bei der großen Zuckertheuerung 131

Waatlande, Proben von ſeinem in der Schweiz verfertigten Ahornzucker. Zugleich machte er ihr ſein Verfahren, das er in Nor dame rika er⸗ lernt, bekannt. Er benutzte den gemeinen, wei⸗ ßen Ahorn(Acer pleudoplatanus L.) der zwar haͤufig genug, aber ſelten in geſchloßnen Strecken, ſondern meiſtens gemiſcht unter anderm Laub und Nadelholz wächſt.) 5 0 Der Saft wird im Winter, ehe ſich die Kuospen oͤffnen) durch Einſchnitte und Anbohren , wie bei den Birken gewonnen. Bei Sonnen⸗ ſchein zieht man aus jedem Baume 3040 Maas ) Saft(jedes von 84 2) Pariſer Kubikzoll Inhalt) welche 2 7 3 Pf. Zucker geben. Herr Duͤfour berechnet, daß ein einziges Weib mit Beihuͤlfe einiger Kinder in einem Win⸗ ter und Fruͤhjahr gegen 500 Pf. Zucker aus 1000 N*) Man laßt ihn hochſtämmig werden, wo er noch bis ins gote Jahr zunehmend wächſt; oder holzt ihn alle 120 Jah re ab, wo er dann ſehr bald wieder mächtige Büſche * treibt. Steht er nicht auf zu lockern, ſchwammigten Bo⸗

0 den; ſo gibt er eins der härteſten, feſteſten, vortreflichſten Holzer für Inſtrumentenmacher, Schreiner, Drechsler ꝛc. Es wirft ſich faſt nie, und iſt ſelten dem Wurmfraß aus⸗ geſeßzt. Man müßte ihn zur Zucker⸗ Nutz ung als Stan- genſchlagholz alle 3040 Jahre bewirthſchaften.

5 D. 5.

) Am beſten im December und Jänner bei recht ſtrenger Kälte, im tiefen die Wurzeln warm haltenden Schnee oder auch im Anfange des Frühlings, an der nach Mittag zu⸗ gekehrten Seite.

D. H.

% 14 hoch von der Erbe bis ins eigentliche Holz, worauf man klei⸗

ne Blechrinnen oder Federkiele hinein ſtekt. D

) Dieſes iſt ſehr viel für den gemeinen. Faſt alle Ahornar⸗ ten geben Zuckerſaft, aber nicht alle gleich häufig. Dit

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