234 Nachrichten aus der
dem Chemiker Hermbſtädt nachdrücklichſt empfohlen, indem er es über alle ähnliche Kompoſitionen von Pinchbeck, Tomback, u. ſ w. writ erhebt. Doch behaupten ſolche, die Proben damit ange ſtellt haben, daß es ſiark anlaufe, und dadurch leicht verunſtaltet werde. Viel Empfeh ungswürdiges hat das in Oresde n erfundene, und höochſten Orts approbirte Argyrophan, eine neue metalliſche Kompoſition, die das beſte und wohlfeilſte— Surrogat der engli⸗ ſchen Plattirungen in Pferde- und Wagengeſchirr und andere, Ge⸗ rächſchaften abgeben kann.— Eine eigene Analyſis ob eauty and taste würde ſich bei Betrachtung der mannigfaltigen Gehauſe ſchrei⸗ ben laſſen, womit die Pariſer Exfindſamkeit die kleinen Pendules und ſogenannten Stutzuhren umgibt. Uebrigens ſtekt hinter aller dieſer Vergoldung und Herrlichkeit oft eine ſehr ſchlechte Uhr. Man wird von dieſer Seite oft mit Wiener Pendules, die dazu um die Hälfte wohlfeiler ind, beſſer verwahrt. Im ganzen hat die Uhrmacherei durch die neusten Zeitläufte manchen harten Stoß er— kitten. Im Jahr 2787 giengen aus Genf noch 2 Uhren. Im vori— gen Jahr nur noch 30, So in den großen Fabriſin zu So e⸗ les, Ehaux de Fond, u. ſ. w. Vorzüglich fehlt der Abſatz in bas hart mitgenommne Deutſchlan d. Auch die Mode, welche den Frauen nur noch die Ridiküls ließ, und alle übrige Angehenke nahm, iſt den goldnen und brillantirten Taſchenu ren ſehr unhold. Die Uhrhändler klagten gewaltig auch in dieſer Meſſe. Als Surxro⸗ gate der achten Bronzarbelten ſind, theils die Wiener Fabrikate in hölzernen Schnitzwerken, die durch die Nach machung. der ächten Bronze und die geſchmackvolle und dauerhafte Vergoldung ſich ſehr empfeblen, und die wahre Bronze täuſchend nachahmen, theils die von dem erfinderiſchen Stobwaſſer in ſeinen zwei Fabriken zu SBraunſchweig und Berlin mit vieler Geſchicklichkeit ausge- fuhrten Ziergeräthe in Blei gegoſſen, und aufs feinſte bronzirt, auch in dieſer Meſſe wegen ihrer Wohlfeilheit und geſchmackvollen Form begierig gekauft worden. Man rühmt an beiden die Dauerhaftlg⸗ keit und hilft ſich, da das edlere Metall ſo ſelten unter uns ge— worden iſt, mit dieſen unſchuldigen Verfälſchungen ſo gut, als man kann. Das prächtigſte, was man im Fache der Bijouterie dieſe Meſſe ſah, war der große Dia mant vom Säbel des Tiypo⸗ Sab, welchen der Jude Benedikt über Schweden aus England brachte, und damit in den Sammelplatz alles Koſtlichen, nach Pa- reis eilte. Er ſchägt ihn weit über 200% 0 Thlr. Das geſchmack⸗ vollſte waren die niedlichen Moſaiken des jüdiſchen Juweliers aus Waris Dppenheimer, die in der Form von Herzen aus den zterlichſten farbigten Glasſtiften zuſammengeſetzt, den Damen zum Sruſtgehange dienen. Man nennt ſie Herzchen A la Cendrillon. 9)
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1.* 5* ) Mit Vergnügen werden die Leſer dieſes ausländiſchen Meß be⸗ 5 richts bemerken, wie oft darin der Wiener Induüf tele mit Ehren erwähnt wird. Uhren, bronzirtes Schnizwerk, Glas, Porcellan U15 elaſtiſche Hoſenträger aus Wie n
behaupten in der Covcuttenz mit den ersten Plaß. i a.§.
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