290 Eine Excurſton nach Tieſchan
Wir paſſirten das in dem denkwürdigen, durch die franzö ſiſchen Truppen beſetzten Defile ge⸗ legene Tellnitz, bis wohin ſich die Spitze ih⸗
res rechten Fluͤgels ausgedehnt hatte, welcher den ſtarken Andrang der erſten ruſſiſchen Kolonnen kaum aufzuhalten vermochte. Noch waren die don Ku⸗ geln durchloͤcherten Stellen Zeugen des heißen hier gekaͤmpften Kampfs, bis mit der Schnelle des Blitzes die franzöſiſchen Adler aus dem Centrum auf die nahe, die ganze Gegend dominirende An— hoͤhe Unker Hand, welche die Ruſſen veruach⸗ laͤſſigt hatten, aufgepflanzt, ſo die bis Tellni tz,
Sokolnitz und theilweiſe weiter nach Bruͤnn
zu vorgedrungenen Ruſſen in Front und Ruͤcken genommen und von ihren viel zu weit entfernten, uͤbrigen Kolonnen getrennt wurden. Alle Anſtren⸗ gungen der rufflſchen Tapferkeit vermochten die Franzoſen nicht wieder von der Prazner Anhoͤ⸗
he zu werfen. Dieſe war und blieb der Schluͤf—
ſel der Poſttlon und die Feſſel des Sjeges. Was gaͤbe es hier zu denken und zu ſagen? Aber das erforderte ein eigenes Buch, gewiß nicht laugweilig und alltaͤglich! 5 f Doch— wir ſind in Tieſch an, dem ein⸗ zigen nebſt 3 Majerhoͤfen zum Gute gehörigen Dorfe,) das zwiſchen der Olmuͤtzer und Wie⸗ ner Straße in einer flachen Gegend liegt, in der nur ſanfte Mulden ſich aufbiegen, die ſich nach Suͤden, zu etwas merklichen Anhoͤhen heben und die Niederung keſſelfdrmig von dieſer Seite
) Von etwa 100 Häuſern, 65 Serlen.
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