Ueber Branntweinbrennerei 271

daß der Branntwein anbrenne, welches beſon⸗ ders gegen Ende der Deſtillation leicht zu ge⸗ ſchehen pflegt. N 5 2. mit dieſem Heitz-Apparat, den Berardſchen Condenſator und die 2 Kühlfaͤſſer des Ada m⸗ ſchen Apparats zu verbinden. Dies wurde die 2 wichtigen Vortheile gewaͤhren: az) Den zu deſtillirenden Wein ohne Koſten der Siedehitze zu naͤhern. pb) Die Muͤhe zu erſparen, das Waſſer im Kuͤhlfaß haͤufig zu erneuern, was bei den gewoͤhnlichen Einrichtungen mit vielen Koſten und Sidrungen verbunden iſt und udthigt, ſie an fließendem Waſſer anzule⸗ gen oder koſtbare Pumpen und Waſſerbe⸗ haͤlter zu unterhalten.

Ich bin überzeugt: ſchließt Chaptal ſein Gutachten, daß, wenn man dieſe neuen Apparate allgemein einführte, der ſo außerordentlich ausgedehnte Handel mit unſerm Branntwein einen neuen, in ſeinen Folgen nicht zu berechnenden Umſchwung erhalten würde. Verbeſſerungen dieſer Art werden jetzt um ſo nothwendiger, da einige unſter Rachbarn anfangen, dieſen Handel mit uns zu theilen, in deſſen Beſitz wir bisher faſt ausſchlieblich waren; nicht weil unſer Wein von größrer Güte iſt, ſondern weil wir beſſere Apparate hatten, und vorzüglich weil unſer Branatwein immer don gleicher Güte war.

Roch muß ich hinzufügen, daß man ſich d i e⸗ ſes Apparats gleichfalls mit dem größten Vorthel⸗ le zum Deſtilliren des, Branntwein aus Korn, aus Cyder, aus Birn enwein und aus andern Mat e⸗ rialien bedienen kann. Man darf ſelbſt hoffen, den brenz⸗ lichen Geruch und Geſchmack, den die meiſten dieſer Flüſſigkeiten haben, zu vermeiden, wenn man die Blaſe mit gewöhnlichem Waſ⸗ ſer anfüllt, und die zu deſtillirende Flüſſigkeit blos durch die Dam pfe dieſes Waſſers erhitzt. Denn der brenzliche M eſchmack rührt daher, daß ein Theil des Weins der gegen Ende der Deſtillation faſt die Syrovsdicke hat, ſich an den Wänden der Blaſe anſetzt und dort verkohlt wird. Beim nochmaligen Deſtilliren des Rückſtandes

die ſer erſten Deſtillation aus der Blaſe wird zwar immer noch ein