226 ueber die Nothwendigkeit

von Farbenrec epten im Gegentauſch, ſobiel ihm moglich iſt, bis er endlich einen Fabrikauten trift, der ſeiner Geheimkuͤnſte bedarf, und ſeinen Kunſt werth, gleich wie erſterer ſich ſelbſt, nach der Menge des elenden. Gemiſches von Receptformeln berechnet. Daß der Sohn nach dem Tode ſei nes Vaters, durch die Erbſchaft der hinterlaſſenen Recepte, auch oft den Poſten ſeines Vaters wie der ererbt; oder daß ein Drucker oder gar, wie auf einer ehemals beſtandenen Fabrik, der Tiſchler derſelben durch Erheirathung der Recepte oder endlich auch wohl die hinterlaſſene Beſitzerin der Kunſtgeheimniſſe ſelbſt, dieſe Stelle in der Fabrik fernerhin bekleidet; dies Alles aͤndert frei lich nichts in der Sache.

Bei ſo geſtalteter Sache iſt es denn freilich- naturlich, wenn unter den Haͤnden ſolcher Meiſter manche Fabrik am ewigen Einerlei ihrer Produk tionen dahin ſtirbt, oder ihr wenigſtens jede an dere weit voraus eilt, die mit Sinn für das Beſ⸗ ſere, was die Wiſſenſchaft gewaͤhrt, geleitet wor den iſt. Wo nur Naffinements in den Farben, Nachahmungen neuer erſparender Manipulationen, Reparationen vorgegangener Schaͤden, uberhaupt Vervollkommungen der. Kunſt gefordert werden; was koͤnnen hier ſolche Coloriſten thun, deren Weisheit ſich immer und ewig nur um ihren Re⸗ ceptenkram dreht?

Mit den Gruͤnden ihrer Manipulationen un bekannt, wiſſen ſte ſich bei den kleinſten Anſtoͤſ ſen nicht zu helfen; nicht einmal guͤnſtige Zufälle

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