268 N Ueber Branntweinbrennerel
Bedienung iſt bequem. Der Wein befindet ſich in großen Reſervoirs und man hebt ihn aus demſel⸗ ben mittelſt einer Pumpe bis zur noͤthigen Hoͤhe, damit er von ſelbſt in das oberſte Kuͤhlfaß, und wenn er hier hinlaͤnglich erwaͤrmt iſt, in die Roͤh⸗ ren rinnen kann, welche ihn in die Blaſen fuͤhren. Durch Haͤhne, welche ſich am Boden der eifoͤrmi⸗ gen Gefaͤze befinden, laͤgt ſich der fluͤßige Ruͤck⸗ fand aus dieſen Gefaͤgen abzapfen. Auch er laͤuft durch Röhren in die Blaſe, um dort noch eine letzte Deſtlllation in eſnem höoͤhern Hizgrad zu er— dulden. Um die Geiſtigkeit der Fluͤßigkeit in dem erſten eyfoͤrmigen Gefaͤße waͤhrend der Deſtillation unterſuchen und danach den Zeſtpunkt, wenn die Deſtillation vollendet iſt, beurtheilen zu koͤnnen, iſt eine Vorrichtung angebracht, daß man, ſo oft man will, die Daͤmpfe aus dieſem erſten Ge— faͤße unmittelbar in die Schlange eines kleinen Kuͤhlfaßes leiten kann. Chaptal tadelt aber an dieſem Apparat
1) daß er nicht auf die Beduͤrfniſſe des kleinen Fabrikanten berechnet iſt und daß er dahin wirke, das Branntweingewerbe als Monopol in die Haud ein er kleinen Anzahl reicher Spe⸗ kulanten zu bringen.
2) Daß der Wlderſtand, den die Fluͤßigkeit in den 4 mit Wein gefuͤllten Gefäßen den Daͤm⸗ pfen bei ihrem Durchgang entgegenſetzt, einen ſolchen Druck gegen die Waͤnde der Gefaͤße bervorbringt, daß ohne die gehoͤrigen Vorſichts⸗ Maaßregeln leicht eine Erploſion zu fuͤrchten ſep.


