146 Borſchlaͤge zur Huͤlfe
Der Verfaſſer erwähnt auch der großen Vortheile wenn man die Speiſen ſtark mit Zucker miſcht.
1. Der Zucker gibt eine größere Quantität von Nahrung„als ir⸗ gend eine andere Subſtanz in derſelbigen Maſſe, und er iſt ſo tauglich zum Mäſten der Pferde und andern Haus- Vie⸗ hes, als geſchickt Menſchen beſſer zu nähren und wohlbeleib⸗ ter zu machen.
2. Er iſt bei Kindern ein Präſervativ gegen Würmer.
3. Wahrſcheinlich dürfte er auch gegen bösartige Fieber gute Dien ſte leiſten.
4. Er iſt ſehr nützlich bei Bruſtkrankheiten und ſcharfen Aus ſlüſſen an andern Theilen des Körpers.
C. Aus dem Journal fur Fabrik und Manufactur von
1794. (Mit Weglaſſung deſſen, was in obigen Berichten ſchon vor— gekommen).
Ein angeſehener amerikaniſcher Landmann„welchem ſeit vielen Jahren die gewöhnliche Art, dieſen Zucker zu bereiten, be— kannt war, wünſchte dieſelbe zu verbeſſern und erhielt zu dieſem Endzweck die nöthigen Unterweiſungen von einem Zuckerbäcker in Philadelphia; und mit Hülfe bieſer Unterweiſungen fing er zu Stok⸗ Port im Fbr. 1790 ſeine Verſuche an. Stok⸗ Port liegt ungefähr s Meilen unter der Vereinigung der Mohok- und Popatſchtik Arme des Dal aware.
Er fand gar bald, daß die alte Art dieſen Zucker zu ſie— den noch in der größten Unvollkommenheit und vieler Verbeſſerung fähig war,*) und daß man leichtlich Zucker daraus machen konnte, der dem von auswärts eingeführten weder an Farbe, Korn noch Geſchmack etwas nachgeben müſſe.
Der Erfolg ſeiner Verſuche rechtfertigte vollkommen die Hoffnungen, welche er geſchöpft hatte; denn der Zucker, welchen er machte und nach Philadelphia ſchickte, wurde nach dem Ur— theil verſtändiger Richter, dem beſten aus den weſtind iſchen Ey ländern eingeführten gleich geſchatzt. Der würdige Mann, wel— cher dieſe Verſuche machte und auf deſſen Urtheil ſewohl, als auf deſſen Wahrheitsliebe man bauen kann, behauptet: daß 4 arbeitſa— me, geſchickte, mit dem gehörigen Werkzeug wohl verſehene Man⸗ ner, in ſechs Wochen(welches die zu dieſer Arbeit erforderliche Zeit iſt) a0 Pfund guten Zucker verfertigen kounten.
Wenn 4 Männer in ſechs Wochen ſo vielen Zucker erzeu— gen können, was müßte denn die einzelne oder ver⸗ einte Arbeit ſo vieler tauſend Menſchen hervorbringen, die nun und in Zukunft den weit ausgebreiteten Strich Landes
*) Er iſt hart, braun, etwas durchſcheinend, riecht gut und ſchmeckt ſehr ſüß. Zuweilen iſt er locker, wie Moskovade.
Meiſtens aber erſcheint er in kleinern oder größern Klum—
pen zuſammengebacken. Rach Europa kam er ſonſt in
kleinen, eine Querhand breiten Kuchen. Er kommt dem
Zucker- Candi am nachſten, zergeht nicht ſo ſchnell, wie
der gewohnliche, ſüßet auch nicht ſo E ſtark.
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