272 Ueber Branntweinbrennerel
übelſchmeckender Branntwein übergehen; es iſt indeß Vortheil ge⸗ nug, bei der erſten Operation ein Produkt zu erhalten, das an Güte alle, die man bisher erhielt, weit übertrifft.“
So weit der beruͤhmte Cbemiker und Ermi⸗ niſter Frankreichs. Wir uͤberlaſſen einſtweilen ſeine vorgelegten Ideen dem Nachdenken und den Betrachtungen des Leſers; dann erſt laden wir ihn ein, den gleich folgenden Aufſatz von einem Deut ſchen zu leſen, der unerwartete Anſichten darbie⸗ ten duͤrfte, f
. II.
Kritik der Nro. 5 beſchriebenen Deſtillir⸗
Apparate der Hrn. Adam und Berard.
Aus dem Schreiben eines Deutſchen in Maͤhren
an den Herausgeber*)
So anlockend die in Gilberts Annalen der Phyſik enthaltene Beſchreibung des neuen Deſtillir⸗ Apparats von der Erfindung Eduard Adams auf den erſten Blick ſcheint; ſo leicht daͤrfte bei naͤherer Pruͤfung des Kenners und praktiſchen a Branntweinbrenners ihr Unwerth und ihre gaͤnzli⸗ che Unbrauchbarkeit ſich ergeben.
Der Erfinder Eduard Adam hat ſich von den an ſich unſtreitig vortrefflichen Ideen, die weingeiſtigen Dampfe aus ſeinen zwei Bla ſen nocheinmal zur Deftillation e i⸗ ner größeren Maſſe bon Wein zu benuͤtzen
und die Ab ſcheidung des Branntweins ) Nach ſe inen Tode darf ich ihn wohl nennen. Es war Herr Leopold von Smecta na zu Hop an. D. H.


