak-Phosphat,

8, Sogenannter Salpcterabfall,

Sämtliche Versuchsstationen, Landwirtschaftslehrer erteilen in jedem Fall Auskunft, dergleichen die Landw, Auskunstsjtelle der Deutjche» Ammoniak-Vereinigung E a j s«l, Schöne Aussicht 12 p.

Üücherlisck.

Der Reudruck des hessischen Ecjangbuchs, Zn diesen Tagen ist der lange erwartete Neudruck des evangelischen Gesangbuchs sür das Eroßhcrzogtum Hetzen, ausgcftihrt von der L, E, Wii- tichjchcn Hofbuchdruckcrei, im Verlag von Zohs. Waitz in Darm­stadt erschienen und gelangt nunmehr zum Verlaus, Er unter­scheidet sich dem Text nach nicht von den früheren Ausgaben des Gcjanobuchs, sodaß letztere auch weiterhin in Schule und Got­tesdienst gebraucht und, sowcil der Vorrat reicht, verkauft wer­den können: stc werden ledoch nicht mehr gedruckt. Veranlaß! wurde der Neudruck durch das allerseits empfundene und von der evangelischen Landessynode zum Ausdruck gebrachte Ve- dürsnis, das Gesangbuch nach Papier, Druck und Buchschmuck den heutigen gesteigerten lünstlerijchcn Ansorderungen entsprechend

gestalten. Wahrend einige andere deutsche Landeskirchen diesem Bedürsnis durch Herausgabe einer besonderen Schmuck ausgabc neben den sonnigen zu entsprechen suchten, wurde in Hessen nur eine einzige, und zwar künstlerisch ausgestattete Ausgabe (mit Noten) veranstaltet, um diese allen Kreisen der evangelische» Eemeindcglicdcr zugänglich zu machen. Unter Mitwirlung von mehreren aus. dem Gebiete des Buchdrucks und Buchschmucks anerkannten Sachverständigen hat Kunstmaler Th Gcnanagcl z» Darmstadt den Druck geleitet und das Buch mit schlichtem, sehr ansprechendem Schmuck versehe». Von ihm rüh­ren auch mehrere Einbandcntwürsc her, die in verschiedener Aussiihrun« zu vom Großh. Lbrrkonftstorium jejlgejetzten an- gemetzencn Ladenpreisen in den einschlägigen Seschästen ner- taust weiden. Diese gesetzlich geschützten Einbände tragen ans der letzten Seite unter den Nachweisunge» über Druck usw, den Vermerk: Einband nach Entwurs von Th, Gengnagel von Z, Schösser in Grünstadt.

Franksurier Wetterbericht,

Geringere Bewölkung, meist trocken, wenig kälter, iiid- weftlicktc bis lvestliche Winde,

..Römerbrunnen'

Hervorragendes Tafelwasser.

Verantwortlich für den politischen und lokalen Teil: Otto Hirschei, Friedberg: sür den An,eigenteil: K. Schmidt, Friedberg, Drmk und Verlag derNeuen Tages,eitnng" ?l. @ , Friedbero i. H