392 Anfragen, Vorſchlaͤge, Wuͤnſche

Die Urſache, warum an den andern Merk⸗ malen die Geſchlechter ſo ſchwer zu unterſcheiden ſind, liegt wohl darinn, daß Maͤnuchen und Weib⸗ chen, aus derſelben Oeffnung Koth und Waſſer von ſich geben und die eigentlichen eden le im Bauche verſteckt liegen.

Den Bibergeil haben ebenfalls beide Ge ſchlechter gemein, nahe bei dem After, in 4 Saͤck chen, nur ſind die Saͤckchen des Weibchens kleiner.

Die neueſte Zergliederung des Bibers verdan ken wir dem Hru. D. Bonn, durch deſſen unten bemerkte Schrift der Hr. Anfrager wahrſcheinlich vollkommen befriedigt werden duͤrfte.)

Es ward nehmlich 1799 im Gelderuſchen an den Ufern der Yfſel ein Biber in einer Ot ternfalle gefangen. Zum Bau ſeiner Wohnung hatte er ſo viel Holz verbraucht, daß kaum 2

Pferde hinreichten, es fortzuſchaffen. Woraus erhellt, daß, gegen Buͤffons Meinung, auch die einſamen Biber ordentlich bauen.

Vielleicht iſt es den Leſern angenehm die wichtigſten Reſultate, welche Hr. D. Bonn bel der Zergliederung dieſes Thiers W We in gedraͤngter. Kuͤrze zu uͤberſehen.

Erſten 8. Die Hirnhödle iſt ſehr klein und ent halt im Verhaͤltniß zu den Nerven ein ſehr kleines Gehirn. g

Zweitens. Nahe an der Cardia. befindet ſich ein druͤſiger Apparat, der wahrſcheiulich

J Anatome Castoris atque ebemies Castorei analyſis, ejusque in medicina uſus. Differt. inauguralis A. C. Bon n. Leiden 1806 mit 4 Kupfern.