224 Ueber die Noihwendigkeit
rum muß auch heut zu Tage der Handwerks Schlendrian anfhoͤren, wenn etwas Beſſeres ſoll erzjelt werden m ent t e
Es iſt nicht zu laͤngnen, daß in der Mo⸗ narchie viele Faͤrber vorhanden ſind„welche mit den Gruͤnden ihres Metier vollkommen vertraut, ſich, ihrem Gewerbe und dem Lande Ehre mas chen; aber eben ſo gewiß iſt es, daß die mei⸗ ſten andern von ihrer Kunſt nur ſo piel verſtehn, als ihr, oft elend genng zuſammen geſchriebenes Reseptenbuch aus weiſet. Ich will hier nur vzunaͤch ſt die Zeugdruckerei zum Beiſpiel nehmen, die einen ſo wichtigen Zweigs der Nationalinduſtrje ausmacht, da auf ihr ein großer Theil des Gederhens der Baumwollen fabriken beruhrz von welcher ſelbſt die Faͤrberei viele bedeutende Prozeſſe und oft ein beſ⸗ ſeres Verfahren entlehnt hat, und deren Operati-⸗ onen ſo rein chemiſch, ſind, daß man ſich wundern muß, wie es Colexiſten geben kanne die kaum wiſſenu, was Chemie bedeutet. Wie viele Cotton⸗ fabriken verdanken der Unwiſſenheit, der, emppri⸗ ſchen Sudelei dieſer Coloriſten ihren Untergang, wie manche andre wurden dadurch, in, ihrem beſt ſern Fortſchreiten aufgehalten! Fragen Sie, wie ſo ein Coloriſt bei, all ſeinem Stumpfſinne fur wiſſenſchafrliche Bildung, zu ſeinem Weisheitsſchaz⸗ ze gelangt ſey; ſo antwortet Ihnen darauf ein aufgeklaͤrter, praktiſcher Faͤrber ſelbſt,(Hr. Schneid⸗ ler in Hannover, in Her mbft aͤdts Maga⸗ zin fuͤr Faͤrber 4. Band S. 619 etwa folgender⸗ maſſen:„Groͤßtentheils von früher Kindheit an
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