8302 Eine Excurſton nach Tieſchan

erkannte zweite Bedingung zum, Gedeihen der Vie h⸗ zucht.

Ich ſah mit meinen eigenen Augen auf der Ruͤckreiſe, wie ein Bauer in der brennendſten Mit tagshitze, durch ein elendes ſchlammigtes Waſſer in Ermanglung eines beſſern, das arme Vieh ſei⸗ nen Durſt loͤſchen ließ.

Alles Lokal- Uebel, die ſich aber dennoch he⸗

ben laſſen, wenn Gemeinſinn, Nachdenken und Thaͤtigkeit Hand in Hand gehen. a D. Feiſtmantel denkt noch weiter hinaus. Er will von ſeinem Hofe den Abfluß des Waſſers mitten im Dorfe in ein Reſervoir ſammeln laſſen. Dreifache Wohlthat fuͤr das Gemeinde- Vieh, den Haus bedarf und bei Feuersgefahr! ö

Auch auf den andern Maierhöfen war fuͤr friſches, fließendes Waſſer geſorgt, das ſo gut iſt, als es nach der Thon, und Kalkhalti gen Ge⸗ gend ſeyn kann.

Fuͤnfte Merk wurdigkeit.

Ein andres Hauptaugenmerk richtete Herr D. Feiſt mantel auf die ſo zußerſt wohlthaͤtigen Baum- Pflanzungen. f

Es iſt eine ſchon mehrmals gemachte, auch in dieſer Gegend ſich beſtaͤtigende Bemerkung, daß der Slawe keinen Sinn fuͤr Garten Cultur, und Freude am allerwenigſteu aber fuͤr Baumzucht habe.

Hoͤchſtens Weiden- Alleen auf den weit⸗ laͤuftigen Hutweſden! Dieſe findet man allgemein in der Hanna und auch in hieſiger Gegend ein⸗ zelnweis, zum Beſſpiel bei Tell niz.