Brennendes Steinkohtenbergwerk 521

Erdſchichten, wegen des freier gemachten Zutritts der Luft ſtaͤrker brennt und ſchneller ſich verbrei⸗ tet. Die brennenden Gebirgs-Gegenden haben alle einerlei Form. Mau ſieht unregelmaͤßige ſchiefe Flaͤchen, betrachtliche Erdfaͤlle, in Form von Furchen, Spalten, Niſſen, die ein inneres Toben, eine ſich in die Tiefe erſtreckende Zerreif⸗

ſung anzeigen. An einigen Stellen ſind Erhdhun⸗

gen oder Hervorragungen, die aus großen aufge⸗ haͤuften Maſſen beſtehen, und ſo hart wie Stein ſind. Au andern Stellen entdeckt man Abgründe, welche als Luftlöcher dienen, und aus denen Feu erbuͤſchel von verſchiedenen Farben und Richtungen, je nachdem der Wind gehe, herauskommen; es erheben ſich in windſtillen heitern Zeiten Saͤulen von dicken Daͤmpfen zu einer ſo beträchtlichen Hohe, daß man ſie in der Eutfernung von meh⸗ reren Meilen wahrnehmen kann, und wenn ſie bei ſtürmiſchen und regnichten Weiter von dem Wind in die Thaͤler geweht werden: ſo füllen ſie dieſel⸗ ben ganz ans. Der Boden iſt trocken, unfrucht bar und, nach Beſchaffenheit der Subſtanzen und der Dauer des Feuers, dem ſie ausgeſetzt waren, gelb, viol t oder gruͤnlicht gefaͤrbt. Mau findet uberall unter⸗ einander geworfene Stuͤcke von Schiefer, harten Leimen ꝛc. Dieſe großen Verbrennungen hoͤren auch oft von ſich ſelbſt auf. Es gibt wenig Steinkoh lengebirge in dem Gebiete von Aubin, auf denen man nicht die Spuren irgend eines großen Bran⸗ des entdeckt; es gibt einige, deren Brand ſchon vor mehreren Jahrbunderten anfing, und in de⸗ enn das Feuer ein Centralfeuer wurde, Man ente

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