322 Brennendes Steinkohlenbergwerk
deckte es an mehrern Orten durch Nachgraben wieder. Die Vegetation iſt auf dieſen letztern Gebirgen in der Naͤhe von Crauſac in geringer Entfernung von jenen brennenden Stellen ſehr lebhaft. Dieſe aͤußerſt ſouderbaren Ereigniſſe veranlaſſen einige andre merkwuͤrdige Erſcheinungen, Man wählt auf den Gebirgen, wo das Central—
feuer iſt, diejenigen Stellen aus, wo es ſich der
Oberflaͤche der Erde am naͤchſten befindet; man er⸗ richtet daſelbſt Hutten mit Betten uͤber horizonta⸗ len 5—6 Fuß tiefen Aushöhlungen, um ſich hier der trocknen Baͤder mitten in einem Schw efel dampf zu be die⸗ nen, man bleibt gewöhnlich 15—2 0 Minuten dar inn. Die Temperatur iſt 532—35 Grade, die Koͤrper ſchwimmen im Schweige, den man zur Kur ge⸗ wiſſer Krankheiten für außerordentlich dienlich haͤlt. Man findet auch an dem naͤhmlichen Ort Quellen. J. Bane, Arzt zu Moulins, redet ſchon in einem
im J. 1603 gedruckten Werk von dem heißen
Waſſer zu Crauſac. Es ſprudeln auch Mine⸗ ralwaͤſſer aus einem dieſer Gebirge hervor; man bedient ſich ihrer ſchon ſeit 90% Jahren und doch haben ſie immer noch 4—7 Grade Waͤrme.— (Topographie physique et medicale du territoire d Aubin Departement de 717 Aveyron, par Mr. Murat, Inspecteur des eaux de Crausac)
Anme rfun g. Man hat mehrere Beiſpiele von brennenden
Steinkohlenflözen. Am bekannteſten iſt das zu Dutt, weiler. Von dem Bohmiſchen Brande gibt das Pat ri⸗ iche Tage lat t Nachricht. Bei uns in Mähren fol auch itzt im Oslo waner Flos Feuer ausgekommen ſeyn und es bürfte die Aufmerkſamkeit der Meg jerung verdienen, in Zeiten durch Sach verſtärdige Vorkehrungen treffen zu laſſen, ehe durch verkehtte Be⸗ bandlu 9 der Schaben unerſeßlich wird.


