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bei der großen Zuckertheuerung 145
Wenn der Zucker hinlänglich geſotten iſt, ſo wird er ge— körnt, nachher gelzutert und in Hutzucker verwandelt. Die Metho⸗ den hiebei ſind dieſelben wie bei der weſtindiſchen Zuckerfabribotion.
Es iſt die Frage, ob die Beſchaffenheit des Ahornzuckers nicht verbeſſert und ſeine Quantität nicht vergrößert werden könnte, wenn man die Siedehäuſer in Gegenden, wo die Abornzucker bäume wachſen, anlegte und die Zuckergewinnung fabrikmäßig im Großen durch vereinte Kräfte mehrerer betriebe. Aber wegen des zerſtreu⸗ ten Standes der Bäume, wegen der Schwierigkeit den Saft aus einer großen Entfernung zu holen, und wegen der vielen Koſten, welche aus der Unterhaltung der Arbeiter und Pferde in den Wale dern zu einer Jahrszeit, in welcher die Natur für Menſchen und Vieh keinen Unterhalt hervorbringt, erwachſen; bin ich geneigt, für die vortheilhafteſte Methode zur Zucker- Erzeugung diejenige zu halten, wo ſie blos eine Arbeit einzelner Familien bleibt. Viele hundert einzelne Familien in Neu⸗ Pork und Penſylvanien haben eine lange Reihe von Jahren hindurch dieſe Länder reichlich mit Zucker verſehen. Ich habe von manchen Familien gehört, wel⸗ che jährlich 2—400 Pf. verfertigten, und von einem Manne, wel— cher 6 0 Pf. verkaufte, daß dieſer verkaufte Zucker in demſelben Winter durch ſeine und ſeiner Familie Hände bereitet worden ey.
Der Verfaſſer gibt eine vergleichende Anſicht des Ah or n— zuckers mit dem Weſtindiſchen Zuckerrohre, mit Rück⸗ ſicht auf Güte, Preis und Quantitat.
1. Seine Qualität iſt beſſer als die des Weſtindiſchen Zuk⸗ kers, weil er zu einer Jahrszeit verfertigt wird, wo es noch keine Inſekten, keinen Staub oder Mehlthau gibt, die ihn verunreinigen. Er wird auch durch reinlichere Perſonen be— reitet. Seine größere Reinheit zeigt ſich dadurch, daß er wenig Satz niederſchlagt, weun er aufgeloſt iſt.
2. Da der Zuckerahornbaum ein freiwilliges und überflüßiges Ge⸗ ſchenk der Natur iſt, und der Zucker durch die Familie des Anbauers ohne Aufwand an Mühlen, Selaven, Keſſeln, u. ſ. w. gewonnen wird; ſo muß er wohl für einen geringern Preis verkauft werden können.
2. Die Quantität wird nicht unbeträchtlich ſcheinen, da in den
Staaten von Ren- York unb Penſylvanien allein,
zum wenigſten 10,, Aeker ſind, welche den Zucker-
ahornbaum in dem Verhältniſſe 30 Bäume auf einen Ak— ker hervorbringen. Man nehme an, daß in einer Familie drei arbeitsfähige Menſchen wären, ein jeder 159 Bäume zu warten hätte, jeder Baum 3—5 Pfund Zucker brächte und sooo Familien dazu verwendet würden, ihn zu ma⸗ chen; ſo würde das Produkt 13s Millionen Pfund ſeyn. Wenn davon 120 Millionen in den Staaten ſelbſt verbraucht würden, ſo würden noch 1s Millionen für die Ausfuhr übrig bleiben. Die Zahl der Familien, die hier ſich mit Zucker be ſchäftigend angenommen werden, ſcheint groß zu ſeyn; allein eine doppelte Anzahl iſt mit dem beſchwerlichen Proceß be— ſchäftigt, Cyder zu machen. Ueberdieß iſt der Zucker nicht das einzige Produkt des Ahorns. Von dem Safte, welcher ſpäter im Jahre fließt, wird Zuckerſaß und ein vortreffliche Weineſſig gemacht. 4. Band ꝛtes Stück,*
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