Eine Excurſion nach Tieſchan 289
Hier die Uebungslager Joſephs, Lascys des itzigen Monarchen, des Erzherzogs Carl! Mit Ehrfurcht erinnerte ich mich noch, als ich in Turas vor dem Hauſe des Gutsbeſitzers vor⸗ bei fuhr, der huldvollen Aufnahme, deren mich hier Se. Königl. Hoheit 1804 zum letztenmale gewuͤrdigt hatten. Patriotiſches Vergnuͤgen knuͤpf⸗ te ſich an dleſe Erinnerung uber die edle Gerech⸗ tigkeit, welche der Held des Jahrhunderts dem oſtreichiſchen Helden allezeit und ſo ausgezeichnet
erſt vor kurzem noch widerfahren laſſen! 933
mer waren große Maͤnner über kleinliche Leiden⸗ ſchaften erhaben!
Mit Wehmuth gedachte ich des bei Saal⸗ feld gefallenen Prinzen! 1804 ſahen wir hier noch den königlichen Juͤngling in der Fuͤlle ſeiner Kraft unſern großen Mandͤvern beiwohnen. Wer hielt ihn nicht eines beſſern Looſes würdig? Und wer hatte das, welches ihn traf, damals geahn— det?
In dieſer Gegend endlich endigten Genie, Terrain Kunde, Taktik und Tapferkeit den drit⸗ ten Akt, des großen, blutigen, 18jaͤhrigen Dra⸗ ma, das ſich doch zuletzt durch unabſehlich frei gemachte Bahnen zu ſchnellen und raſchen Fort⸗ ſchritten der Cultur und Moralitaͤt, auf eine den Menſchenfreund beruhigende Art, befriedigend auflöſen muß und wird. 1 a
) Offentlich beurkundet durch die ſchmeichelhaften Schreiben gr a⸗ poleons, als er dem Erzherzog die beiden Kreuze der Ehrenlegion ſandte und ibm für die übernommene Pro: cura bei ſeiner Permählung dankte. f
U


