Kritik der beſchriebenen Deſtillir⸗Apparate 273

von verſchiedenen Graden der Staͤrke durch einerlei Prozeß zu bewirken, allzu⸗ ſehr hinreiſſen laſſen, daruͤber aber aus der Acht gelaſſen, ſich von ſelbſt in der Auswahl der Mit⸗ tel zu berichtigen, und ſchon im voraus auf die unüberwindlichen Hinderniſſe zu ſtoſſen, die der zweckmaͤſſigen Ausfuͤhrbarkeit ſeiner vielfachen Pla⸗ ne ſich gleich beim erſten Augenblick entgegen ſtellen.

Chaptal, der in ſeinem hieruͤber verfaßten Gutachten dieſen Deſtillir- Apparat an verſchied⸗ nen Stellen hoch anruͤhmt, rügt am Ende der 266 ſten Seite ſelb ſt die Nachtheile: daß der Wi⸗ derſtand, den die Saulen ⸗Flͤͤßigkeit in den vier mit Wein gefuͤllten Gefäßen den Daͤmpfen bei ihrem Durchgange ent⸗ gegen ſetzen, einen ſolchen Druck gegen die Waͤnde der Blaſen hervorbringe, daß ohne die gehörigen Maaßregeln der Vor⸗ ſicht und der Sicherung eine Erploſion zu be fuͤrchten ware. Auch kühlten die PVorlageu, welche nur zur Haͤlfte im Waſ⸗ ſer liegen, die Daͤmpfe nicht hinlaͤnglich und deßhalb wuͤrden ihrer ſo viele er⸗ fordert, welche die Koſten der Anlage vermehren, ohne die Gute des Apparats zu erhohen.

Der Erfinder ſelbſt hat dieſe Maͤngel ein, geſehen und ſich bewogen gefunden, einen kleinern Apparat einzurichten, der nur aus zwei Deſtillir