Ueber Branntweinbrennerei 263
wir einen Theil des Weins in Branntewein um wandelten.
Herr Chaptal bemerkt als Hauptfehler bei der bisherigen Manipulation, daß man das Trennen des waͤſſerigen und ſpiritudſen Theils von einander zu ſehr vernachlaͤſſagt habe.
Die geiſtigen Daͤmpfe, die bei der De— ſtillation aus Wein, Korn ꝛc. aufſteigen, enthal— ten alle eine mehr oder minder große Menge waaͤ— ßriger Daͤmpfe, von denen man ſie befreien muß, wenn man reinen Alkohol(Weingelſt, ſtaͤrkſten Branntwein) haben will. Dazu gibt es aber nur 2 Wege: 1. theils dieſe Daͤmpfe in lange gewundne Roͤhren zu leiten, die eine große in weiter Laͤnge fortgehende Oberflache haben, mit denen die Daͤmpfe bei ihrem Durchſteigen in Be— ruͤhrung kommen; wo ſodann die waͤſſerigen Duͤn— ſte lange nicht ſo weit fort ſteigen, als die gei— ſtigen, ſondern verdichtet entweder in die Blaſe zuruck ſinken, oder aber in die Vorlagen laufen, wenn man deren mehrere laͤngs der Roͤhre ange— bracht hat. 2. Das Gefaͤß, in welches die Daͤm⸗ pfe hineinſteigen, mit einer Fluͤßigkeit zu umge— ben, die immerfort in einer Waͤrme von 63— 709 Reaum. erhalten wird. Denn bei dieſer Waͤrme verdichten ſich nur die waͤßrigen Daͤmpfe, die geiſtigen hingegen bleiben im Dampfzuſtande. Man ſcheidet folglich hier ſchon den gewöhnlichen(mit Waſſer gemiſchten) Branntwein von dem Al kohol ganz waſſerfreien) der ſich nur in weit kaͤltern Gefäßen verdichten wird, ſ 2


