bei der großen Zuckertheuerung 143
(Iiriodendrum tulipifera) oder der gemeinen Pappel, gemacht; ſie werden unter die Rohre geſetzt, um den Saft aufzunehmen, wel— cher an einem jeden Tage in einen weiten Behälter geſchüttet wird, welcher ebenfalls aus einem dieſer vorhin genannten Bäume verfer— tigt wird. Aus dieſem* er, wenn er filtrirt iſt, zum Kochkeſ⸗ ſel gebe 0
Um den Saft vor gegen und Unreinigkeiten zu bewahren, iſt 2 eine ſehr gute Gewohnheit, die Troge mit einem ausge— höhlten Brette zu bedecken, das in der Mitte ein Loch hat—
Es bleibt nun noch zu beſtimmen übrig, ob nicht eine gewiſſe künſtliche Hitze angewendet werden könne, um die Quantität des Saftes zu vermehren und die Beſchaffenheit deſſelben zu verbeſ— ſern. Hr. Noble benachrichtigte mich, daß er einen Baum geſe— hen habe, unter welchem ein Pächter beſtändig einiges Geſträuch brennen ließ, welches bewirkte, daß ein dicker ſchwerer Syrop he— raus tropfelte, welcher den Zuckerhefen glich. Dieſes Faktum kann wahrſcheinlich zu einigen nützlichen Folgen leiten.
Wahrend den übrigen Monaten des Frühlings, ſowohl als auch im Sommer und im Anfange des Herbſtes, liefert der Ahorn- baum einen dünnen Saft, der aber nicht für die Zuckerfabrikation tauglich iſt. Er gibt ein angenehmes Getränk in der Ernte, und iſt ſeit einigex Zeit von den Pächtern zu Conektib ut ſtatt des Mums gebraucht worden; deren Vorfahren ihnen hie und da in al— len ihren Feldern einen Ahornbaum gelaſſen haben. Herr Bruce beſchreibt ein Getränk von derſelb rt, welches von den Einwoh- nern in Egypten durch Einle s Zuckerrohrs in Waſſer be⸗
reitet wird, welches er für das chendſte Getränk in der Welt erklart. f
Der Ben la Hontan 715 von dem Saft des gucker⸗ ahorns, wenn es als Getränk gebraucht wird, und von der Art und Weiſe, daſſelbe zu bereiten, folgende Nachricht: Der Baum liefert einen Saft, welcher einen weit angenehmern Geſchmack hat, als die beſte Limonade oder das beſte Kirſchwaſſer und gibt des ge— ſündeſte Getränk von der Welt. Dleſer Saft wird durch das 2 Zoll tiefe Einſchneiden in den Baum hervorgeholt. Der Schnitt wird allmählig 10—12 Zoll tief hineingemacht. In das untre Ende der Wunde aber wird ein Meſſer ſchräg in den Baum hineingeſteckt, ſo daß das Waſſer aus dem Schnitte oder der Wunde als wie durch eine Rinne herabfließt und auf das Meſſer fallt, unter welches ei— nige Gefäße geſetzt ſind, um es aufzufangen. Jeder Baum würde in einem Tage 5—6 Bouteillen von dieſem Waͤſſer liefern, und ei— nige Einwohner von Cana da könnten an einem Tage 20 Orhoft— fäßer ſammeln, wenn ſie die Ahornbäume ihrer vortrefflichen Pflan- zungen darnach einſchneiden und einkerben wollten. Die Wunde ſchadet dem Baume nicht. Von dieſem Safte machen ſie einen koſtli— chen Syrop und Zucker, der beſonders den Magen ſtärkt; aber nur wenige Einwohner haben die Geduld, ihn zu verfertigen. Dieſe Bäume ſind als gemeine Dinge zu gering geſchätzt; daher geben ſich nur hin und wieder Kinder die Mühe, ſie einzukerben,
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