Deſtillir⸗ Apparate 275

Gange des Deſtillations- Prozeſſes erhalten wird, wurde dabei auf immer verlohren gehen, oder nur durch die muͤhſamſte Reinigung erhalten wer⸗ den koͤnnen.

Es iſt auch durchaus nicht einzuſehen, wie man bei dem Adamſchen Apparat im Stan de ſeyn kann, das zte und Ate eyfoͤrmige Gefaͤß zur Sudhitze zu bringen. Der Umfang der Ab⸗ kuͤhlungsflaͤchen in den angebrachten 4 eyfoͤrmigen Gefaͤßen zuſammen genommen, iſt gegen die wahr ſcheinliche Menge der mit den Branntweindaͤmpfen eindringenden Waͤrme bei weitem zu groß, als daß eine hinlängliche Anhaͤufung der Waͤrme ſtart finden und die Sudhitze anhaltend erreget werden konnte.

Nun iſt es aber bekannt, daß die Wein fluͤſſigkeiten nur einen Theil ihres Weingeiſtes im völlig gebildeten freien Zuſtand enthalten; daß der bei weitem großere Theil von Weingeiſt in den ſchleimigen, oͤhligen und ſauren Theilen in der Art einer Verſuͤßung ſo feſt gebunden iſt, daß ſolcher unter einer mindern Hitze als der des ſie denden Waſſers nicht los gebracht werden konne, und daß aus den zu deſtillirenden Weinen, ſo lange die Sudhitze des Waſſers nicht eintritt, viel leichter Waſſerdaͤmpfe als Branntweindaͤmpfe aus ſtröhmen. Wie ſchlecht muͤßte daher die Deſtilla⸗ tion in den 4 eyfoͤrmigen Gefaͤßen, wenigſtens in dem zten und Aten vor ſich gehen, da der in die⸗ ſen Gefaͤßen enthaltene Wein entweder gar nicht, oder erſt nach laͤngerer Zeit und nachdem die zwei Blaſen mit einem ungemein erhoͤhten Feuer behan⸗

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