Deſtillir⸗ Apparate 43
den Winden der Blaſe anzubrennen, ſo bald moͤg— lich aus der Blaſe zu bringen und ſeine Gefäße auf das reinlichſte wieder Zu putzen.
Auf alle dieſe Kunſtgriffe, worauf die Erzeu⸗ gung eines geſchmackvollen Branntweins beruht, mä fte der Branntwein- Deſtillateur Verzicht lei ſten, wenn er ſich beifallen ließe, ſeine in der Blaſe befindliche, des Branntweingehalts bereits entleerte und verdickte Fluͤßigkeit, mit einer an⸗ dern noch nicht deſtillirten Weiunfluͤßigkeit zu ſpei— ſen uad dieſes Gemiſch ohne Unterbrechung ſeines Prozeſſes, ohne Saͤuberung ſeiner Gefaͤße„ einer weiter anhaltenden Feuererhitzung auszuſetzen.
Dieſe Vergleichung und die angefuhrten uͤb⸗ len Folgen werden hinreichen, zu beweiſen, wie unglücklich bei dem Adamſch en Apparat die Ein⸗ richtung der Salzfabriken, die Speiſung der 2 Blaſen aus einem andern Gefaͤße vorzunehmen, an⸗ gebracht iſt.
Auch die an ſich vortreffliche Einrichtung, Fluͤßigkeiten durch Daͤmpfe zu erhitzen, konnte ungeachtet des Beifalls, welchen Chaptal darüber geaußert hat, nicht unſchicklicher ange⸗ wendet werden, als wie es bei dem Anh Apparat wirklich geſchehen iſt.
f Es iſt bekannt, daß der gluͤckliche Proceß einer Deſtillation in einem verſchloſſenen Gefaͤße von der leichten Bewegung der entſtandenen Daͤm⸗ pfe aus einem warmen Raume nach einem kuͤhlen Ort, abhaͤngt; daß die Verdampfung einer Fluͤ⸗ ßigkeit um deſto ſchneller und mit deſto geringern . Ban. ztes Stück. 5.


