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Juſt Poͤllners Abentheuer 915

unſer Abentheuerer nahm den Kuchen an, leerte das Glas

* und gab es darauf unſerm freundlichen Wirthe mit den Worten zu⸗

rück:Wenn Sie einmal welches ich Ihnen aber gar wicht wün⸗

ſolchen Labung zu fühlen, dann eriz nern Sie ſich an die Große meiner Dankbarkeit. Jetzt aber, Herr Wirth, muß ich Sie noch um eiue andre Gefälligkeit bitten. ö

Auch damit hat mich Gott geſegnet! ſprach der Wirth indem er ſeine Mütze auf ein Ohr ſtieß, und einen ledernen Geld⸗ beutel hervorzog/ mit dem er klingelte.

Dw nicht, mein Freund! Ich habe jetzt ein dri gen deres Bedürfuiß; ich bitte Sie nur auf eine einzige Nacht

Nun? Warum nicht gar? Nein, hören Sie mich doch! Ich bitte blos Warum denn ſonſt!(Er hielt den Beutel empor) 7 um Obdach und Quartier bis morgen. Der Wirth beſaun ſich ein wenig, ſchüttelte den Kopf, ud chien unentſchleſſen. Endlich ergriff er den Fremden bei der Hand drückte ſie treuherzig und ſprach:Erſt muß Er was mach ich 7 ch 2 Erſt müſſen Sie Herr, an der Freude meines Hauſes Theil nehmen; und daun wenn Sie ſich nicht fürchten gibts auch wohl noch ein Ruheplätzchen. Da droben iſtunoch ein unbeſetz⸗ tes Zimmerchen. Aber hört hören Sie wohl? wenn Sie ſich nicht fürchten! daß Sie das thun werden, denk ich nun eben nicht; denn die Wahrheit zu ſagen, Sie ſcheinen mir ſo ein Gelehrter zu ſeyn, vor dem die Geſpenſter mehr Reſpekt haben, als vor unſer einem, Jetzt näher herein! 0

Ohre weitre. Umſtände führte der Wirth ſein en Gaſt in

ein Zimmer, wo eine Geſellſchaft von rern ſich mit Karten ſpie⸗ len beſchaftigte, indeſſen in dem daran ſtoßenden Gemache wacker getanzt wurde. Pöllner begnügte ſich, ſeine dringendſten Bedürf⸗ niſſe mit den dargebothenen Erfriſchungen zu ſtillen/ indem er ne⸗ benher den. Beobachter mochte. Erſt jetzt fielen ihm die letztern Worte des Wirths auf, der ſich unterdeſſen im Gewüßhle verloren hatte. Er konnte nicht begreifen, was hier vorgeblicher Geſpen ſter wegen zu fürchten ſeyn ſollte, beſchloß aber, auf alle Fälle den vermutheten Aberglauben zu benutzen. 5

Man lud ihn ein, an dem Verenügen des Tanzes oder des Spieles Theil zu nehmen; allein ſeine Nerven und ſein Gels beutel waren gleich ſtark entkräftet, welches bei einem ländlichen Gelage ſow hl, als im Pedoutenſaal und am Mharaotiſch, ein' ſchlimmer Umſtand iſt. Er bediente ſich der Enſchuldigu ge, welche ihm

ſeine Lage darbot, mit ſo vieler Gewandtheit, daß man nicht weiter

in ihn drang.

g Ir deſſen hotte der Wirth die Bitte des Fremde um ein Machtouartier und daß er ihn in dem bewußten Stübchen oben ſchla⸗ ten laſſen wolle, überall bekannt gemacht. P5 l Iner war eben im

egriſſe ſtch zur Rue zu begeben, als ein ebrbar gerleideter Mann

bisher in einem Großvaterſtuhle ſein Pfeſkchen ruhig geraucht hatte, zu ihm trat, und ihn folgendermassen anrebele: