298 Eine Excurſien nach Tieſchan
wieder nachwaͤchſt, auf die tieſern abgemaͤhten Wieſen zuweilen noch einige Stunden getrieben wird. f 5
Dritte Merk wuͤrdigkeit: der ſchöne Viehſtand. Noch ehe ich ins Dorf kam, fiel mir ſchon ein Geſpaun großer, ſchöner, weißer Ungariſcher Ochſen auf; als wahre Erhohlung fuͤr das Auge nach dem vielen Kruͤppelvieh, was ich ſelbſt in den beſten Oekonomien auf meiner letzten Reiſe geſehen; weil die ſtarken Lieferungen an den Feind das Winterfutter auch dem beſſern Viehſchlag zu kaͤrglich geſchmälert harten, im Gan⸗ zen aber immer noch eine zu ſchlechte Race vor⸗ herrſcht. D. Feiſtmantel hat 8 Paar ſolcher Kraft- Ochſen angeſchafft und verrſchtet mit die— ſen, 2 Paar eigenen Pferden und fuͤr itzt noch mit etwas Aushuͤlfe von gedungenen Zuͤgen, in ſo lau⸗ ge dis er Futter genug haben wird, alles mit eig⸗ nem Geſpann zu zwingen, ſeine Zug⸗ Arbeiten.
Ich fand ſie in vortreffliche Stande, ſo reinlich als wohlgenaͤhrt und im beſten Alter.
Der wohldurchdachte Plan iſt, kaͤuftig den Bedarf nachzuziehen, wozu bereits junge Stiere aufgeſtellt ſind, und die Alten zur Maſt zu verwen— den. D. Feiſt mantel hofft in 5 Jahreu ſchon 16— 20 Suuͤck fuͤr die Fleiſch-Conſumtion an ausgebrackten und gemaͤſteten Ochſen zu liefern und. dann ununterbrochen ſo fortzufahren. N
Mit aͤhulichen Plauen geht Hr. Staatsguͤter— Adminiſtrator Sedlaczek bei den Kameral⸗ Herrſchaften um. Wenn nun dieſen Beiſpielen die


