270 Ueber Branntweinbrennerel
Chaptal lobt dieſen einfachen Apparat:
2. Weil er Produkte von beſondrer Guͤte gebe, die man nach Belieben abaͤndern könne, je nachdem man die Warme des Waſſerbades, welches den Cylinder umgibt, um einige Grade erhoͤht oder vermindert.
2. Weil er nicht koſtbar ſey und ſich an alle ſchon vorhandnen Apparate bequem anbringen laſſe, ſelbſt fuͤr die kleinſten Brennereien geeignet ſey, da er nur wenig Platz einnehme. Ja man koͤnne, wenn dieſer dennoch fehle, den Conden— ſations- Cylinder kruͤmmen oder hin und her fuhren.
Er iſt der Meinung, wenn man die Vor— zuͤge des Adam ſchen Apparats mit dem Be— rardſchen verbaͤnde; ſo wuͤrde kaum noch etwas zu wuͤnſchen uͤbrig bleiben, und ſchlaͤgt vor:
4. von Adams prächtigen Apparat die Art zu entlehnen, wie der Wein durch Dampf erhitzt wird, doch nur 2 eyfoͤrmige Gefaͤße anzubrin— gen und zwar das vordre mit Wein, das hin- tre mit ſchwachen, waͤßrigen Branntwein fuͤllen zu laſſen. Dadurch wuͤrde der ungeheure Druck um Vieles vermindert werden, bis zu dem die Daͤmpfe gelangen muͤſſen, ehe ſie den Wider— ſtand der Fluͤſſigketts-Saͤulen in den 4 epfoͤr⸗ migen Gefaͤßen zu uͤberwinden vermoͤgen. Man wuͤrde daher die Gefaͤße nicht ſo ſtark zu ma⸗ chen und nicht ſo viel Sorgfalt auf die Ver— fuͤttung zu wenden brauchen, auch weniger Ge⸗ fahr laufen, daß eine Erploſion erfolge und


