Deſtillir Apparate 277 N

zen bei weitem nicht hinreichend, den beſtim ten Zweck zu erfuͤllen. a

Wenn man ferner bedenkt, daß jeder De ſtillir⸗Apparat, es mogen Weinfluͤſſigkeiten von was immer fuͤr einer Art behandelt werden, nach jedesmaliger Vollendung eines einzelnen Prozeſſes in allen ſeinen Theilen und Raͤumen auf das rein ſte geſaͤubert werden muͤſſe; ſo geraͤth man bei dem Ad amſchen Apparat, der aus fo unendlich vielen, zum Theil in anſehnli⸗ cher Hoͤhe angebrachten Sluͤcken zuſammengeſetzt iſt, der ſo viel Communications- und Schlangen⸗ Roͤhren enthaͤlt, die jedesmal auseinander genommen. geſaͤubert und wieder muͤhſam an die gehoͤrige Stel⸗ le geſetzt werden muͤſſen, vollends in Erſtaunen, wie man dieſen Apparat ſeiner leichten Bedienung wegen hat empfehlen konnen. N

Chaptal ruͤhmt bei dem Adamſchen Apparat die gluͤckliche Nachahmung der Einrichtung in den Fabriken, welche Salzauflͤſungen abdampfen, und ihre großen Pfannen aus einer kleinern ſpeiſen.

Ich finde, daß dieſe Nachahmung bei dem Ad amſchen Apparat ſehr ungluͤcklich angewendet iſt. Die. Fabriken, welche ſich dieſes Mittels zur Holzſparung und Zeitgewinnung bedienen, haben durch- aus nichts mit Geruchs-und Geſchmack- Sachen, ſelten mit Pflanzenſtoffen zu thun, die bei Ver dickung der Lauge und bei lange anhaltender Er hitzung eine Zerſetzung zu erleiden, und auf die Verſchlechterung ihres Produktes Einfluß haͤtten,