136 Vorſchlaͤge zur Huͤlfe
dieſer wegen des Schleimgehalts gröͤßtenthells un⸗ Triſtalliſirbar ſey und einen Nebengeſchmack habe. Gleich bei dem erſten Eindicken des Saftes erhal— te man brauchbaren Puderzucker oder Moscovade, die Bereitung des Ahorn— Zuckers ſey wohlfeil und fuͤr Jedermann im Kleinen aus fuͤhrbar; da jene aus Runkelruͤben zu koſtbar, langwierig und um⸗ ſtaͤndlich ſey.
„Allein“ faͤhrt er fort,„obſchon die Abſchei⸗ dung des Zuckers aus dem Ahornſafte ſo viel leich— ter als aus dem Ruͤbenſaft iſt; ſo iſt die Schwie⸗ rigkelt ſich jenen zu verſchaffen, um ſo großer. Ruͤben kann man im erſten Sommer nach Willkuͤhr in großer Menge hervorbrin⸗ gen; aber Ahornbaͤume, welche Zucker ſaft liefern, erfordern wenigſtens 20 Jahre bis zur erften Erndte— Nn neu gezogen muͤſſen ſie leider! werden, denn vorhanden ſind ſie noch nicht in be⸗ deuten der Menge.“)
Nur Gruppenwelſe ſey der gemeine Ahorn (acer pleudoplatanus) noch am haͤufigſten auf den Erzbiſchöflichen Ol muͤtztſch een Guͤtern zu Muͤhrau und Hochwald in Maͤhren und bei Gmuͤndt
*) Alſo ganz meiner obigen Meinung beiſtimmend, wobei nicht aus der Acht zu laßen, daß der Saft junger Bäume viel armer an Zuckerſtoff iſt. D. 5.
**) Durch des thätigen Herrn Hofraths von W'a lberg Bemü⸗ hungen befinden ſich zwar in den großen Fürſtlich Li ch⸗ tenſteiniſchen Plantagen ausländiſcher Holzer(über welche das Patriot iſche Tageblatt die erſten und ausführlichſten Rachrichten gab) an ao ißt achtjahrige ächte Zucker Ahorne(acer sacharinum)— aber wo ſind ße nur halb erwachſen, außerdem in ſolcher Zahl
2 beifammen anzutreffen? D. H.


