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W*»« M-ntng, »« 2 J. R-o«mb«r 1914

Seil» 8.

|ei)t, ich fleh« euch an, sang» nicht zu lärmen, zu rufen und zu schmähen an, beobachtet vielmehr, wie sich S für bedachtsame Mensche» ziemt, «Hrerbielige» Schweigen. Geliebte Mitbürger, wenn ihr in Liesen ernsten un» pemlichen Verhältnissen mei­nen Rat anhören wollt, wenn ihr euch cz : » iroüt, daß ca

bald 30 Jahre find feit ich euer Bürger V bin. und »ah ich in diesen langen Jahren eu-ltaer Arbeit nie eine Gunfi von euch erbeten hake, io oin ich van vornherein sicher, dag ihr meine Bitte ersoUcn wetde». und eurerst-iis dürst ihr udeizeugt sein, baß nie,ne , >eit euch nicht fehlen wird"

«ortri,k. ,! August

Der Bürgermeister: «. Regnaert. Sa würde nicht nur den deu, - cncn in Feindes.

l°"d. sondern auch dem Ru, der Lutmi- Pvlker zugutek.m- men. wen sie sich dieseii belgisch,., i.igrus zum Muster nehmen wollten.

lüriifrbffar^ftüna r,m Pafef'rn an Vt im iflöf fiflifiiörn arapji'rn.

^»rch B-rsügung de, stellvertretenden Generalkommandos 13. Armeekorp» werden Pakete an Angehörige des aklivcn sin- sonterie Regimen.» Rr. , 10 . de» Reserae-Inianterie-Negimeutr Nr. 110. de» Laidwehc-Iuton'erie Regiments Nr. II». des Rcs«r,e-Infantrrie Regiment, Nr. 222 und der Reserve Suni- täts-Kompagnie 0 » u - so!, t basördcrt:

Alle Pakete an Angel,orige de» olliven Insnnterie Reg>. ment» Nr 11 » und d. 'Re,rroe on-itzts-Kompagnse 18 wer­den zunächst bei ct -akrt Abnal ,-e ans der Houpiwachr der neuen Kaserne in Gie».", geiomi: ett. Sie sind dort entweder abzugeben oder trenn es sich um Pakete von auswärts handelt, dorthin zu schicken. Dabei ist lm Inlere"« einer raschen Be- sörderung unbedingt daraus ja achten, dich das Paket genau wie kolgt adressiert ist:

An das Erlatz-Bai -ision des Inf-«egt,. Nr. 11» Gießen zur ?!>etterbefi rderung: an den Musketier sRcjcrvist. Wehrmannl Karl Müller 18. Armeelorp»

Insanterie-Dtvttzon 10 Infanterie Brigade

1 Bataillon x

3. Kompagnie

Infanterie Regiment Nr. II» saktioj.

Pakete an Angebcriae des Reseroe-Znjantcric Regiment, Nr. II» sind zu adressieren:

An da, Ersatz-Bat. de» Reserve-Ins -Regt». Rr. 1t« in Fiirseld <Rhcinhejsc,s zur Weiterbesölderung: an den Reservisten lW-hrmannl Karl Miwer

18. Reserve-Armeekorps 2b. Reserve Division

19. Reserve-Brigade

2. Bataillon 8. Kompagnie

Rcseroe-Infanterie-Reoiment Nr. 11 ».

Pakete an AnqebLrige de» Landwehr-Znsanterie-Reglments Rr. 11» sind zu adressieren:

An da» Ersatz Bataillon de» Landw-Hr-Ins.-Regt. Rr. II»

Wöllstein, R he »Hessin zur Weiterbesörderung an den W ^,ann iRelervistenl Karl Mäll-r lg. gemilchte Landwehr-Insanterie Brigade

3. Bataillon 12. Kompagnie

Landwelir-Insanterie Regiment Nr. 11».

Pakete an Angehörige de» Ncjeroe-Insanterie-Regiment» Nr 222 sind zu adressieren:

An das Ersatz-Bataillon de» Infanterie Reg. 87 Mainz zur Weiterbesörderung an den Kriegsfreiwilligen (Reservisten) Karl Müller 21. Reserve Korps 18. Reserve Division

2 Bataillon

8. Kompagnie.

Reservr-Insonlerle Regiment Rr. 222.

Zur Vermeidung von oster» vorkommendcn Verwechselun­gen wird daran erinnrrl. dos, Reservisten und Londwehrlente nicht immer im Reserve- oder Landwehr-Regiment eingestellt sein miisien. sondern, das, sie auch dem aktiven Regiment ange­boren können: es ist deshalb vor allem darauf zu achtrn, in welchem Regiment der Empsänger sich befindet und dement, sprechend ist nach obigen Mustern zu adressirren. Die scllge- drucktcn Worte sind vom Absender zu unterstreichen.

Uom Felde Ehre.

Niederwöllstad«. 23.No» Dem Füsilier Nitz »om Infcn- terie Regiment Nr. 80. einem riniachen Arbeiter von kier, wurde für sein wackeres Verhalten da» Eiserne Kreuz rerli -hea. Dem Fclddriese, worin der Geehrte seinen Eltern die ihm ge­worden« Auszeichnung meldet, entnehmen wir solgendes: Hier ist es auch schon kalt und namentlich am Abend geht »rr Win» sehr rauh, denn wir sind in Nordsranlreich. Wi: haden Schützengräben ausgegraben. di« un, gleichzeitig auch als 25. h- nunaen dienen. Man kann stch darin recht schöne Tage mache« uud de« Winter mag schon komme«. E» ist sonst wie zu Hins«, aur haben wir kein Bett und schlafen immer aus Stroh, -chickt ,n, Wach»k erzen, denn di« keinen wir sch: gut gebrau- chen, da e« in den Gräben meist dunkel ist. Mir geht >» auch gut, ich bin noch so, wie ich in Homburg fort bin, nur labe ich jetzt eine« Schnurrbart und einen Spitzdait, der bleibt fter-en, bis ich wiederkomme. Zn der Schlacht bei Etrepie habe ich bar Eiserne «reu, verdien«: ich habe e; am 7. Rone aber be­komme«, da» habe ich jetzt «n der Brust häigzen. Es .st Ni* höchst« Ehrenzeichen, da » dem Sol da t verliehen irh

Ans brr Heimat.

Frirdberg. 23. Nov. sDerei» für Unterstüliung armer Si-dcr Frieddergs.) Tie verehrten H.-rrcii Gastwirte wer- den freundlichst gebeten, unsere Samnielbiichsen den bevor­stehenden Weihnachten wegen wieder auszustellen und sorg, saltigst überwachen zu wollen. Gleichzeitig bringen ivir bei dieser Gelegenheit unsere Sammelbüchsen, den scktzin,", Adolfsturm darstellend, als passendes Weihnachtsgeschenk in empfehlende Erinnerung. Tielciben sind z» Mk. 7. da» Sti,cf erhältlich. Der l-'ewinn »liebt unserer Kasse zu.

' Kriegsauskunsisftllle iür Arbeiter- uud «ugestelltenver- sichernng bei der LanLesverslchcrungsanstalt Sreßh. Hetze». Die deutsche soziale Dcrsichcrungsgcsetzgebung hat in der gegen­wärtigen Zeit für die Kriegsteilnehmer, ihre Angehörigen und Hinterbliebenen eine besondere Bedeutung gewonnen, und es liegt geradezu in naiionalcm Interesse, dasür zu sorgen, das, im einzelnen Fall die Berechtigten möglichst bald in den Ge­nus, der ihnen gesetzlich zuftchrnden Bezüge gelangen ober diese ihnen doch sichcrgestcllt werden. Ta aber in den einzelnen Fällen nicht immer Klarheit über die Rechtslage dist.ht. da fich zudem unter den in B-leacht lammenden Personen häufig Frauen bcsindcn, die in Rechtssachen und im Verletzt mit de» Behörden unersahicn sind, erscheint es zweckmäßig, aut dem Gebiet der Sozialocrfichcrung für die Dauer des Kriege» eine besondere öffentliche Ncchisbcratung zu schassen. Der Vor- stand der Landesverfichcrungsanstalt Großh. Hetzen har des- halb in seinem Verwaltungsgebäude m Darmstadt, Wilhelm- stratze 31. eine Kriegsauskunstsstelle lür Albeiter- uud Ange- stclllenvcrsichcrung eingerichtet und ist bereit, allen im Groß, Herzogtum Hctzen wohucndcn Kriegsteilnehmern, sowie deren Angehörige» und Hinlcrblicbcncn kostenlos mündlich eder jchrisllich Auskunft in Angelegenheiten der Arbeiter- lKran- ken klnsall, Invaliden- uud Hinteiblicbencnvcrsiicherungl und SlnoesteNtenverilcherung zu erteilen. Wir geben hiermit der O-lsentkichkeit von dieser Einrichtung Kenntnis und emmehlen den Interetzcnten ihre Benutzung. Schrislliche Aniragen wolle man an den Dorsland der Landesvertzcherungsanstalt Großh. Setzen i» Darmstadt. Wilhclmftroße 31. richten.

Rodheim o. d. H 23. Nov. In hiesiger Gemarkung ist abermals das Ausirclen der Maul- und Klauenseuche srstge- stcllt worden. Danach ist angeordnet worden, dost Ort und Gemarkung Rodhcim «in Sperrbezirk bilden und die Eeinar- kungsspcrrc ist angcordnct worden. Die Bildung eine» beson­deren Bcobachtungsgebieies ist nicht angeordnet worden, da die Nachbargcmcinden bereits in Beobachtung stehen.

Hetze«.Ratzou.

* r Usingen, 23. Nov. Bi» jetzt sind au» dem Kreise Usin­gen 57000 Mark in Gold zum Umtausch gelangt, da stch aber herausgcstellt hat, datz >m Kreise noch sehr viel Goldgelb »u r» Händen ist. werden die Herren Bürgermeister des Kreise» bc- hördlirbeiseit» angewiesen, dahin zu wirken, das, die »och nicht getauschten Goldstücke alsbald zum Eintausch gelangen - Da die Holzsäklnngsarbeilen im Kreile soeben beginne» und in den Gemeinden Anspach. Ober- und Nirderieisenberg in Folge de, Krieges die meisten Fabriken vollständig still'tehen, uud deshalb eine große Anzahl von Arbeitern beschäftigung-los sind, die auch bei de» Holzsällungsarbeite» keine ausreichende Arbeit auf die Dauer linden werde», ist an die Bürgermeister der Nachbargemeindcn Anweisung ergangen, in weitqehendsiuu Maste den Gesuchen avn Arbeitslosen entgegenzukomme». Bei der Einstellung von 2Irbeitcrn ist daraus hinzuwlrlen, daß in erster Linie die Arbci>slo,c» und unterstützungsdedüritige Lanr.wirte und Handwerker berücksichtigt werde». Es mild hierbei erwartet, dost in auskömmichen Verhältnissen lebend: Holziällungsarbeitcr zu Gunsten Unbeschältlgter freiwillig zu- rücktrelen, falls das notwendig werden sollte.

* Wiesbaden, 21. Nov. Ein seither verwundeter IM Gast­hausZur neuen Post" unterqebrachter Ofsizicrsburjche, der beute wieder zur Front abgchcn sollte, war gestern Abend mit Packen seiner Sachen beschäftigt. Die 10 Jahre alte Gast- wiristochtcr Marie Klöcker, die zugegen war, griss »ach riiieni bereitlicgcnden Revolver. Der Bursche wollte ihn ihr abn-ch- men. die Waste entlud stch, eine Kugel traf das ORädchen in die Stirn und führ!« den alsbaldigen Tod herbei. Der Oiii- ziersburichc wurde zunäckist von der Polizei sestgenou»»:n, nach­dem jedoch seine Schuldlosiglcit sestgestellt worden war, wurde er wieder enilatzcn.

Neuitadt (Main Wclcr-Dah»), 21. Nov. Junge Leute Im Alter von 1722 Jahren. 0» an der Zahl, aus Schlstien, traicn vorgestern mittel» Eztrazug hier ein. Sie kamen in Bürgerguarlierc aus unbestimmte Zeit. Mehrere Orte des Kreises Kirchhain erhielten dieselben Transporte.

» Villmar a. d. Lahn. 21. Nov. Die Eheleute Adam Schmidt dahier begingen gestern da» goldene Hochzeitssest.

Ttarsendurg.

Gernsheim, 21. Nov. Die -US dem Kriegsgefangenen­lager bei Darmstadt ousgebrochenen drei Franzosen wurden beim Passiere« der hiesigen Rheinbrücke angehalte» und sestge- nommcn.

* Darmst-dt, 20. No». Tausend iranzösischc Gesängen« aus verschiedenen Ecsechten un» Schlachten kamen gestern hier an und wurden »ach dem Griesheimer Franzosen lager ge­bracht. Nahez» 130 derselben waren teil« schwer, teils leicht verivndei und hatte unsere Sanitätskalann« schwere Arbeit. Da das neue Lazarett aus dem Griesheimer Lager, das lür etwa 1000 Gefangene »«stimmt ist. soweit fertig gestellt wurde, komme» »an jetzt ad. auch alle »erwundeten Franzoica »sw. dorthin, auch die noch in den Darmstädter Lazaretten befind lichen ausländijcheu Gefangenen werden, dis aus die ganz schwer Verwundeten, dorthin übergesührt. Unter den gelter» Eingelieserten befanden fich außer dre» kaiboliiche» Geistlichen, die einen grasten Koster mit fich schleppten, »och eiwa 400 Zi­vilisten. teilweise bis zum Alter über 70 Jahren, die zum Teil aus Dörfern stammen, die total niedeigebrannt sind, ober aus solchen Orten mitgenommen wurden, aus denen Schutze sieten. Man tonnte ohne Mühe beobachten, Last der Mehrzebl der Gefangenen di« jetzt eingetretene Kälte doch lehr zu schass -n macht. Heiterkeit erregte unter den Zioilgetangeuen, auch

ein alter Schuster, ein sogen. Wauderschuster mit seinem «an- 5 «» H-ndwcitsz:uz. schwerem Slieseibock »sw., der noch seiner

Angabe während der Zeit, als d:r Krieg ausbrach, gerade in Frankreich war und keine Gelegenheit inehr hatte, nach seiner

Heimat Straschurg zurllckzukchrrn. Diel» der alten Leute ha­ben leine Heimat mehr, da die Dörfer zum großen Teil von

bei, Franzosen selbst zusammengeschosien und verwüstet wur­den. In den hiesigen Lazaretten sind zusammen etwa 1k>00 deutsche Verwundete untergcdracht.

* Darmstadt, 23. Ro» Einbrecher in Bahnhoi-urbäuben haben in den letzten Tagen an verschiedenen Plätzen de» Oden- waldes ihr Unwes.-n getrieben. In Neustadt i. O. drangen sie mittelst llkachschlützel zunächst ln den Warlesaal und von da durch den Fahrkabtenschaltcr nach gewaltsamer VeseilioUng des eisernen Ladens in den Vorstanderaum. Da der Vor't.her aber bas Bargeld MN nach seiner Wohnung genommen hatte, durchsuchlen die Einbrecher daher vergeblich alle gewaltsam geöftnelen Schränke. Tische usw. Einen betzeren Ersola Tiattci die Einbr-chci im Bahnhofsgebäude in Huinfiadt bei Baben heulen. Dort arbeiteten sic in gleicher Weise, e-l-eukeleii 80 Mark bar und eine Anzahl dar» ausbewahrter Pekelr, di« Liebesgaben für die Soldaten an der Front enthielte». Mi Reckt wird vermutet, Last dieselben Burschen auch schon irühere, bisher nicht aufgeklärte ähnliche Einbrüche ausgesührt haben und sich weiter ans diesem Gebiet versuche» werden. - Etwa iranzösische Sanftälssoldaten (mit der Rote» Kreuz Arm- hi litte) darunter auch ein Psarrer, wurden hier emge'iciert. Sie wurden zwar unter verdächtigen Umstände» -csange». sol­len aber über die Schweiz wieder ausgeliesert Word:.'. Zu­nächst finbet eine eingehende Prüfung über ihre Kenninitze in der Heilkunde usw. statt. Im Fall« sie diese bcstchcn, sicht ihrer Rücksendung über Gens nichts im Wege, wenn sie nicht zur P'lege ihrer Verwundeten hier besindllchen Landsleute benötigt werden. 200 sranzöstlche Gesänge»« aus dem Argon» nenwalbe. die schon etwa vier Wochen in Mantmcdq gelingen saßen, wurden hier unicrgebrochl. Sie irasen hier direkt von Montmedq ein.

* Darmstadt. 22. Nov. Zweitausend der zu Anfang dieser Woche aus den Kreisen Beuthen, kaliowitz, Mieslowitz usw. ans Anordnung der Mililär- und Zivilbehörden hierhergebrach- ten Oberschiester, die 1821 Jahre alt a»i Kosten der Stadt verpflegt wurden und in den oerschicdencn Schulen Schlafge­legenheit hatten, wurde» im Lause de» heutigen Nachnifttags in drei Sondcrzügen wieder nach ihrer Heimat befördert, da an­scheinend die Befürchtung einer russischen Invasion nicht mehr besteht. Der Rest von etwa 2800 soll in einigen Tagen zuriitz- grbracht weiden, sie sollen inzwischen in hicfigen Wirtlchislcn Unterkunft finden. Etwa 130 der jungen Leute, die schon znm Mililär auigcboben waren, wurden durch die Mililärbehörde cingekleldet, um nach ihrer Ausbildung den Ersatzlrupven über- wlcsc» zu werden. Eine ganze Anzahl hat In hiesigen Geschäs ten und Betrieben Arbeit gesunden.

* Darmstadt. 22. Nov. Der Prvvinzialausschust der Pro­vinz Starkenburg hatte sich am Samstag mit der Dieoncinlai- sung eines Offenbacher Beamten zu be'chUstlgen. Der Often- bacher Hafenmeister Armbruste! wurde auf Anlrag des Oberbürgermeisters von Oflenbach durch Beschluß bee Kreis- amtes Olfenbach aus dem Dienste der Stadt entlassen und ihm nur für 3 Jahre das Gehalt in der Höhe zugeftpochen, wie cs z. Zi. seiner Entlatzung stch berechnen würde. Er wurde ihm sowohl schwere Achtungsverletzung gegenüber einem Borges tz- Icn Beigeordiieten, sowie Unregelmäßigkeiten im Dienst. Be­stechlichkeit usw. zum Vorwurs gemacht. Gegen den Beschluß des Krcisamtes hat sowohl der Verurteilte, wie auch die Bür­germeisterei Osfenbach Einspruch erhaben. In der Verhand­lung wurde sestgestellt. daß A. als roher, rücksichtsloser Menlch allen Leuten gegenüber belannt ist, sowie daß er in i-erichiede- nen Fällen von Oftenbacher Kohlenhändlern aus Beitrllung Kohlen erhielt, die er meist nicht bezahlte. Trotzdem loll lm Oftenbacher Hasen eine sogen. Poschawirtschaft geehrrsht Hu­ben. da A. aus niemanden Rücksicht nahm. Manche Händler haben die Kohlcnrechnungen gestrichen, i» der Voraussetzung, daß sie dann gercchrer behandelt würden. 21. siebst behauptet, daß cs ui den Hafcirplätzen Üblich fei, den Hafenmeistern durch die Licserung von Frcikahlen entgegenzukemmcii. Lbcrbürg--r> Meister Dr. Dullo. der die Stadt Osfenbach selbst vertrat, sor- derte in erster Linie die ruhegehaltslose Entlalsung Armbru- stcr». Der Provinzialausschuß verwais beide Berufungen und verurteilte A. zu viersünstcl, die Stadt Osseubach ; i ö"'tel der Koste».

Fronkinrier -rb-rickit

Wolkig, trocken, kalt. Nachts Frost, südl. bi. jiiüwestiiche Winde.

Verantwortlich für den politiichen und lokalen Teil: Otto L i r t che l, Friedberg: für den Olnzeigentcil: Q. Schmidt, Fricdberg. Truck und Verlag derNeuen Tageszeiluetg' A. G.. Friedberg i. H.

Einquartierung.

Tiesenigen hiesigen Einwohner, welche willen» sind, srciwillig Militär gegen die von der Stadt be­zahlt werdende Bergutung in Pflege zu nehmen, wollen dies bei dem Unterzeichneten alsbald anmelden.

Feiedberg, den 23. November 1914.

Der Vürgerrueistee Stahl.

Helranntmachnnq.

Am Mittwoch, den. ds. Mts. sind die Ge­schäftsräume des Unterzeichneten geschloffen.

Das Standesamt ist vormittags von 1011 Uhr

geöffnet.

Feiedbero. den 21. November 1914.

Der Bürqerin»ister

Stab».