272 Fritik der beschriebenen
Der Condenſations Apparat des J faakł Berard ſcheint in Laͤndern, wo man Branntwein von verſchiedener Stärke im Handel fuͤhret, be⸗ ſonders an ſolchen Orten, wo man Branntwein aus Rebenwein deſtillirt, oder wo es ſich um Rektifikation des Kornbranntweins handelt, allen Beifall zu verdlenen. Nur wuͤnſchte ich, daß hie⸗ bei, ſo wie bei allen Deſtillationen der Gebrauch der unſchſcklichen Schlangenröͤhren befeitiget, und ſtatt ihrer die, der Natur des Abkuͤhlens mehr angemeſſenen Norbergiſchen Abkuͤhler— die auf dem Grundſatze beruhn:„einen kleinen Raum darch elne ſehr große kuͤhlende Fläche einzuſchlie⸗
pen,“ eingefuͤhret wuͤrden.) f
Statt des verwerflichen Ada m ſchen Appa⸗ rats kann ich Ihnen bei dieſer Gelegenheit die Deſtillations ⸗ Auſtalten aurühmen, welche ſchon vor mehreren Jahren auf den Herrſchaften des Erzherzogs Albert und des Grafen Lariſch in Schleſien für die großere Branntwein⸗ Fa bri⸗ kation eingefuͤhrt wurden. Sie enthalten auf eins wohlfeile und zweckmaͤßige Art die Einrichtung, deren Chaptal am Ende ſeiner Bemerkungen nur als eines frommen Wunſches gedenkt, die
Statt dieſer bisherigen, ſehr unbequemen und koſtbaren Schlau—⸗ genrohren in den Kühlfaſſern hat Hr. L am padius eine kupferne, ſehr flach gedrückte linſenformige Kühlſcheibe von etwa 2“ im Durch meſſer im königlichen chemiſchen Labora— torio zu Freyberg angebracht, zwiſchen deren beiden Flächen die Dämpfe durchgehen und ſich nothwendig ſchnell und vollkommen abkühlen, da ſie hier eine ungemein gro⸗ ße, erkältende Berührungsfläche antreffen. Die deutliche Abbildung aber ſehr kurze Beſchreibung liefert das 1. Hft. des neuen Four nals für Fabriken, M an ufakf⸗ kuren ic. Jänner 1809. 8.
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