bei der großen Zuckertheuerung 135
Die kleinſſe Ausbeute, welche damals ein inländiſcher A- hornbaum gewährte, war 21 1ſ4 Maß Saft, welche 1 Pfund Isa Loth Rohzucker lieferten. Die größte eines inländiſchen Ahorns 29 102 Maß Saft, die 1 Pfund 19 6% Loth Zucker gaben. Jede Maß des zuckerärmſten Ahornſafts gäbe alſo 1 1s Loth Zucker, und des zuckerreichſten 2»ſs Loth. Der reichhaltigſte nordamerikaniſche Silberahorn gab 3 Pfund s Loth.
Zugleich ſtellte die Ackerbaugeſellſchaft fuͤr die, welche Verſuche anſtellen wollten, folgende Fragen auf, welche ich mich verpflichtet halte, auch durch meine Zeitſchrift zur Sprache zu brin—
gen. 2. Von welcher Art Ahorn wurde der Saft genommen? In welcher Lage waren die Väume, welche gezapft wur⸗ den? hoch, niedrig, ſonn- oder ſchattſeitig?
3. Zu welcher Zeit, und auf welche Art wurde gezapft e Wie lang rannen die Bäume?
4. Wie viel Saft gab ein Baum? und wie viel Zoll hatte dieſer im Umfange?
5. Welche Farbe und Geſchmack hatte dieſer Saft?
4 6. Wie viel Syrop erhielt man von einer beſtimmten Men— ge Ahornſaft?
* 7. Welchen Geschmack, und 8 8 1 hatte dieſer Sy⸗ rop 2 5 8. In wie viel Zeit konnte man die eifaliſotion des Zu⸗ ckers in demſelben wahrnehmen?
9. Wie verhielt ſich die Quontität des erhaltenen kriſtalli⸗ niſchen Zuckers zu jener, des Syrops?
10. Welche ſpecifiſche Eigenſchaften hatte dieſer“ Zucker, und worin weicht er vom gewohnlichen weſtinbiſchen Moscevad⸗ Zuk⸗ ker ab?
Sie ſchlos mit dem Wunſch: Angenehm wäre es der Ge⸗ ſellſchaft, wenn ihre Herren Mitglieder oder Jene, welche über dieſen intereſſanten Gegenſtand Verſuche anſtellen und ihr dieſelben mittheilen wollen, der Beantwortung dieſer Fragen auch eine belie— bige Quantität des erhaltenen Syrops, und kriſtalliniſchen Zuckers beilegen mochten, damit ſie dieſe Subſtanzen hier mit jenen verglei— chen könnte, welche ſie von ihren hieſigen, mit dieſem Geſchäfte be— auftragten Mitgliedern erhalten wird.
. 3. Aus Wien.
Schon im Julius 1807 hatte ſich Herr Profeſſor von Jacquin der jüngere, in einem amtlichen Bericht geaͤußert: 5
Der Ahornzucker verdiene deshalb den Vor⸗ zug vor dem Runkelruͤbenzucker, weil er nicht wie


