142 Vorſchlaͤge zur Hülfe

Man vermuthete, daß durch die Verpflanzung des Zuckerahornbaums in einem Garten oder durch die Ausrottung ſolcher anderer Baume, welche die Sonnenſtrahlen von ihm abhalten, die Menge des Saf tes vermehrt und ſeine Beſchaffenhelt ſehr veredelt werden könne.

Ich habe von einer Thatſache etwas gehort, welche dieſe Meinung begünſtigt: Ein Pächter aus dre Orafſchaft Rorthampton in Penſylvanien pflanzte vor 20 Jahren eine Anzahl dieſer Bau me in ſeine Wieſe. Von 3 Gallonen Saft erhielt er jährlich 1 fund Zucker. Man hatte vorher bemerkt, daß s oder 6 Gallonen Saft ven denen Bäumen, welche in den sväldern wachſen, erfordert wurden, um die nämliche Quantitat Zucker zu gewinnen,

welche im Winter zur Ernährung der Hausthiere abgehauen worden ſind, lieferten eine betrachtliche Menge Saft, ſobald ihre Stämme und Rander die Sonnenſtrahlen des Frühlings fühlten. Daraus folgt, baß der Saft dieſer Bäume durch einen jeden ihrer Theile gleichartig verbreitet iſt, daß ſie noch 3 Jahr leben, nachdem ein umlaufender Einſchnktt durch bie Rinde in die Subſtanz des Bau⸗ mes gemacht worden iſt, um ihn auszurotten.

Die Zeit, die Baume anzuzapfen, iſt im Februar, März und April, weil um dieſe Zeit das Wetter dazu ain angemeßenſten iſt. Warme Tage und froſtige Nächte ſind zu einem reichlichen Ausfluße des Saftes ſehr günſtig. Der Einſtuß des Wetters auf die Zunahme und Abnahme des Ausflußes des Saftes aus den Bäu men iſt hier wirklich merkwürdig. Die Quantität, die man an ei⸗ nem Tage von einem Baume erhält, beſteht gewohnlich aus s Gal⸗ lönen bis zu einer Pinte, je nachdem die Luft mehr oder weniger warm iſt. Herr Lo w benachrichtigt den Hrn. Atthur Noble, daß er ſogar an einem Tage beinahe 23 Gallonen Saft(am 14. A⸗ pril 1789) von einem einzigen Baume erhielt, welches aber ein außerordentlicher Full iſt. 8

Des Nachts gibt es immer einen Aufenthalt in dem Aus⸗ uße des Saftes, beſonders wenn auf einen warmen Tag eine kalte Nacht folgt. Das Einbohren wird mit einem Beile oder einem gro ßen Schrauben Bohrer von 11 im Durchmeſſer nach Verhält⸗ niß der Hroße des Bauntes verrichtet. Der leztere hat nach der Er⸗ fahrung den Vorzug. Der Bohrer wird ungefähr 3ſa Zoll tief ſchrag von unten hinauf eingebrehet, damit der Saft des Morgens oder Abends bei einem langſamen Laufe nicht gefriere. Nachher

wird er allmählig bis zu zwei Zoll tiefer hineingebracht. In die.

Höhle, welche durch den Bohrer gemacht iſt, wird eine Rohre bei nahe um 1ſa Zoll tief hinein geſteckt, ſo daß ſie noch 12 Zoll aus dem Baume hervorragt. Die Rohre wird gewöhnlich von Hollunder (Sambucus canadenſis) gemacht, welcher meiſtens in der Nach⸗ barſchaft der Zuckerbäume wachſt. Der Baum wird zuerſt an der Südſeite angezapft; wenn der Ausfluß des Saftes ſich zu min⸗ dern anfängt, ſo wird an der Mordſeite eine Oeffunng gemacht, an welcher nun ein ſtärkerer Ausfluß hervorbricht. Per Saft flleßt 4 Wochen, je nachdem die Temperatur des Wetters iſt. Unter die Rohre werden Troge geſetzt, welche weit genug find, 2 oder 4 Gal⸗ lonen aufzufaſſen. Dieſe Troöge ſind von weißen Tannen, weißen Eſchen, der getrockneten Waſſereſche, Eſpen, Linden, Tulpenbäumen

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Der Saft tröpfelt aus dem Holze des Baums. Bäume,.