Deſtillir⸗ Apparate 281
Unter andern Widerſpruͤchen und Unrichtigkei— ten iſt beſonders auffallend, wie Chaptal in ſeinem, uͤber den Ada mſchen Apparat abgeſtat⸗ teten Gutachten ſich beſtimmt aͤußern konnte;„daß man in der letzten Vorlage dieſer Deſtilliranſtalt den reinſten und waſſerfreieſten Alkohol erlange, den es nur moglich iſt, zu erhalten:“ Da es doch in der Chemie allgemein bekannt iſt, daß die vollkomme⸗ ne Scheidung des Waſſers vom Weingeiſte ohne Zusatz eines Zwiſchenmittels, dem das Waſſer mehr anhaͤngig iſt, als dem Weingeiſte, platterdings nicht bewirket werden koͤnne.
Zu Kornbranntweinbrennereien laͤßt ſich der Ad amſche auf den Gebrauch des Rebenweins eingerichtete Apparat ganz und gar nicht anpaſſen. Die dicker gezogene Kornweinfluͤßigkeit, welche nebſt einem großen Antheil von Schleim auch ei— ne großere Menge von oͤhligen und groben Thei— len mit ſich fuͤhret, erfordert eine aͤußerſt ſanfte und behutſame Regierung des Feuers, ohne abſicht— lichen Druck dez Daͤmpfe und nur die darinn er— langte Fertigkeit des Branntweinbrenners kann den gluͤcklichen Ausgang des Deſtillations- Prozeſſes und die Annehmlichkeit des Branntwein Produktes ſichern. f ö ö
Nach allen dleſen Epwaͤgungen erſcheint die von dem Franzoſen als ſo impoſant und ſinn- reich angegebene Anlage des Eduard Adam, als ein elendes Machwerk, das nichts anders ver— dient, als daß es der Vergeſſenheit uͤberlaſſen werde,
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