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lleber die neueſten Verbeſſerungen der Branntweinbrennerei—
Es iſt bekannt, was fuͤr bedeutende Geſchaͤfte in unſrer Monarchie durch das Brantwein⸗ brennen gemacht worden; theils aus Korn, wie in Galizien und den deutſchen Staaten vorzuͤg⸗ lich in Maͤhren,) theils aus Obſt, beſonders Zwetſchken, wie in Ungarn und deſſen Zabe— hoͤrden, ohne noch der Lique ure zu erwähnen, wodurch ſich Tri eſt bisher auszeichnete.) Eben ſo bekannt aber auch iſt, daß ſich dle⸗ ſer Induſtriezweig groͤßtentheils in den Haͤnden der ſogenannten Branntwein ⸗ Juden befinde, wel⸗ che faſt auf allen Dominien die Bran ntwein⸗ blaſen und Pottaſchen(ſogenannten Fluß-) Sie⸗ dereien gepachtet haben— und daß in Ruͤckſicht auf fortſchreitende Kunſt zur Erzeugung einer theils wohlfeilern, theils beſſern Waare keine beſondre
Auszeichnung ſtatt gefunden habe.“) Indeſſen ) Aus Mähren geht ſehr viel Branntwein nach Wien. Be⸗ ſonders iſt Proßnitz der Hauptſiß der mahriſchen Brant
wein- Fabrikation. 7
„) Da Triefſt nicht mehr zum ö ftetkeichiſchen Stadtskür⸗ per gehört und die dortigen guten Liqueure künftig ſchwie⸗ riger u. koſtſpieliger von dort zu beziehen ſeyn dürften; ſo würde es eine für das Publikum eben ſo angenehme als dem Unternehmer lohnende Speculation ſeyn, wenn ſich unſre gemeinen Branntweinbrenner oder gewöhnlichen Liqueurfabrikanten mit den beſten Bereitungsarten angeneh⸗ mer und geſunder, geiſtiger Getränke, mit oder ohne Ver⸗ ſüßung bekannt machen und ſie im Großen ausüben woll ten, da ihr Genuß einmal ſo vielen Menſchen zum Be— dürfniß geworden.
0) Es verſteht ſich dies Urtheil im Allgemeinen. Denn einzel⸗ ne, vortreffliche Anlagen dieſer Art gibt es allerdings. Dahin gehort z. B. die zu Hajan, 2 kleine Meilen von
3. Band 3. Stück. 1


