bei der großen Zuckertheuerung 149
die Zapfloͤcher, obgleich die Zeit zum Zapfen(den 17. Mai) im Fruͤhling, wenn der Saft in die Baͤume tritt, eigentlich ſchon voruͤber war. Wenn es die Nacht vorher friert; ſo gewinnt man alle— mal am naͤchſten Morgen eine Menge Saft.—
Meiner Meinung nach wuͤrde dieſer Baum in Eugland und andern Theilen Europens eben ſo gut fortkommen, wie in Amerika. Man muß ihn nur in fettes Land pflanzen.— Wenn man in Amerika die Baume einer Gegend aus— rottet(um ſie zum Feldbau einzurichten); ſo faͤngt man allezeit da an, wo der Zuckerahorn waͤchſt, denn da findet man ſicher fetten Boden. Deswe— gen wird auch Amerika nie ſo viel Zucker ge— winnen, als es verbraucht. ö a
Der Zucker wird auf folgende Art gewon— nen. Man bohrt die Baumrinde 7 Fuß(2) vom Erdboden an, ſteckt hoͤlzerne Haͤhne in die Oeff— nungen, und kocht den erhaltenen Saft am gleich darauf folgenden Tage erſt in einem Keſſel, der 70 Quart faßt. Hierzu thut man gerade ſo viel Kalk, als noͤthig iſt den Saft zu verdicken. Da— bei ſchoͤpft man immer den Schaum ab, und vermehrt die Hitze, bis der Saft auf 60 Quart verdampft iſt. Zunaͤchſt ſeiget man ihn durch ein wollenes Tuch, thut ihn in einen kleinen Keſſel, und verfaͤhrt wie zuvor bis nur noch 50 Quart uͤbrig bleiben. Wenn der Saft die Zaͤhigkeit er— reicht hat, daß er ſich zwiſchen Daum und Zeige— finger wie Leim zieht, ſo iſt er hinlaͤnglich ge⸗ kocht. Man gießt ihn dann in eine hoͤlzerue Kuͤhl⸗
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