Eine Excurſion nach Ti⸗ſchan 201

Die Schaferei ſah ich nicht, wohl aber das wWemeindevieh. Es iſt in ziemlichem Grade ver⸗ edelt. Das Herrſchaftliche Vieh betraͤgt gegen⸗

wärtig 1000 Stück. Nicht mit voller Beiſtim⸗

mung hoͤrte ich aus dem Munde des Veſitzers, daß er ſtie auf 1500 vermehren wolle. Freilich reizt der hohe Wollpreis fuͤr die naͤchſte Gegenwart außerordeutlich und, es erwaͤchſt ein bedeutender Beitrag zue Fleiſch⸗ Conſumtion. Aber eine Ger gend wie Tieſchan iſt von der Natur zu etwas beſſerm als zur Schafweide beſtimmt; dann, fuͤrchte ich, wird der hitzige Duͤnger in dem hitzigen Be⸗ den mehe ſhaden als nuben. Und es fragt ſich, ob die Schafzucht überhaupt nicht ſchon zu unver haͤlnißmaͤßtg die andern Zweige der Laudwirth⸗ ſchaft in unſern Staaten uͤberwächſt?

Vierte Merkwuͤͤrdigkei.

Waſſer mangel charakteriſirt die Gegend: Nur ſparſame Quellen aus der Gegend von Schitborſchitz und Borkowan geben ein ſchwa⸗ ches, abflie zeudes Niunſaal durch einen Theil der Gegend, welches auch den vorbandnen Teich ſpeiſet und vorher die elngekaufte Muͤhle mit Waſſer ver ſieht. Im Dotfe Tie ſchan iſt das Brunnenwaſ⸗ ſer ſchlecht. Eine der erſten Werbeſſerungen be⸗ fſtand dariun, daß D. Feiftmantel über 430 Klftr. weit ein beſſeres Quellwaſſer zur Viehtraͤuke in den Hof faſt dicht vor die Stallungen leitete. 8 Gutes und hinreichendes Waſſer zum Sau⸗ fen und zur Erhaltung der Reinlichkeit iſt eine iu vieſen waſſerarmen Gegenden oft noch zu wenig

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