144 Vorſchlage zur Huͤlfe
Es gibt 3 Methoden„den Saft in Zucker zu„
deln:
1. Durch das Gefrieren. Dieſe Methobe iſt—. Jahre durch den Hrn. Obadjah Scctt, einem Pächter in der Grafſchaft Lucerne mit ſehr glücklichem Erfolge verſucht worden. Wenn der Froſt nicht heftig genug ſeyn ſollte den Saft zu kornen, fo kann er zu dieſem Endzweck der 8 des Feuers ausgeſetzt werden.. g
2. Durch freiwillige Abdünſtung. Der hohle Mumvf eines Zuckerahornbaums, welcher im Frühlinge abgehauen und einige Zeit nachher mit Zucker angefüllt gefunden wur— de, lehrte dieſe Methode.
3. Durch Sieden. Die folgende Behandlung, welche durch manche Verſuche für dieſen Zweck bewahrt Sundern iſt, ver⸗ dient einige Anfmerkſamkeit.
a) Je früher der Saft geſotten wird, nachdem er vom Baume ge- ſammelt iſt, deſto beſſer iſt es. Man ſollte ihn niemals län⸗ ger ſtehn laſſen, 0 24 Stunden, ehe er* euer geſeßt F wird). b) Je weiter das Gefäß ic, in welchem der Gf gekocht wird, de⸗ ſto mehr Zucker gewinnt man von ihm N o) Ein kupfernes Gefäß liefert einen Zucker von ae Farbeh als ein eiſernes.
Der Saft fließt in heizen Troge, aut welchen er abge⸗ holt und in Vorrath ströge oder lange Ciſternen von der Geſtalt eines Canots oder einer breiten Krippe gegoſſen wird, die von der weißen Eſche, Linde oder der weißen Tanne gemacht ſind. Aus die⸗ ſen wird er in den Keſſel gebracht, in welchem er geſstten werden ſoll. Die Ciſternen ſowohl als der Keſſel, wird mit einem Schup⸗ pen bedeckt, um den Saft vor den Regen zu bewahren. Der Zuk⸗ fer wird dadurch verbeſſert, daß der Saft entweder, bevor oder nachdem er halb geſotten iſt, durch eine Decke oder Leinwand fil⸗ trirt wird. Zu dem Safte im Keſſel werden noch Butter, Schwei⸗ nefett oder Talg hinzugegeben, um das Überkochen zu verhüken. Kalk, Eier oder friſche Milch werden hinzugeſetzt, um den Saft zu läu⸗ tern. Ich habe klaren e geſehn, der ohne einen von jenen Zuſätzen gemacht war. Ein Loffel voll gelsſchten Kalk, das weiße von einem Ei und eine Pinte friſcher Milch, ſind die gewöhnlichen Proportionen von dieſen Artikeln, welche mit 13 Gal. Saft ver— miſcht werden. Bei einigen Probeſtücken, welche ich neulich vom Ahornzucker mit einem jeden dieſer obenerwähnten Artikel geläutert seſehen habe, hatte der, welcher allein mit Milch vermiſcht war, in Hinſicht auf die Farbe eine größere Vortrefflichkeit.
*) Zu Anfang des Jahrs läßt ſich der Saft wegen der kalten Temperatur leichter aufbewahren. Mit Annäherung des Frühlings muß er gleich den Tag nach der Abzapfung berſotten werden, damit er nicht in Gährung geräth und ſauer wrrde. D. H.


