150 Vorſchlaͤge zur Hülfe 1
wanne und ſchlaͤgt oder quirlt ihn ſo lange, bis er ſich koͤrnt. Zuletzt wird er wie der Rohrzucker in Weſtindien, in irdene Formen geſchuͤttet.
Der Ueberſetzer macht dazu die Anmerkung: Die Indianer machen dieſen Zucker mit weniger Umſtaͤnden, ſie breiten ein Fell zwiſchen 5 oder 4Baͤumen aus, gießen den Saft hinein und laſ— ſen die waͤßrigen Theile von der Sonne auszie— hen. Einige Reiſende ſagen, der Ahornzucker ha— be etwas eckelhaftes, honigartiges im Geſchmack; aber die meiſten loben ihn. Es iſt nicht allge⸗ mein bekannt, daß ein Deutſcher in Albanien ei— ne gute Zuckerraffinerie angelegt hat. Der raffi⸗ nirte Ahornzucker ſoll etwas ſaͤuerliches und pikan— tes haben, und deswegen von einigen dem Rohr⸗ zucker vorgezogen werden.
5. Aus Böhmen.
Hier hat der fuͤrſtl. Carl Auerſpergſche Waldmeiſter Hr. Baͤringer zu Liban im Chru— dimer Kreiſe, auf der Herrſchaft Naſſaberg ſchon ſeit 3 Jahren Verſuche zur Zucker-Gewin— nung aus Ahorn mit 60 hundertjaͤhrigen Baͤu⸗ men gemacht und kuͤrzlich bei ſeiner Anweſenheit in Wien einige Pfunde der ſchoͤnſten Moscovade und einulge Flaſchen Syrop producirt. Beide fan— den allgemeinen Beifall. Man machte Chocolade aus dieſem Zucker, die uͤberſuͤß ward. 8 l Die Vaterlaͤndiſchen Blaͤtter XX. XXIX. und XXXV. des zten Bandes geben umſtaͤndliche Nach— richten von ſeinen Verſuchen, aus denen hier die⸗


