280 Kritik der beſchriebenen

Aufwand von Brennmaterial erfolget, je weniger der Druck der ausgeſtroͤmten 2 Daͤmpfe auf die Ober⸗ flaͤche der zu deſtillirenden Jluͤſſigkeit iſt, als auf welcher allein 85 Verdampfung ſtatt finden kann.

Wie verwerflich, ich konnte ſagen, widerſin⸗ nig, erſcheint nicht die Ada mſche Einrichtung, bei der auf die ſo eben angefuͤhrten, in der Phy⸗ ſik allgemein anerkannten Grundſaͤtze platterdings keine Nuͤckſicht genommen worden iſt.*

Nicht nur, daß der Weingeiſt zu ſeiner Auf⸗ loͤſung in Dampfgeſtalt gegen das Waſſer einen weit geringern Antheil Waͤrmeſtoff bedarf, und die Weingeiſtdaͤmpfe, ohne ſie(allen Deſtilla⸗ tionsregeln entgegen) abſichtlich durch großere Hitz⸗ erregung mit Waſſerdaͤmpfen zu verunreinigen, niemals zur Erhitzung andrer Flüͤgzigkeiten fuͤglich verwendet werden konnen; ſo wird auch durch ih

re Anwendung in dem Ad amſchen Apparat ge⸗

gen die erſten Grundrezeln einer guten Deſtillir⸗ Anſtalt verſtoßen. Denn die aus der Welufluͤßig⸗ keit der zwei Blaſen ausſtroͤmenden Weingeiſtdäm pfe erleiden durch den Widerſtand, welchen ſie

in der Saͤulen⸗ Fluͤßigkeit der 4 eyfoͤrmigen Ge⸗

faͤße finden, einen außerordeutlichen Druck, welcher nothwendigerweiſe nicht nur die Deſtillation verzö gern, ſondern auch den produzirten Weingeiſt ſelbſt, wegen der anhaltenden langen Erhitzung, in wel cher er ſich befindet, aus den bereits angefuhrten ä 1 70